Gegenargumente zu verpflichtendem Schulbesuch in einem KZ?

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11 Antworten

Sorry, mir fallen spontan kaum welche ein... es sei denn, dass man die Schüler für noch zu jung hält. Wir haben das in der zehnten Klasse gemacht und so hart es auch war, sich das anzuschauen, bin ich der Meinung, dass es für einige in meiner Klasse ein "heilsamer Schock" war.

Gerade wenn ich mich heutzutage mal umhöre, wie lapidar rechte Parolen und so ein Dreck herumposaunt werden, sind solche Exkursionen wichtiger denn je. Man sollte aus der Vergangenheit lernen...

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 20:57

Und was genau lernst du aus der Erfahrung? Eine 0815-Lehre die du hoffentlich auch schon vor dem KZ-Besuch verstanden hast.

Inwiefern das mit aktuellem politischen Vorkommnissen zu tun hat, ist mir ebenfalls schleierhaft.
Oder möchtest du eine Verpflichtung zum Besuch von Monumenten der Verbrechen jeder einzelnen politischen Gruppierung?

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 21:17

Mit dieser Art von "Geschichtsverständnis" hab ichs nicht so. Verbrechen gibt es immer und wird es immer geben. Ob das deutsche gegen Juden oder die amerikanischen Befreier sogar noch danach mit ähnlichen Experimenten bei den "minderwertigen Schlitzaugen" waren. Was genau man daraus lernen soll, abgesehen davon das scheußliche Verbrechen allgemein eben scheußlich sind, kann ich nicht nachvollziehen.

Weshalb man das immer so stark beschränken muss, entzieht sich meiner Vorstellung einer tatsächlich liberalen Aufklärung gegen Verbrechen und geht eher in Richtung politischer Prägung.

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Gegen eine Verpflichtung dazu, fällt mir zunächst eins ein: Man kann niemanden zum Besuch irgendeines Monuments verpflichten, ganz egal ob es ein Tesla Museum oder KZ ist.
Des weiteren tut sich die Frage auf was genau das KZ hervorhebt, immerhin kommt dieses eher der Verurteilung einer politischen Gruppe nahe. Richtiger fände ich eine allgemeine Position gegen sinnlose Gewalt (-Verherrlichung), z.B. den Besuch eines Denkmals der Schlacht von Verdun.

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Der einzige wirklich legitime Grund wäre eventuell, dass eine Schulklasse nicht alt genug ist um damit konfrontiert zu werden.

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 21:11

Oder das man einfach keine Lust hat. Zwang ist nie eine Lösung, höchstens wenn man seine extreme Politik nur so durchsetzen kann.

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 22:14

Nein, Schulpflicht ist die Versicherung zum Eintritt in das Sozialsystem als Grundbaustein für das Engagement selbst durch einen Beruf etwas beizutragen ;).
Auch wenn man das natürlich ummodeln kann, ist das Prinzip dahinter: Nur wer mindestens zur Schule geht, bekommt den Mindestlohn oder mindestens eine staatliche Lebenshaltungsfinanzierung.

Eine KZ- Besuchs Pflicht würde dagegen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar sein, bzw. nur schlecht gerechtfertigt.

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 22:38

Hier geht es nicht um die Sinnhaftigkeit des Besuchs selbst sondern darum ob es Pflicht sein sollte.
Dazu kann ich nur sagen das der Besuch kein Vorrückungspflichtiger Termin sein darf.

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Komme deiner Schulpflicht nach, wozu auch der Besuch eines KZs gehört und gut iss.

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Man könnte die Schüler damit schocken. Sie könnten aus ihrer heilen Welt geholt werden...

Ne, abgesehen davon fällt mir nichts ein!

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Kommentar von DUHMHAITTUHTWEE
18.04.2016, 19:57

Als ob alle Schüler in ihrer heilen Welt leben würden.Es gibt auch intelligente Schüler , dienet so dumm sind & denken , dass leben sei schön , nur weil es in der Bravo steht XD ... Ich mein .. Just sayin'

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Das einzige, was mir spontan einfallen würde, wäre, dass es manche vielleicht überholt finden und dass man das Thema ruhen lassen sollte?

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Meiner Meinung nach keine. Das ganze Thema und das Ausmaß des Nationalsozialismus wird einem erst wirklich bewusst, wenn man mal in so einem Lager war.

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Kommentar von ArnoldBentheim
18.04.2016, 20:13

Nein, das nun nicht. Es genügt, sich überhaupt mit dem Thema seriös zu befassen!

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Kommentar von Fennek4x4
18.04.2016, 21:31

Eben. Mehr als Stein ist in den KZ nicht. Wer sich ansatzweise mit der Thematik von internationeler Folter auseinandersetzt, hat schon wesentlich grausamere und denkwürdigere Dinge durchlebt.

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"Ich will da nicht hin, da sind schon so viele Menschen gestorben , ich würde ne Panikattacke kriegen."

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Also für mich war es keine Pflicht, wir haben solche Exkursionen gar nicht gemacht. 

Denke auch nicht, dass es Teil des Lehrplans ist, sondern mehr ein "nice to" was Lehrer gerne Zeigen wollen. 

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Kommentar von medmonk
18.04.2016, 20:35

Also für mich war es keine Pflicht, wir haben solche Exkursionen gar nicht gemacht. 

Wir auch nicht und im nachhinein sage, das es Pflicht hätte sein müssen.  

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Kommentar von LolleFee
19.04.2016, 10:57

"nice to"? Ich überlege gerade, ob Erfahrungen und Erlebnisse auch zu einer bewussteren Wortwahl führen können.

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Hi. 

Aus meiner Sicht gibt es kein Gegenargument. 

Gruß, earnest

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Keine!

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