Gehalt eines Psychologen?

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5 Antworten

…nach 10 - 15 Jahren Berufserfahrung entscheidet eher die Karrierelaufbahn über Dein Gehalt. Der ursprüngliche Bildungseintritt ist eher sekundär. Gerade Dipl.-Psychologen werden auch gerne mit der Personalführung betreut und wenn Du 20 – 100 Mitarbeiter erfolgreich leitest, verlaufen Gehaltsverhandlungen oder Debatten über die Ausgestaltung Deiner Arbeitszeiten einfach anders, als wenn Du noch in einer angeleiteten Position beschäftigt bist.

Bei mir sind es nach 13 Jahren etwa 60.000 brutto bei einer Vollzeitstelle innerhalb eines sozialen Trägers und bei einem Leitungsanteil von 25% für ca. 15 Mitarbeiter. In diesem Gehalt sind allerdings einige Nebeneinkünfte enthalten, die sich aus der bisherigen Tätigkeit ergeben haben.

Das ist dann der nächste Punkt. Wenn Du etwa aus der Tätigkeit heraus die Möglichkeit bekommst, z.B. Gutachten auf eigene Rechnung zu erstellen, kann das sehr schnell Dein ursprüngliches Gehalt spürbar aufbessern. Solche Surpass-Arrangements entstehen aber meist erst im Lauf der Zeit und aus der bisherigen beruflichen Tätigkeit heraus.

Wer allerdings bei der Berufswahl die Einkommensmöglichkeiten im Auge hat, sollte einen anderen Beruf wählen. Der Aufwand für das Studium – immerhin hat es den höchsten NC und ist weder einfach noch kurz – und der Ertrag, stehen in keinem Verhältnis. Es ist etwas für Leute, die bereits mit Geld geboren wurden, viel Zeit haben und nun eher eine interessante Tätigkeit suchen. Und interessant ist es auf jedem Fall.

Geh doch mal zum Berufsinformationszentrum des Arbeitsamts, in den Berufsblättern stehen auch ungefähre Gehälter der jeweiligen Berufe drin

Bevor Du das viele Geld verdienst, liegt erst mal das Studium und eine Therapieausbildung vor Dir, die Du selbst bezahlen muss (nicht billig!). Dann kommt es auf den Bereich an, in dem Du arbeiten willst. In den von Dir genannten verdient man nicht schlecht. Zum Wunsch Profiler zu werden, würde ich das mal lesen: http://www.bka.de/lageberichte/weitere/profiler.pdf

> Therapeut mit Krankenkassenpatienten, Therapeut mit Krankenkassen- und Privatpatienten(also die die Stunden aus eigener Tasche bezahlen) <

Das läßt sich nicht sagen, da viele Faktoren reinspielen: Kosten der Praxis, private Kosten und Aufwendugen (Familie usw.), Versicherungen, Altersvorsorge, Standort der Praxis, Kassenstunden auf der Zulassung, Budgetierungen und sehr vieles mehr ...

> Rechtspsychologe der als Beamter bei der Polizei arbeitet, zum Beispiel als Profiler, <

Gibt es nicht.

Ansonsten verdienen Psychologen als Angestelte im Öffentlichen Dienst (egal in welcher Funktion, wobei die meisten wissenschaftlich tätiig sind) nach fünf Berufsjahren ca. 45.000 Euro Jahresbrutto. Als verbeamteter Diplom-Psychologe mit A13 ca. 42.000 Jahresbrutto. Bei A14 (z.B. Akademischer Oberrat an einer Universität (mit Promotion)) ca. 44.000 Jahresbrutto.

> Psychologe im Bereich Personalwesen <

Auf einer Stabsfunktion in einem größeren oder großen Unternehmen zwischen 60.000 und 80.000 Euro Jahresbrutto. Im Öffentlichen Dienst s.o.

> zum Beispiel bei größeren Firmen als Motivationscoach <

Motivationstrainer / -coaches müssen nicht Psychologie studieren und haben das auch meistens nicht. Sie arbeiten freiberuflich bzw. sogar gerwerblich, nicht angestellt.

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