Gegen Ausgebranntheit

...komplette Frage anzeigen sad - (Medizin, Psychologie, Selbsthilfe)

7 Antworten

Kommt darauf in welcher Burnout Phase du bist. Würde dir einen FA für Neurologie/Psychiatrie empfehlen. Häufig geht es gerade anfangs ohne Medika nicht! Wichtig ist auch ein aktuelles BB zu machen um eine Hypo oder Hyperthyreose auszuschließen, weiters ist es auch wichtig die Elektrolyte in deinem BB anzuschauen. Psychotherapie kann ich auch empfehlen... Um ausgebrannt zu sein musste man zuvor für etwas brennen, wenn du weist was ich meine ?! Unten sind die 12 Phasen des Burnouts aufgelistet...

  1. Der Zwang sich zu beweisen

Dieses Stadium im Burnout-Zyklus ist am schwierigsten zu erkennen, da der Wunsch erfolgreich zu sein, im Grunde positiv ist. Gewinnt der Wunsch jedoch zuviel an Dynamik und wird die Verbissenheit zu stark - wird der Wunsch zum Zwang, ausgelöst durch übertriebene Erwartungen an sich selbst.

  1. Verstärkter Einsatz

...entsteht häufig aus der Angst die Kontrolle zu verlieren. Sorgfalt, Perfektionismus und Engagement werden zwanghaft. Ebenfalls typisch für diese Phase ist die Unfähigkeit zu delegieren.

  1. Subtile Vernachlässigung eigener Bedürfnisse

Die Arbeit bzw. Ihre Aufgabe hat Sie voll im Griff. Die kleineren alltäglichen Pflichten und Freuden empfinden Sie als lästig und störend. Zum Beispiel werden Pausen als überflüssig erachtet, die Ernährung als nebensächlich angesehen oder der Körper vernachlässigt.

  1. Verdrängung von Konflikten und Bedürfnissen

Sie bemerken zwar, dass etwas ganz und gar nicht mehr stimmt und die Vernunft sagt Ihnen, dass Sie zurückfahren müssen aber Sie stellen immer wieder Ihre Bedürfnisse hinter den Anforderungen an das 'Große Ziel' zurück. Die Heimlichkeiten und das Zurückziehen beginnen, denn niemand darf wissen, wie es Ihnen wirklich geht. Häufig entstehen in dieser Phase Süchte.

  1. Umdeutung von Werten

Emotional ist diese Phase von Desorientierung geprägt. Ein häufiger Auslöser ist hier ein gestörter Zeitbegriff. Die Belastung, der Druck ist jetzt so hoch, dass Vergangenheit und Zukunft ausgeblendet werden müssen und nur die Gegenwart zählt. Dadurch geht die Relativität der Ereignisse verloren, Wichtiges ist von Unwichtigem nicht mehr zu trennen.

  1. Verstärkte Verleugnung auftretender Probleme

Die Verleugnung ist hier als Schutzmechanismus zu verstehen und ist zumeist ein unbewusster Prozess. Die Verleugnung verschleiert den Burnout-Prozeß. Die subtilen Vernachlässigungen der persönlichen Bedürfnisse verstärken sich, wie auch der Zynismus.

  1. Rückzug

Die Gefühle von Hoffnungslosigkeit und Orientierungslosigkeit nehmen überhand. Die Desillusionierung und emotionale Verflachung ist vorherrschend und Sie ziehen sich vor sich selbst und der Welt zurück.

  1. Beobachtbare Verhaltensänderung

Der Rückzug verstärkt sich noch weiter und Sie fühlen sich von jeder Zuwendung angegriffen. Die Unterscheidungsfähigkeit ist weitgehend gestört, was Unterstützung, Aufmerksamkeit und Nähe angeht.

  1. Depersonalisation

Hier entsteht der Verlust des Gefühls für die eigene Persönlichkeit und damit geht auch der letzte Rest des Erkennens eigener Bedürfnisse verloren. Daraus folgt eine tiefe Selbstverneinung, die sich auf den eigenen Körper und die eigene Person bezieht.

