Gegenreformation -> Auswirkung auf Höhepunkt der Marienverehrung in Bayern? Jesuiten?

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4 Antworten

Jesuiten, Dominikaner und Franziskaner waren viel in den Kolonien unterwegs und haben versucht den dort herrschenden Glauben mit dem katholischen (kamen ja keine herausragenden Frauen vor) zu vereinigen. In den meisten älteren Religionen gibt es Göttinnen, manchmal nur eine Göttin. Da wurde für die Übertragung die Mutter Gottes benutzt. So viel die Übernahme leichter. Das stellt sich auch vielfach in Reliefs und Abbildungen dar. Von einer sehr starken Persönlichkeit alleine dargestellt, bis zu heutigen Zeit mit Christus mütterlich und eher selbstaufopfernd dargestellt. In der evangelischen Kirche, wurden Frauen ganz anders wahrgenommen, wahrscheinlich war deshalb so eine intensive Einbringung nicht nötig.

kranada 01.08.2014, 10:37

so isses

ist aber auch überhaupt nicht mit Jesu Lehren vereinbar. der Marienkult

er sagte dass niemand !! mit einer Bitte vor Gott kommen kann, ausser durch Jesus seinen Sohn.

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FlyingCarpet 03.08.2014, 02:08
@kranada

ja, aber die Bibel die wir zu lesen bekommen, wurde im Sinne der Männer und von Männern geschrieben! Ausserdem ist es für die kathl. Kirche imens wichtig, das ein "Vermittler" zu Gott benötigt wird, sonst wäre die gesamte Kirche und ihr Personal auf Sand gebaut.

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Hallo, vermute dass du für diesen Zweck schon das TRE angesehen hast (falls nicht zur Hand, unten der Link, dort besonders um die Seiten 300) Dort findest du einen kurzen Hinweis, wer unter den Jesuiten die Marienverehrung besonders forciert hat, dazu natürlich Maximilian, Patrona Bavariae (Darstellung mit Herrschaftssymbolen). Du schreibst, die "Reformation hatte eine positive Auswirkung auf die Marienverehrung" - das ist nur indirekt wahr: Gerade weil die Reformation sie so entschieden ablehnte, wurde sie vermutlich umso stärker als identitätsstiftend für die Gegenseite empfunden, Wobei man das nicht verordnen musste, sondern sie ohnehin verbreitet war, aber aus verschiedenen Gründen verstärkt wurde. Jesuiten und Bayern: Jesuiten waren die wesentlichen Träger der Gegenreformation (... gläubig, diszipliniert und gebildet ... was man dem Klerus damals oft nicht nachsagen konnte), viele Zentren davon in Bayern (Ingolstadt, Dillingen usw.), etliche der Jesuiten wiederum haben die Marienverehrung forciert. Besonders über die Gebirgsschützen (30jähriger Krieg) ging dann die Verteidigung Bayerns mit der Verteidigung der Marienverehrung einher (siehe Patronatstag).

Google mal unter den Stichworten "Patronatstag, Gebirgsschützen, Miesbach", da findest du einiges erhellendes zum Thema.

TRE-Link: http://books.google.de/books?id=Whh8JgtG9XcC&pg=PA134&lpg=PA134&dq=marienverehrung+gegenreformation&source=bl&ots=z94_0YlPc3&sig=N4jwSQZ_7WM9SxtwNHjyhDhPeJg&hl=de&sa=X&ei=lbraU8C3NIPB7AbU-YDIBw&ved=0CGMQ6AEwCQ#v=onepage&q=marienverehrung%20gegenreformation&f=false

Juliasophie1997 01.08.2014, 20:25

Vielen dank! War sehr hilfreich!:))

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München blieb von den Reformationskriegen verschont. Deshalb lies der damalige Fürst zum Dank die Mariensäule errichten. Darum ist wohl auch Maria die Patronin Bayerns und wird dort eben mehr verehrt als in anderen Gegenden.. Es war auch üblich, wenn Orte, Dörfer usw. von der Pest, Krieg, Hunger usw. verschont blieben irgendwelche Kapellen, Feldkreuze oder Statuen zu errichten. Die stehen teilweise auch heute noch.

wie alle kriege, hatten auch die reformationskriege stark politische seiten. bezieh das doch mal in deine arbeit mit ein, mach dich darüber schlau.

maria wird von katholiken hoch verehrt (heiligenschein ...), was sich von ihrer stellung in den evangelischen lehren unterscheidet. und eben dieser unterschied wurde herausgestellt, um das volk enger zusammenzuschließen.

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