Gegenargumente für Atomkraft?

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4 Antworten

Naja, du kannst ihn fragen, warum er für Atomkraft ist, oder du kannst dich fragen, warum du dagegen bist. Bist du dagegen, weil es gerade angesagt ist, dagegen zu sein? Oder hast du auch Argumente? Ist er dafür, weil er gerne gegen den Mainstrem ist oder hat ER Argumente?

Auf der emotionalen Ebene kann man niemand überzeugen, er dir nicht und du ihn nicht.

Zu den typischen Gegenargumente, die sind leider wenig stichhaltig. Aber sie werden von Greenpeace, die Grünen, usw. sehr laut vorgetragen. Außerdem ist die Berichterstattung in Deutschland sehr einseitig. Dies hatte u.A. zur Folge, dass nach dem Unfall in Fukushima in Deutschland hamsterartig Geigerzähler gekauft wurden. Leider hatte keiner den Leuten erklärt, wo Japan liegt...

Wenn man sich an die Fakte hält:

* Durch Atomkraft ensteht pro kWh sehr wenig CO2. Die einzige andere Energieerzeugungsart für die das zutrifft UND immer verfügbar ist, ist Wasserkraft. Siehe hier: http://www.co2-emissionen-vergleichen.de/Stromerzeugung/CO2-Vergleich-Stromerzeugung.html

* Die Zahl der Todesfälle pro TWh sind für Atomkraft niedriger als für jede andere Energieerzeugungsart, inkl. erneuerbare Energien (siehe hier: http://nextbigfuture.com/2011/03/deaths-per-twh-by-energy-source.html)

* Der Tsunami in Japan in 2011 hat natürlich Ängste geschürt. Klar haben dann viele noch lauter geschrieen, alle AKW abzuschalten. Allerdings: Strahlentote gab es in Japan keine. Und da soll man sich fragen "könnte sowas in Deutschland auch passieren?"

Nach Fukushima haben wir gesehen, welche brutale Naturkraft notwendig ist, ein westliches Atomkraftwerk in die Knie zu bringen. Die anderen AKW, u.a. das Kraftwerk Fukushima-Daini, haben die schwerste Naturkatastrophe Japans praktisch unbeschädigt überstanden. Muss man dann Angst haben um die AKW in Europa, wo bekanntlich solche extreme Naturereignisse nicht stattfinden können? Nur zur Vergleich: Das stärkste in Deutschland bekannte Erdbeben fand 1756 in Düren statt mit 6,4 auf der Richterskala. Der "Great Japan Earthquake" hat etwa 5000x mehr Energie freigesetzt als dieses Erdbeben.

* Das Atommüllproblem ist ein teilweise ein selbstgemachtes Problem. Die Atomkraftgegner behaupten, das Problem KANN man nicht lösen, weil man Atommüll 170.000 Jahre lagern muss und wer kann schon eine so lange Zeit sicherstellen. Klar, so kann man das nicht lösen, wenn gerade die Pyramiden nicht mal 5000 Jahre alt sind.

Dabei ist man gerade dabei das Problem zu lösen. Wie man hier: https://ec.europa.eu/research/press/2009/pdf/fisa/knebel.pdf lesen kann, ist es bereits auf kleiner Skala technisch möglich, die Aufbewahrungszeit von radioaktiven Abfall von 170.000 auf 330 Jahre zu verkürzen und dabei gleichzeitig noch Strom zu produzieren. Solange man aber auf dem Standpunkt beharrt, man muss das Abfall 170.000 Jahre lagern, wird es keine Lösung geben.

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Wie man sieht, spricht einiges für die Atomkraft. Es ist aber jedermanns gute Recht dennoch dagegen zu sein, weil es sowas wie "absolute Sicherheit" nicht gibt. Ist ein Restrisiko akzeptabel, wenn es wahrscheinlicher ist, durch Meteoriteneinschlag als durch AKW-Havarie zu sterben?

Muss jeder für sich beantworten. Man kann gegen alles sein: Gegen Windkraft wird auch demonstriert, gegen Stromtrassen sowieso, Stauseen kann man in Deutschland erst recht nicht bauen und wenn die Solarzellen ihre beste Zeit hinter sich haben und entsorgt werden müssen, will bestimmt auch niemand den Sondermüll haben. Nur, Strom soll ja irgendwo herkommen...

Und egal ob Fan oder Kritiker, man soll vermeiden eine starke Meinung von irgendwas zu haben, wenn man die Argumente der Gegenseite nicht versteht oder nicht mal kennt.

Gegen Atomkraft kann man nicht haben, das ist eine Naturkraft. Aber man kann was gegen die Erngerigiegewinnung durch Atomkraftwerke haben. Das haben nur die Dummen. In vielen Ländern werden neue solche Kraftwerke gebaut, Zur Zeit ca. 70 sind im Bau. Nur die Deutschen, die die beste Technik haben dafür, die sind zu blöd dazu.

Kommentar von Hefti15
05.02.2016, 21:00

Ich bin jetzt ein wenig älter und kann aus meiner Lebenserfahrung heraus sagen, wer es nötig hat, andere als "die Dummen" zu bezeichnen, der schaut i.d.R. in den Spiegel...

Das sich ein Gesellschaft von dieser Technik abwendet u.a. weil da Müll entsteht, der hochgefährlich ist und noch Millionen von Jahren strahlt, ist doch lobenswert.

Und zu dem Thema "viele Länder" bzw. "die Dummen": Viele Länder haben noch die Todesstrafe, kein Wahlrecht für Frauen, keine Religionsfreiheit.

Wir intelligenten Menschen in Deutschland wollen das trotzdem nicht....

Ich muss auch aus einem anderen Grund lachen. Ich finde es immer süß, wenn die Leute eine Entwicklung nicht mitbekommen. In England soll z.B. eine Atomkraftwerk gebaut werden. Der Betreiber möchte dafür eine garantierten Abnahmepreis für den Strom / Laufzeit, der höher ist, als die modernen Kraftwerke / Anlagen für erneuerbarer Energie.

Tatsächlich hat sich diese Technik überholt. Während jedes Jahr die "erneuerbarer Energiequellen" billiger und effektiver werden, gibt es bei den Atomanlagen nur noch einen Stillstand.

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Menschen mit Überzeugungen versuchen zu Überzeugen ist absolute Zeitverschwendung.

Und jemanden der sich bisher resistent gegen alle Berichterstattung in Verbindung mit Atomkraft gezeigt hat sowieso.

Der ganze Müll... und was passiert, wenn ein Atomkraftwerk explodiert?

Guck dir Fukushima an ...

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