Gehalt bei Zeitarbeitsfirma zwischen den Einsätzen

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7 Antworten

Wenn du bei einer Zeitarbeitsfirma angestellt bist, muss diese dich auch beschäftigen. Wenn sie keinen Anschlussauftrag hat, muss sie dich eben selbst bezahlen. Häufig wird dann eine Fortbildungseinheit eingelegt. Jedenfalls in seriösen Firmen.

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Hallo,

regulär ist im Arbeitsvertrag eine Grundsumme vereinbart, die der Verleiher auch in auftragsfreien Zeiten weiter ausbezahlen muss. Dieses ergibt sich aus dem Basis - Stundenlohn x Basis-Arbeitszeit. Regulär ist es also so gehandhabt, dass täglich immer noch 7 - 7,5 Stunden x Grundlohn pro Stunde weiter gezahlt werden. Nur einsatzbedingte Sonderzulagen wie Mehrarbeit, Fahrtgeld und Branchenzuschlag würden dann in der auftragsfreien Zeit entfallen. Meistens ist es auch im Arbeitsvertrag so geregelt, dass anteilig auch ein mögliches Guthaben vom Zeitkonto mit einbezogen wird. Urlaubstage dürfen in dieser Situation indes nicht mit verwendet werden, da Du Deine Arbeitskraft ja weiterhin zur Verfügung hältst.

mfg

Parhalia

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Kommentar von stelari
23.01.2013, 14:41

Meistens ist es auch im Arbeitsvertrag so geregelt, dass anteilig auch ein mögliches Guthaben vom Zeitkonto mit einbezogen wird.

und das genau verbietet § 11 Abs.4 Satz 2 AÜG - eine solche Vereinbarung ist unzulässig und rechtswidrig und damit nichtig und unwirksam.

Das Recht des Leiharbeitnehmers auf Vergütung bei Annahmeverzug des Verleihers (§ 615 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) kann nicht durch Vertrag aufgehoben oder beschränkt werden; § 615 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bleibt unberührt.

und daraus ergibt sich - das Stundenkonto ist tabu weil es keine Vereinbarung geben kann, die die Entnahme von Stunden diesbezüglich zulassen würde

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das ist Risiko des Arbeitgebers nach § 615 BGB, hat sie keine Einsätze für Dich, kann Dein Zeitkonto das ausgleichen. Oder die Fa. muß trotzdem bezahlen.

Die Entleihbetriebe zahlen für Dich ja über 20 € pro Stunde an die Leihfa.. Du bekommst wohl 8,80 €, so daß die Leiharbeitsfa. das eben ausgleichen kann, wenn keine Einsätze vorhanden sind oder man mal krank wird etc

Viele Firmen verlangen 150 Stunden auf dem Zeitkonto, bevor das darüber hinaus gehende bezahlt wird.

Kommt auf Deine Einsätze an, bekommst Du sowieso nur E 1 nach IGZ, darfst Du überall eingesetzt werden, auch überregional in Nachtschichten.

Lehnst Du das ab, gibt es Schwierigkeiten bis zur Abmahnung, Kündigung etc.

Bist Du im kfm Sektor, kannst Du Hilfsarbeitertätigkeiten wohl erst mal ablehnen

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Gängige Praxis ist erstmal das Zeitkonto des AN zu plündern- ist nicht erlaubt aber wird gemacht. Mein Rat dagegen wehren und im Notfall seine Rechte geltent machen.Wie lange bist du schon in der Leihbude? Nicht kleinbeigeben, wenn die dich kündigen- schei... drauf. Falls Du länger als 6 Monate beschäftigst warst haste Kündigungsschutz. Also keine Angst vor Konsequenzen Du hast nichts zu verlieren. Mein Rat an alle Leiharbeiter- wehrt Euch. Ich bin schon jahrelang in der Gewerkschaft, die helfen einen auch in solchen Fällen.Lg

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Rechtlich hast du darauf sogar einen durchsetzbaren Anspruch aus § 615 BGB i.V.m § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG - jedoch versuchen Zeitarbeitsfirmen um jeden Preis dies zu verhindern, in dem man versucht dich dazu zu bewegen, diese Stunden vom Arbeitszeitkonto zu nehmen oder gar Urlaub zu beantragen was aber unzulässig und rechtswidrig ist

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ja normal kriegst du dein Gehalt weiterbezahlt. Manchmal sollst du überstd. abfeiern. Wenn es dumm läuft, bist du auch ganz schnell draußen-Kündigung.

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Du bekommst das ausgezahlt, soviel sich auf deinem Leihzeitkonto angesammelt hat. wenn das aufgebraucht ist, bekommst du nichts.

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Kommentar von bruno75015
23.01.2013, 14:24

also vom Gesetz her, ist die Leihfirma verpflichtet, den Lohn auch weiterzubezahlen- auch ohne Einsatz. In der Praxis, geht erstmal das Zeitkonto drauf, und dann kann recht schnell eine Kündigung kommen.

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