Gefühl von Einsamkeit, innerer Leere..?

4 Antworten

Vorweg: Es ist sehr schön, dass du dich bereits um eine Therapie gekümmert hast und dementsprechend einen kompetenten Ansprechpartner hast - nutze das aus und spreche dort frei über das, was dich bedrückt. Wenn die Termine nicht ausreichen sollten, ich weiß nicht in welchen Intervallen diese bei dir stattfinden, kannst du deinen Therapeuten/deine Therapeutin ebenfalls ansprechen und fragen, ob kürzere Pausen zwischen den Terminen möglich wären - sicherlich findet sich eine Lösung.

Es ist immer ein großer Vorteil, wenn man zeitlich noch festlegen kann, wann eine Veränderung sich bemerkbar gemacht hat - du sprichst von "ein paar Tagen(ner knappen Woche)". Was genau ist vor dieser Zeit passiert oder auch exakt zu diesem Zeitpunkt? 

Du gibst am Ende den Hinweis, dass du dich aktuell "finanzielle Probleme" und die Arbeitslosigkeit plagen. Gab es eventuell zu diesem Zeitpunkt etwas, was damit in Verbindung steht? Einen Brief, eine Absage, eine Äußerung von Verwandten und/oder Freunden? Manchmal bedarf es, so erscheint es zumindest, gar nichts Großem. Es reich oftmals schon ein kleiner Impuls um, wie man so schön sagt, das Fass zum überlaufen zu bringen. Schlussendlich decken sich deine Gefühle "alleine gelassen, ungeliebt, minderwertig" zu sein mit deiner jetzigen Lebensrealität - wenn jemand auf eine sehr schroffe Art und Weise diese Gefühle bestätigt, kann dies ein tiefes Loch reißen und zu den von dir genannten Symptomen führen. 

Vielleicht fällt dir nach kurzer Bedenkzeit etwas ein, was dies ausgelöst haben könnte.

Unabhängig davon möchte ich dir ein paar Worte auf den Weg geben, denn ich befürchte, dass deine Gefühle und deine beschriebene Lebenssituation stark miteinander verknüpft sind.

Du bist kein Mensch zweiter Klasse weil du aktuell keine Arbeit und dich in einen finanziellen Engpass manövriert hast. Das ist nichts, was dich schlagartig "minderwertig" erscheinen lässt, denn passieren kann das jedem und das immer und überall. Natürlich ist es nicht gerade angenehm allerdings stehst du damit vor keinem unlösbaren Problem - es ist keine Sackgasse möchte ich sagen aber eines nach dem anderen. 

Wichtig ist vorerst der Grundsatz: Du bist nicht wertlos. Bemesse dich selbst nicht nur an deinem Lebenslauf, denn du bist weitaus mehr als dieser. 

Mit 20 Jahren stehen dir noch Tür und Tor offen - für vieles. Deine genaue Jobsituation kenne ich nicht, ich weiß nicht ob du bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast, vor hast eine anzufangen oder ähnliches. Jedoch ist für alle Fälle die Agentur für Arbeit ein passender Ansprechpartner - auch wenn sicherlich nicht jeder Sachbearbeiter einen herzlichen Eindruck macht und der Papierkram gelinde gesagt zum kotzen ist. 

Eine Möglichkeit, gerade bei anhaltenden(!) psychischen Beschwerden, ist eine berufliche Rehabilitation. Das alles läuft unter Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und ist zumindest ein Ansatz, den man bei Bedarf einmal verfolgen kann. Wie diese genau aussehen könnte, hängt immer ein wenig davon ab, was du bis zum heuten Tag schon gemacht hast. Der große Vorteil liegt darin, dass du dort in langsamen Schritten wieder an den Arbeitsalltag gewöhnt wirst und auch daran gearbeitet wird, dich langfristig arbeitsfähig zu halten. Eine Infobroschüre der Agentur für Arbeit findest du hier als PDF zum Download:

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/Merkblatt-Sammlung/MB-12-Foerderung-Teilhabe-Arbeitsleben-AN.pdf

Ansonsten steht natürlich die Frage im Raum, warum du aktuell keinen Job hast respektive findest. Wenn man da die genauen Probleme ausmachen kann, kann man auch direkt an diesen arbeiten und so den Weg für dich frei machen. Mache dich auf jeden Fall nicht unnötig fertig - du magst dich zwar mit 20 schon sehr alt fühlen und das Gefühl haben, das du längst auf eigenen Beinen stehen müsstest aber es geht vielen wie dir und es gibt Mittel und Wege das gerade zu biegen. 

