Gegen Anzeige wehren?

6 Antworten

Auch wenn Deine Geschichte stimmt, bist letztlich Du allein dafür verantwortlich das richtige Ticket zu haben.

Die 60 € sind keine Strafe sondern ein erhöhtes Beförderungsentgelt, das die Kosten die Du verursacht hast abdecken soll. Das hat aber mit strafrechtlichen Situation nichts zu tun, dafür gibt es den § 230a StGB.

Schildere die Sache so wie Du es hier gemacht hast und lasse dabei durchblicken daß Du künftig darauf achten wirst daß sowas nicht mehr passiert. Sofern Du keine Vorstrafen hast, ist es sehr wahrscheinlich daß das Verfahren eingestellt wird.

Also so wie du es schilderst gibt es kaum einen Grund für die Anzeige. Das "Verwarnungsgeld" hast du bezahlt, und offensichtlich war das alles auch kein Vorsatz. Dass du ein Ticket hattest stimmt ja sogar. Natürlich behauptest du dass du ein Ticket hast, wenn du eines hast. Dass du keines hattest ist schlicht und einfach inkorrekt. Kindertickets kosten ja auch Geld, nur weniger, es handelt sich hier also noch nicht einmal um Erschleichen von Leistungen oder Ähnliches. Einfach nur um ein Irrtum. 

Dass du zur Polizei musst ist ja nicht so schlimm. Du schilderst den Sachverhalt genau wie es war, und dann passiert dannach gar nichts mehr. Die Polizei hat Wichtigeres zu tun als armseligen Busunternehmen Geld zuzuschaufeln. Theoretisch kannst du auch einen Rechtsanwalt einschalten, was aber in deinem Fall ein bisschen overpowered wäre. Gegebenenfalls kannst du (und die Polizei) auch Aufwandsentschädigung vom Busunternehmen verlangen. Zumindest ist eine fette Beschwerde, bei denen persönlich, angebracht.

Also so wie du es schilderst gibt es kaum einen Grund für die Anzeige. Das "Verwarnungsgeld"

Kleiner Irrtum. Das was Du als Verwarnungsgeld bezeichnest ist ein erhöhtes Beförderungsentgeld, dadurch werden die Kosten die durch sein "Schwarzfahren" für das Verkehrsunternehmen entstanden sind pauschal abgedeckt.

Das hat jedoch mit der strafrechtlichen Konsequenz (§ 265a StGB) nichts zu tun.

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@Artus01

Oh, ok. Heißt, die 60€ gehen allein vom Verkehrsunternehmen aus? Und vom Staat gibt es dann das Verwarnungsgeld (hier doch sogar Bußgeld?) oder eine Freiheitsstrafe extra?

Ich dachte tatsächlich nicht, dass so etwas seperat abläuft... Danke für den Hinweis!

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@Wolverine80

Richtig, die 60 € sind nur für das Verkehrsunternehmen. Das hat mit der Strafrechtlichen Sache nichts zu tun.

Es gibt dafür auch kein Verwarnungs- oder Bußgeld. Es handelt sich um eine Straftat (erschleichen von Leistungen, § 265a StGB), dafür gibt es eine Geld- oder eine Freiheitsstrafe. In dem geschilderten Fall wird allerdings nichts großartig passieren, der Staatsanwalt wird das Verfahren sehr wahrscheinlich einstellen.

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Erklär das genauso wie uns hier.

Ne Anzeige bei Schwarzfahren ist erstmal Standard.. vielleicht wird es ja eingestellt, wenn Du dazu Stellung genommen hast.

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