Gehalt einbehalten ohne vorher zu informieren.?

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4 Antworten

Wenn Du jetzt gekündigt hast und das Arbeitsverhältnis bereits seit 2 Jahren besteht, dann hast Du Anspruch auf den gesamten Urlaub!

Das gilt zunächst für den gesetzlichen Mindesturlaub von 24 Werktagen (Montag bis Samstag). Du hast mit 27 Tagen mehr als gesetzlich vorgeschrieben.

Für den zusätzlichen Urlaub (also den Urlaub, der über den gesetzlichen hinaus vereinbart wurde) gilt das auch, wenn im Arbeitsvertrag oder einem anzuwendenden Tarifvertrag nicht vereinbart wurde, dass bei Ausscheiden vor Jahresende der Urlaub anteilig zu berechnen ist (mit 1/12 des Jahresurlaub für jeden vollen Monat des Beschäftigungsverhältnisses).

Gibt es eine solche Vereinbarung - dass also nicht der volle Urlaub zusteht, sondern nur der anteilige -, dann bleibt aber auf jeden Fall der Anspruch auf den vollen gesetzlichen Mindesturlaub bestehen, auch wenn der anteilig errechnete Anspruch geringer ausfallen sollte.

Wenn Du den Anspruch auf den vollen Urlaub wahrnimmst, hast Du in diesem Kalenderjahr aber keinen Anspruch mehr gegen einen neuen Arbeitgeber - es sei denn, der Urlaubsanspruch dort wäre höher als jetzt.

Also:

Wenn es keine vertragliche Vereinbarung zu einer anteiligen Berechnung des Urlaubs gibt, darf der Arbeitgeber nichts von Deinem Gehalt einbehalten!

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Hallo,

bei einer Kündigung bis 30.06. hast du für jeden Monat Anspruch auf 1/12 des Jahresurlaubs.

In deinem Fall, bei einer Kündigung ab 01.07., hast du Anspruch auf den vollen Jahresurlaub.

Der Arbeitgeber informiert mittels der Gehaltsabrechnung. Hier gibt es aber keinen Grund, das Gehalt zu mindern, sofern nicht noch weitere, nicht geschilderte Umstände vorliegen.

LG, Chris

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Kommentar von marti4077
02.09.2016, 12:06

auf der Gehaltsabrechnung stand noch nie wie viel Urlaub man hat. Wie muss ich das rechnen mit dem 1/12? mein Jahresurlaub beträgt 27 Tage.

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Kommentar von marti4077
02.09.2016, 12:16

Bin seit zwei Jahren in diesem Betrieb. Wenn ich aber nach der 1/12 Regelung gehe hätte ich mit einschließlich September einen Urlaubsanspruch von 20,25 Tagen.

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Kommentar von Familiengerd
02.09.2016, 13:42

Das ist richtig.

Um aber genau zu sein - weil hier aufgrund der Formulierung ein Missverständnis entstehen könnte:

Es kommt nicht darauf an, bis wann gekündigt wird (was ja konkret heißt: bis wann die Kündigung ausgesprochen wird), sondern zu welchem Datum, also wann das Arbeitsverhältnis endet.

Man kann also sehr wohl "bis 30.06." kündigen (d.h. die Kündigung aussprechen, und das Arbeitwverhältnis endet dann ja längst nach dem 30.06.), aber nicht "zum 30.06.".

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wenn du mehr urlaub genommen hast als dir zusteht ja . dann wird er das als unbezahlten urlaub verrechnet haben.

du kannst ja nicht einfach dem gesamten jahresurlaub verplanen ,wenn du nur ein 3/4 jahr gearbeitet hast .

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Kommentar von marti4077
02.09.2016, 12:02

Das ist mir schon bewusst. Aber mir geht es darum das er ohne mich zu informieren fast die Hälfte einbehalten hat und ich aber sogar noch den ganzen September bei ihm arbeite.

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Kommentar von Familiengerd
02.09.2016, 13:13

du kannst ja nicht einfach dem gesamten jahresurlaub verplanen ,wenn du nur ein 3/4 jahr gearbeitet hast .

Doch, weil dann nämlich Anspruch auf den gesamten Jahresurlaub besteht, mindestens aber auf den gesetzlichen Urlaub, wenn mehr Urlaub und eine anteilige Berechnung vereinbart wurde.

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