Gehaltsempfänger = billiges Arbeitstier?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Das Gerichtsurteil habe ich dazu gefunden.

http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/beruf/ratgeber/urteile/339686

Wenn die Mindestarbeitszeit 40 Stunden pro Woche beträgt, sind auch 40 Stunden abzuleisten. Mehrarbeit ist demnach zu bezahlen, bzw. mit Freizeit abzugelten. Ich würde alle Überstunden dokumentieren. Im Falle einer Kündigung kann die Überstunden einklagen. Die Verjährung solcher Ansprüche liegt bei 4 Jahren.

Was mir an dieser Schulderung besonders aufstößt, sind die ganz üblen Erpressungsversuche wie "Sie könen ja gehen" oder "Ich mache dann dicht". Du solltest Deinem Chef in punkto Überstunden genauso gnadenlos begegnen wie er es mit Dir macht. Informiere Dich bei Gewerkschaft oder Betriebsrat (sh. Eckhard Appel) oder, falls beides nicht möglich ist, bei einem Anwalt. Es darf nicht sein, dass hier nach Gutsherrenart entschieden wird und Du Deinem Chef mit Deiner kostenlosen und wertvollen Arbeitskraft den Geldbeutel zusätzlich füllst.

Auch wäre noch zu prüfen, ob für eine vergleichbare Tätigkeit anderswo derselbe Stundenlohn gezahlt wird oder nicht.

Dann wäre das kein "Stundenlohn", sondern "Leistungslohn", die Tätigkeit würde rein nach der vollständig erbrachten Leistung bezahlt, egal, wieviel Arbeitszeit damit tatsächlich angesetzt wird. Zum Beispiel im Handwerk und bei Montagetätigkeiten auf Baustellen gibt es solche Praktiken. Andererseits hieße dies dann auch, daß mindestens für die erwähnten 40 Stunden pro Woche der vereinbarte Lohn gezahlt werden müßte, ist gerade kein Auftrag vorhanden.

Mindestarbeitszeit von 40 Std. die Woche ist ganz schöt viel. Bisher haben alle mir bekannten Gerichtsurteile ausgesagt, dass mehr als 2 Überstunden am Tag kein Dauerzustand sein dürfen und alles, was drüber hinaus geht extra vergütet werden müsste. Ausnahmsweise (ein paar mal im Jahr) sind bis zu bis zu 2 unvergütete Überstunden hinzunehmen. Ansonsten sollten überstunden von über 1 Stunde mit Geld oder Freizeitausgleich zu vergüten.

Die Höchstabrbeiotszeit beträgt 10h am Tag. 40 Stunden sind nicht zuviel. Ich kenne sehr viele Leute die arbeit 50 h/Woche.

0

was nicht im arbeitsvertrag steht, wird dennoch vom gesetz und kollektivvertrag geregelt. überstunden wären nur dann nicht separat zu vergüten, wenn diese in form eines überstundenpauschales bereits im gehalt inkludiert sind.

Es gibt Berufe, da ist das absolut normal, ab einer gewissen "Liga" oder z. Bsp. beim Bauleiter/Bauingenieur. Es gibt ein Festgehalt und 40 Stunde/Woche sind Regelarbeitszeit. Darüber hinaus werden anfallende Überstunden nicht vergütet. Das Gehalt ist dann aber in der Regel auch höher als bei einem Ingenieur, der einen Büro-9-to-5-Job hat...

Wenn im Arbeitsvertrag 40 Stunden vereinbart sind, sind diese auch zu leisten. Die Klausel das ggf. Überstunden zu leisten sind macht dich fast zu Sklaven. Ist der Chef der Meinung du musst Überstunden machen kann er diese in diesem Fall anordnen. Da die Bezahlung nicht geregelt ist, greift hier das Tarifrecht. Also müssen die Überstunden bezahlt werden. Sollte dein Chef sich weigern die Überstunden zu bezahlen, wende dich an deine Betriebsrat oder an die Gewerkschaft. Die können in den meisten Fällen weiterhelfen.

Tarifrecht gilt nur, wenn auch der AG im AG-Verband ist.

0

Sag mal in welcher Branche bist du beschäftigt.? Das Thema Überstunden ist auch bei mir und vielen anderen sicher ein Dauerbrenner. Man muss jedoch einfach die Verhältnismässigkeit betrachten. Dauerhafte Überstunden ohne absehbare Besserungen sind unter diesen Vorrausetzungen unerträglich. Dafür gibt es Verträge. Man kann seinen Chef, wenn Not am Mann ist (Krankheit, gute Aufttragslage, Termindruck usw. ) nicht hängen lassen. Hier habe ich jedoch den Eindruck, dein Chef lässt dich bzw. auch deine Kollegen(innen ) hängen und nützt auch wohl aus. Es ist wohl wie im richtigen Leben auch. Ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist angesagt. Nur so funktioniert es auf die Dauer.

sehr ausgewogen deine Antwort DH

0

Das ist doch alles ganz einfach.

  1. Finde ich, dass 40 h pro Woche nicht zuviel sind.

  2. Ein Vertrag ist immer nur so gut wie die Vertragsparteien. Wenn dein Chef nach nicht mit sich reden lässt, hast du nur eine Chance such dir ein andere Arbeitsstelle. Du kanst zwar klagen, wirst dann aber keine Arbeit mehr haben.

Lösung: Sprich in aller Ruhe mit deinem Chef. Geht er nicht darauf ein, sage nichts und suche dir in aller Ruhe ein neue Arbeit.

Was möchtest Du wissen?