Gehaltsnachzahlung / Zeitpunkt der Versteuerung

2 Antworten

Laufender Arbeitslohn (Gehalt, Lohn, Mehrarbeitsvergütung, Zuschläge ...) gilt in dem Kalenderjahr bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet (EStG § 38a Abs. 1 Satz 2).

Sonstige Bezüge (einmalige Zahlungen, 13. Monatsgehalt, Gratifikationen ...) werden in dem Kalenderjahr bezogen, in dem sie dem Arbeitnehmer zufließen (EStG § 38a Abs. 1 Satz 3).

Wäre also zu fragen, welche "garantierten Gehaltsbestandteile" zugeflossen sind. Dann wird auch die Antwort eindeutiger.

Es handelt sich hier um garantierte Provisionen für einen Verkäufer. Das Gehalt bestand aus einem Fixum zugl. einem Provisionsanteil, wobei die eingetriebene Summe für die ersten sechs Monat anteilig garantiert war.

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@ThomasBeh

Die Frage ist doch wohl: handelt es sich um "laufenden Arbeitslohn", dann gilt er bezogen in 2005. Oder handelt es sich um einen sonstigen Bezug, wie einmalige Gratifikationen, dann gilt er bezogen in 2006. Ich denke aber, die Provisionszahlung gehört zum laufenden Einkommen, denn sie wird jeden Monat - wenngleich in unterschiedlicher Höhe - gezahlt. Dann wäre klar, warum das Finanzamt diese Forderung stellt.

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...also, die Frage beantwortet das Einkommensteuergesetz ganz eindeutig in § 38a (1) Satz 2 erste Halbsatz:
.
Laufender Arbeitslohn gilt in dem Kalenderjahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet;
.
Lohnzahlungszeitraum ist der Zeitraum, in dem der Anspruch entsteht. Zu versteuern als 2005.
.
Andererseits muss der Arbeitgeber die Lohnsteuer abführen, und zwar dann, wenn der Lohn fließt, also 2006. Dennoch ist die Lohnsteuer auf die Einkommensteuer 2005 anrechenbar.

Vielen Dank! Damit ist die Frage wohl umfassend beantwortet.

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Stimmt nicht. § 38a (1) Satz 2 gilt nur für Lohnzahlungen um den Jahreswechsel. Z.B. wenn der Arbeitslohn für Januar bereits am 30.12. ausgezahlt wird. Bei Nachzahlungen für abgelaufene Jahre gilt natürlich § 11: Die Einnahme gehört zu dem Jahr, in dem sie gezahlt wird. Hier also 2006.

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@Duelp

Kannst Du bitte noch einmal die genaue Quelle angeben? Hast Du einen link zu § 11 parat?

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@Duelp

Quelle nunmehr selbst gefunden, keine Aktion notwendig. Aber: Um die Sache noch etwas komplizierter zu machen:

Das FA hat bei der Prüfung doch sicher auch festgestellt, wann das Geld tatsächlich gezahlt worden ist. Insofern frage ich mich, ob der AG die Zahlungen überhaupt korrekt verbucht hat - oder meinen Rechtanswalt aus irgendwelchen schwarzen Kassen bezahlt hat. Auffällig ist, das das FA das nachträglich zu versteuernde Einkommen nur mit etwa 52% der tatsächlich gezahlten Summe ansetzt(die 52% werden den Einkünften aus nichtselbstsändiger Arbeit zugeschlagen und erhöhen den Bruttoarbeitslohn). Wie kann das sein?

Lege ich jetzt Einspruch ein, müßte ich sicherlich befürchten, auch meine Belege beibringen zu müssen?!

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bekomme ich meine zuviel gezahlte steuern direkt wieder?

hallo,

ich arbeite seit monaten in einem betrieb, auf steuerklasse 6, da ich mich wohl zu spät umgemeldet habe. nun wurde aber alles geklärt und ich habe dem steuerberate alles nochmal durchgegeben für eine nachberechnung, damit ich zuviel gezahltes zurück bekomme. mein gehalt beträgt etwa 950 eur netto, béi St.kl. 1... mit st-kl. 6 jedoch nur noch 700 etwa. nun hab ich das problem, dass ich auch miete zahlen muss und dann nicht mal 150 eur zum leben habe...
ich habe von einem freund gehört dass er ähnliches problem hatte, jedoch bei ihm in der firma der steuerberater direkt alles nachberechnet hat und ausgezahlt hat...
unser steuerberater meint aber er hat damit zu tun, ich soll eine einkommens steuer erklärung abgeben und bis ende des jahres warten... ich möchte aber nicht bis ende des jahres warten... wer weiss vllt bin ich bis dahin tot oder arbeite woanders oder in einem anderen land etc... welche möglichkeiten hab ich direkt an mein geld zu kommen...? ( und wenn ich kündigen muss ) und bekomme ich das geld vom arbeitgeber oder vom finanzamzt ???

