Gegenseitige Anrede von Arzt-Ehepaaren in einer Gemeinschaftspraxis?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Professionell ist: ich rede mit Herrn/ Frau x darüber.

Mein Mann/ meine Frau.. hört sich für mich zu privat an.

Nur weil Du meinst, es ist "vermeintlich profesionell".. ist es trotzdem ganz unvermeintlich professionell.

Ich kenne das aus diversen Praxen und Jobs.

In unserer Firma sagte der Geschäftsführer auch nie "ich geb das meinem Sohn weiter", sondern, als ich neu war, noch siezte, "ich geb´s dem Herrn x weiter", heute: "ich geb´s dem Frank weiter".

Professionalität, nicht Familiengeschunkel.

Sie wollen das eben so. Man muss auch nicht jedem unter die Nase reiben wie die persönlichen Familienverhältnisse so aussehen.

Mein Gyn ist mit seiner westentlich älteren Vorzimmerfee liiert. Das geht auch Niemanden was an. Er ist dann einfach der "Herr Doktor" und sie ist die "Frau Susie".

Mir geht es wie dem Fragesteller - ich käme mir mindestens verarscht vor.
Auf der anderen Seite weiss man ja auch gar nicht, was bei denen im Busch ist. Wie nennt er sie denn? Sind die überhaupt verheiratet oder heissen die bloss zufällig gleich? Vielleicht ist sie ja auch im Bett total unterwürfig.

Was mich am meisten irritieren und für persönliches Unwohlsein würde, das wäre die Verwendung des Titels 'Doktor'. Das klingt vollständig unsympathisch. Ich käme nicht im Traum auf die Idee jemanden damit anzusprechen, ihm mehr Respekt oder Vertrauen entgegen zu bringen.

Ich vermute hinter diesem Getue irgendwelche unterwürfigen Lackaffen, die sich trotzdem für etwas Besseres halten und den Swingerclub nur mit Maske betreten.

"Herr Doktor..." - wenn ich das schon höre! 🤮

Vermutlich pure Professionalität, was gerade im medizinischen Sektor natürlich auch von großer Relevanz ist.

So gehört es sich auch, mich als Kunde interessieren die privaten Beziehungen auch nicht

Sie sagt "Dr. Weiß", er sagt "Meine Frau".

Wieder mal ein "beeindruckendes" Beispiel dafür, dass kein Mensch so ist wie der andere.

Tucholski spricht in solchen Fällen davon, dass einer kommen wird, der eine geradezu donnernde Entdeckung macht: er wird den Einzelmenschen entdecken.

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