Selbiges betrifft auch die "finanziellen Probleme" welche du angeschnitten hast. Abhängig davon wie umfangreich diese ausfallen und ob Freunde und/oder Familie dir unter die Arme greifen können, wäre das womöglich auch ein Fall für entsprechende Unterstützung. Erste Anlaufstellen könnte das DRK oder auch die Caritas sein, welche beide ein Schuldnerberatungsprogramm führen. 

https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/existenzsichernde-hilfe/schuldnerberatung/

https://www.caritas.de/hilfeundberatung/onlineberatung/schuldnerberatung/schuldnerberatung

Ob diese dir direkt das liefern können, was du brauchst sei dahingestellt aber zumindest hast du eine erste Anlaufstelle, bei der dir geholfen werden kann oder du zumindest weitergeleitet wirst. Auch damit stehst du am Ende des Tages nicht alleine da. Traue dich ruhig - du hast dabei nichts zu verlieren, wenn du es versuchst, außer deine dich bedrückende Lebenssituation. 

Es gibt auch noch weitere Unterstützungen, die sich im Zweifel beantragen lassen - zum Beispiel die Einzelfallhilfe. Wenn du dazu Fragen hast oder generell noch Fragen offen stehen, dann melde dich ruhig. Ich versuche noch am selben Tag so ausführlich wie möglich zu antworten - entweder hier als Kommentar oder auch privat via Freundschaftsanfrage. Behalte auf jeden Fall im Hinterkopf: Du bist nicht alleine mit deinen Sorgen.

Ich kenne die Gefühle die du beschreibst sehr gut und sie sind eine wahre Plage. Mit den richtigen Schritten wird man sie aber langsam aber sicher wieder los und die "schwarze Wolke" bricht langsam wieder auf.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute auf deinem weiteren Weg und wenn du neben GuteFrage noch ein offenes Ohr suchst, dann ist die TelefonSeelsorge immer ein guter und kompetenter Ansprechpartner. Selbst wenn du jetzt nicht dort anrufst - speichere dir die Nummer ab. Vielleicht brauchst du sie doch einmal: 0800/111 0 111 | 0800/111 0 222 | 116 123 

Liebe Grüße.

danke für die große Mühe und die Ratschläge!

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@Neukoelln11

Nicht zu danken. Wenn noch Fragen offen sind, dann melde dich einfach.

Liebe Grüße.

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Das Gefühl alleine zu sein udn niemand wirklich zu haben, fühlt sich schrecklich an, keinen Menschen zu haben der einen versteht ist
einfach nur unerträglich.

Man würde gerne weinen und kann einfach nicht und fühlt eine ständige Leere und Einsamkeit. Leider kann dir wohl keine hier direkt helfen, jedoch denke ich das es gut tut wenn du mit jemanden darüber redest der dich versteht. hast du denn jemand in deinemLeben mit dem du darüber reden könntest?

Naja eindeutige Anzeichen einer schlimmen depressiven Phase
Wenn du suizidgedanken bekommst oder hast dann kannst du sofort wieder zu einem Arzt gehen oder dich direkt einweisen lassen dann wird dir geholfen
Dadurch das du arbeitslos bist würde sich es sowieso anbieten die Zeit damit zu nutzen eine stationäre Behandlung zu machen
Vielen hilft das wirklich sehr
Ich persönlich kann dir nur empfehlen unter Leute zu gehen
Du spürst ja selber das du nicht allein sein kannst
Du bist nicht allein. Niemals. Es gibt viele Menschen denen es so geht
Du bist weder schwach noch unnütz minderwertig noch sonst irgendwas
Du bist ein ganz normaler Mensch der einfach nur krank ist
Dafür kannst du nichts.
Wenn ich dir sonst irgendwie helfen kann dann melde dich einfach :)

Ganz wichtig! Du bist nicht alleine und es wird wieder eine bessere Zeit kommen! Das Leben hat schlechte Seiten! Nimm es dir nicht!

wow.. vielen Dank für die lieben Worte!

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Melde dich wenn du noch bisschen reden magst :)

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