Gegen Demokratie!?

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Für dieses System, das in unserer Zeit u.a. von dem Politikwissenschaftler Jason Brennan vorgeschlagen wurde, spricht zunächst, dass bessere Ergebnisse zu erwarten sind.

Außerdem können die meisten Vorteile der Demokratie- namentlich: materieller und formeller Rechtsstaat, Gewalenteilung- auch in einer Epistokratie verwirklicht werden.

Die zentrale Schwachstelle dieses Systems ist aber das, was Karl Popper als entscheidenden Vorteil der Demokratie ansah: Die Möglichkeit einer gewaltfreien Ablösung der Regierung.

Bei einer Epistokratie besteht nämlich die Gefahr, dass das jeweilige Selektionskriterium missbraucht wird, um Gegner der momentanen Regierung von der politischen Mitbestimmung auszuschließen. In diesem Moment gibt es dann keine Möglichkeit zur gewaltfreien Ablösung einer Regierung mehr, was eine gefährliche Situation ist.

Diese Gefahr eines Missbrauchs müsste gebannt werden; ich sehe das aber als sehr schwierig an. Solange das nicht gelingt, ist die Demokratie das geringere Übel. 

Anmerkung: Ich würde mich zur Verbesserung der Ergebnisse der Demokratie dafür aussprechen, die allgemeine politische Bildung zu erhöhen. 

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Andere Idee...( nur als Beispiel )

Jede/r sollte sich mit seiner persönlichen Situation, der Situation der Familie, der Nachbarschaft und der Gemeinde( Kommune) beschäftigen.

Dies ist genug "Qualifikation", um eine persönliche Entscheidung und "Wahl" zu treffen,...oder ?

Es nützt mir in meiner "Assi"-Mietwohnung und in meinem Block mit 99 ähnlichen Nachbarn/Wohneinheiten rein gar nichts, wenn jemand wählen darf, der sich mit den "großen Weltproblemen" beschäftigt...

btw.:

Ironisch:

Ich habe die Lösung für ALLE Ernährungsprobleme der Welt...

Hat jemand Hunger ?

--> dann iss was !

hat jemand Durst ?

--> dann trink was !

Sooo einfach ist es gelöst....

Ironie off 

Nur, stellt sich eben für manche die Frage:

"woher soll es kommen ?"

Und diejenigen, die Zeit haben, sich zu "qualifizieren" müssen sich meist solche Fragen nicht stellen... aber im "Rat geben" wären sie sicherlich gut... :-)

Genau. Wer kein Brot hat, soll gefälligst nicht rumlamentieren, sondern...

...Kuchen essen.

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Am Ende wollen alle nur ihre schon bestehende Meinung bestaetigt haben - das waere im Fall von Philosophenherrschaft nicht anders.

Nicht weil die Leute dumm sind, sondern weil wir so konstruiiert sind: wenn wir etwas lesen, das unsere Meinung bestaetigt, wird ein Glueckshormon ausgeschuettet, und im gegensaetzlichen Fall ein Hormon, dass uns aggressiv macht. Das ist beim gemeinen Volk nicht anders als bei den Philosophen.


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