Gehaltskürzung nach Kündigung

2 Antworten

Wieso muss er Dich darauf hinweisen? Du hast doch bei vollem Bewusstsein gekündigt, oder? Dass Dir dann nicht der volle Jahresurlaub zusteht, dürfte klar sein - Du warst also nicht am Arbeitsplatz anwesend, warst weder krank, noch hattest Du Urlaub (aus Sicht des Unternehmens). Da ist die Schlussfolgerung nur logisch, dass dann eben das Gehalt entsprechend gekürzt wird...

Ja ist schon nachvollziehbar, aber ich wusste es davor einfach nicht. Und ich kann keine Rechnung zahlen diesen Monat.. Kann ich da gar nichts machen?

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@sarahbethmoore

Du kannst mit Deiner Bank reden, (vielleicht bekommst Du einen Mini-Kredit für den Monat).... aber wahrscheinlich eher nicht mit Deinem zukünftigen Ex-Arbeitgeber

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Dass Dir dann nicht der volle Jahresurlaub zusteht, dürfte klar sein

Das ist falsch - sofern bei der Beendigung in der 2. Jahreshälfte das Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate bestanden hat!!

Da ist die Schlussfolgerung nur logisch, dass dann eben das Gehalt entsprechend gekürzt wird...

Die Kürzung ist keine "logische Schlussfolgerung", sondern ein Verstoß gegen die Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes BUrlG § 4 in Verbindung mit § 5!!

Siehe dazu die richtige Antwort von DerCam

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Wenn du am 15.2.2014 schon dort beschaeftigt warst (und dies ohne Unterbrechung weiterhin bist), steht dir beim Austritt am 15.8. bereits mindestens der gesetzliche Jahresanspruch auf 4 Wochen Urlaub zu. Evtl. von einem vorherigen Arbeitgeber fuer das laufende Kalenderjahr gewaehrter Urlaub waere allerdings anzurechnen.

Sollte arbeits- oder tarifvertraglich ein hoeherer Jahresanspruch als die gesetzlichen 4 Wochen vereinbart worden sein, kommt es bezueglich des die 4 Wochen ueberschreitenden Teils auf die genaue vertragliche Vereinbarung an. Die 4 Wochen duerfen aber auch vertraglich nicht angetastet werden.

Sollte sich der Arbeitgeber wirklich weigern, den dir zustehenden Urlaub im vollen Umfang zu gewaehren oder ggf. auszuzahlen, wirst du ihn beim zustaendigen Arbeitsgericht darauf verklagen muessen. Das ist aber kein Problem weil dein Anspruch gesetzlich klar geregelt ist.

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