Gefühle nicht Zuordnen können, nicht wissen ob richtig oder falsch

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1 Antwort

es geht nicht, nicht zu wissen, was man fühlt. Aber es kann passieren, dass man in einer Situation, im Verhältnis zu anderen Menschen weniger fühlt. Wie du beschreibst, sind bei dir Kontakte zu anderen Menschen bereits Angstbesetzt, sobald es Menschen gibt, die (nett) zu dir sind, besteht die Gefahr, das dieser (schöne) Zustand aufhört. Diese Angst bedeutet Stress und Stress ist ein Gefühlskiller, zumindestens für angenehme Gefühle. Und ja, es kann sein, dass du gelernt hast, mit realen Schmerzen psych. Schmerzen zu kompensieren, um wenigstens ein bisschen an Selbstkontrolle zu behalten. Mach dir klar, es geht auch anders. Es kann auch sein, dass man vom Gegenüber eine so große Reaktion erwartet und als normal und persönlich notwendig empfindet, weil man die kleinen Reaktionen gar nicht mehr wahrnimmt, dass dieser dann ständig überfordert wird.

Du sagst, du weißt nicht, was du willst? Das klingt nach Desinteresse und mangelnder emotionaler Beteiligungsfähigkeit oder sehr geringem Selbstbewußtsein. Und ja es klingt schon irgendwie auch nach einer unbewußten Suche nach einem Gefühl, welches so wichtig ist, das der Mangel daran, vieles andere unwiichtig werden läßt. Laß dir proffesionell helfen, dein wollen und deine Gefühle wiederzufinden.

Bis dahin denke, wer es bis jetzt mit dir ausgehalten hat kann der schlecheste Mensch für dich nicht sein, wenn du nicht mehr weißt, wie du anderen gegenüber nett sein kannst, frag sie einfach mal, dass ist allemal besser als sich mit dem Kopf und ohne gute Gefühle etwas zusammenzuspinnen, was man für nett hält, aber vielleicht auch nur völlig skurril ist.

Es ist wohl möglich, nicht zu wissen was man fühlt. Ist bei bestimmten Erkrankungen sogar recht häufig der Fall.

Abgesehen davon liegt dem wohl meist ein Mangel an Introspektionsfähigkeit zugrunde.

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