Gegen was kann ein Grafikdesigner verstoßen und welche Folgen hat ordnungswidriges Verhalten?

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3 Antworten

Plagiat
Wenn der Grafikdesigner etwas kopiert, was schon ein anderer gemacht hat. Das ist aber manchmal schwer zu entscheiden. Es wird immer Details geben, die schon ein anderer so oder ähnlich gemacht hat.

Urheberrechtsverletzung
Wenn der Grafikdesigner Zeichnungen oder Fotografien oder Schriften von anderen einsetzt, für die er keine Lizenz hat.

Vertragsbruch (Nutzungsrecht)
Wenn er einem Kunden ein ausschließliches Nutzungsrecht (z. B. für ein Bild) verkauft hat und das Bild noch jemand anderem verkauft oder es selbst benutzt (Ausnahme: er darf es zur Eigenwerbung zeigen; mit Angabe des Nutzungsrechts-Inhabers).

Bruch der Sorgfaltspflicht
Wenn er schlampig arbeitet und dann z. B. Produktfarben falsch gedruckt werden.

Verrat von Firmengeheimnissen.
Ein Grafikdesigner kennt neue Produkte seines Kunden schon lange vor der Markteinführung. Schließlich muss er die Werbung fertig gestaltet haben, bevor das Produkt in den Verkauf kommt. Darum muss er sich verpflichten, über seine Arbeit Stillschweigen zu bewahren und nichts an die Konkurrenten seines Kunden zu verraten.

Unlautere Werbung und Verstoß gegen die guten Sitten
Darunter fällt die Verleumdung von Personen und Firmen, Pornografie, Werbung für verbotene Parteien und Gruppen, Aufrufe zu Hass und Gewalt und ähnliches. Ein Grafikdesigner kann sich nicht damit herausreden, er hätte ja schließlich nur eine Auftragsarbeit ausgeführt. Er ist zumindest teilweise mitverantwortlich für das, was er gestaltet.

Die Folgen für den Grafikdesigner sind Prozesse nach Zivilrecht, in denen er auf Schadensersatz verklagt wird.
Beim letzten Punkt muss er zudem mit einer Strafanzeige und mit Anklageerhebung durch einen Staatsanwalt rechnen. Das wird dann nach dem Strafrecht verhandelt.

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Fragen des Markenrechts. Der eigentliche "Täter" ist meist der Auftraggeber, der sich dann aber an den Grafiker hält, nach dem Motto: Warum bietest du mir hier etwas an, was einen Verstoß gegen das Markenrecht darstellt.  Es reicht die Verwechslungsgefahr. Die Folgen sind sehr erbliche Forderungen.

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Vielleicht nicht Verbreitung von Pornographie, wenn die Modells auf den Anzeigen doch zuuu wenig anhaben! ,-)

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