(hinzugefügt ) was hat es mit der Einkommensteuergesetz (EStG)

§ 41b Abschluss des Lohnsteuerabzugs auf sich ?

vielen dank schonmal für eure hilfe... liebe grrüße

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Aus einem Beschäftigungsverhältnis aus den Jahren 2006 bis 2008 steht mir nun laut Gerichtsbeschluss eine Nachzahlung (durch Vergleich) zu. Muss diese durch meinen ehemaligen Arbeitgeber versteuert werden oder übernehme ich dies in meinem Lohnsteuerjahresausgleich? Im Beschluss wird darauf nicht hingewiesen. Es ist nur die Summe angegeben und dass diese an mich zu zahlen ist. Kennt sich jemand aus? Vielen Dank für hilfreiche Antworten! P.S. : auch meine Anwältin hat keinen Plan...

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Guten Tag, folgender sachverhalt : mein Finanzamt möchte von mir nach Betriebsprüfung von 2005 - 2007 ca. 28.000,- € seit Juni 2011 (einkommen Steuer, umsatzsteuer und Säumnisszuschläge und Zinsen).Nach Konsoldierung von einem neuen Steuerberater juni 2011 ist ihm auf gefallen das keine Abschlussbilanz in 2007 erstellt wurde, weil das geschäft aufgegeben worden war. Verbindlichkeiten die ich zum teil heute noch Zahlen muss sollte ich auf stellen, was ich sofort tat. Ich muss dazu sagen das die steuerberater die ich vorher hatte alles auf verrechnungskonten gebucht hatten. das heist sich also keine arbeit mit vernünftiger kontierung der ausgaben und einnahmen machten.Ich habe also 2005 - 2007 mit meiner Schwester die Buchhaltung neu richtig Kontiert und denn jetzigen Steuerberater im September zu überprüfung der Buchhaltung vorgelegt. Fristen gegenüber dem Finanzamt wurden gewart. Für 2005 ergab sich ein guthaben von 3000€ , für 2007 1400 € eine zahlung an das Finanzamt .Für 2006 allerdings möchte das Finanzamt Privat Darlehnsverträge nicht an erkennen ohne die Kontoblätter der Darlehnsgeber die bekomme ich aber nicht! Ich Schulde den Leuten halt noch das geld...Jetzt aber hat mein Steuerberater eine Frist versäumt und das Finanzamt möchte von mir erstmal für 2006 7.452 ,-€ was kann ich jetzt tun .Ich habe das geld nicht. Den rest von ca. 21.000 wollen sie bestimmt auch ,obwohl ich geld zurück bekommen müsste. Bitte um schnellen rat. MFG

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      Nun kommt der Arbeitgeber auf den Arbeitnehmer zu, der jetzt als Festangestellte dort weiter beschäftigt wird und möchte eine sehr hohe Summe ausgezahlt bekommen (Über 46 TEUR! - Der Arbeitnehmer verdient Brutto 3,5 TEUR!)

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    • Es hat sich bestätigt, dass der Arbeitgeber davon wusste und es wurde auf zwei Instanzen gerichtlich bestätigt, dass der Arbeitgeber die Nachzahlung tätigen muss

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    • Kann der Arbeitgeber auf Basis des "Versprechens" vom Arbeitnehmer die Nachzahlung verlangen?
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    Ich bin allen Antworten sehr dankbar und ergänze gerne die Sachlage! Ich habe nur das Wichtigste genannt und kenne auch aus meinem Studium einiges. Es ist für mich einwandfrei erkennbar, dass der Arbeitgeber einen unwissenden Produktionsmitarbeiter, der sehr fleißig ist und positiv denkt, betrügen möchte!

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