  1. Innere Leere

In dieser Phase entstehen häufig schwere Phobien und Panikattacken. Das Gefühl der inneren Leere ist kaum zu ertragen, die Betroffenen fühlen sich nutzlos, ausgezehrt, erledigt - kurz, einfach fertig. Um diesen Zustand noch halbwegs auszuhalten, es gibt noch immer den schwachen Wunsch irgendwie aufzutanken - wird hier häufig zu Drogen und Aufputschmitteln gegriffen.

  1. Depression

An diesem Punkt ist einem einfach alles egal. Die Verzweiflung und die Erschöpfung haben das Ruder vollends übernommen und sind oft die einzigen wahrnehmbaren Gefühle. Die Initiative und Motivation sind am Nullpunkt angekommen, die Depression ist manifest geworden. Ein starkes Symptom ist hier der Wunsch nach Dauerschlaf - erste Suizidgedanken tauchen auf.

  1. Völlige Burnout-Erschöpfung

Die geistige, emotionale und körperliche Erschöpfung wird hier lebensgefährlich. Es gibt kein 'Ich' mehr, die ursprünglichen Zwänge haben sich aufgelöst und damit der Sinn weiterzuleben. Häufig bricht hier auch das Immunsystem zusammen. Dieses Stadium ist eine ernsthafte Krise! Bitte lassen Sie sich helfen - es handelt sich um einen absoluten Notfall!

Prada3 26.01.2013, 10:18

Ein FA kann dich auch in eine Spezialklinik für Burn out überweisen wo du dann mehrere Wochen dort behandelt wirst.

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Gibt da leider zu viele Ursachen um das so pauschal sagen zu können. Wenn du einfach überarbeitet bist durch viele überstunden kann nur Urlaub helfen. In anderen fällen genau das gegenteil. Man ist ausgebrannt weil der alltag eintönig ist da hilft es vielleicht sich ein neues hobby zu suchen evtl eine neue Sportart anfangen.

Das Burnout Syndrom ist eine neudeutsche Beschreibung von Depressionen. Depressionen sind immer eine Missverhaeltniss zwischen dem was mein sein will und dem was man ist. Man hat eine bestimmte Vorstellung im Kopf wie das Leben sein sollte. Fun, viel Freunde, viel Geld, einen tollen Lebenspartner und einige Kinder nebst Haus im Gruenen. Wie in der Werbung. Aber die eigene Realitaet sieht verhehrend aus. Nichts von alledem. Kein Erfolg, keine Frauen/Maenner, die einen anhimmeln, Leere wohin das Auge blickt und das vielgepriesene Glueck weit entfernt. Da hat man Jahre in das Glueck investiert und es kommt doch niemals. Warum? Weil es das Glueck da draussen einfach nicht gibt. OK, hat einem ja keiner gesagt, das man es nie finden wird. Aber warum nicht? Weil schon Jahrhunderte immer die gleichen Geschaefte mit der Glueckssuche, dem Gefuehl des Nicht Vollkommenseins, gemacht wird. Also fahren wir alles auf Null. Und nun orientieren wir uns nicht mehr im Aussen, welches verheissungsvoll den Erfolg verspricht und doch niemals eintritt, sondern machen eine Reise ins Innerste, in dein Ich. Denn dort lauern all die Erfuellungen, die dir im aussen versprochen worden sind. Versuche es mal. Viel Glueck.

Vielleicht viel mit Freunden unternehmen oder Sport machen, etc. Sich ein neues Hobby suchen, mit jemanden über sein Problem reden (muss ja nicht unbedingt gleich der Arzt sein) und sich auch einfach mal entspannen und etwas für sich tun.

Schwierig, da es auf den individuellen Fall ankommt. Mehr Entspannung, gesund ernähren, Sport, Lebensumstände ändern (sind nur einige Tipps).

hallo. als erstes fällt mir spontan eine Kur ein--du gehst zu deiner KK und holst dir einen Antrag...dann zum Doc usw

da ich ja nicht weiß-wie alt du bist-----würd ich dir raten im Job kürzer zu treten--solltest du zur schule gehn-geht das leider nicht:-)

Geh an dir frische Luft--mindestens eine h am Tag-auch bei der Kälte..... Es könnte auch ein Eisenmangel oder B12 Mangel vorliegen... laß dein Blut überprüfen ...etc... alles gute

Dann solltest du eine Kur beantragen!

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