Gefahr KLIMAWANDEL!?

17 Antworten

Vorweg eine Erderwärmung, ist nicht wegzudiskutieren.

Jedoch ist der Klimawandel eines der geringsten Problem die unser Ökologie überhaupt aufweist. Auch darf man nicht vergessen, das dies Thema viel zu umfangreich ist, um es hier in einer kurzen Antwort zusammenzufassen.

Die größten Probleme die ich sehe sind Landerosion, Giftstoffe und Chemische begleit Stoffe. Dabei gilt ein in der Natur freigesetzter Stoff, wirkt  wenn überhaupt, nur recht Lokal begrenzt unmittelbar. Die meisten Stoffe reichern sich über Jahrzehnte im Erdreich oder in den Weltmeeren an, bis sie mit einen schlag extreme Auswirkungen zeigen. Hier können Verzögerungen, von einen halben Jahrhundert durchaus die regel sein. 

Bei Giftstoffen gilt die schädliche Wirkung steigt massiv an, da es sich oft um Stoffe handelt, welche in der Natur keine Natürlichen vorkommen besitzen, und somit auch nicht, oder nur sehr bedingt, abgebaut werden. 

Hinzu kommen Stoffe die in verschiedenen Materialien gebunden sind aber durch Erosion und Bakterien freigesetzt werden, was zu einer zusätzlichen Verzögerung führen kann, bis Zersetzungsprodukte oder aktive enthaltene Substanzen, Wirkung zeigen. Zum Beispiel, Kunststoffe und die darin erhaltene, und bei Zersetzung freigesetzten Hormonaktiven Stoffe. 

Die fortschreitende Landerosion ist jedoch dass größte übel, welche ganze Landstriche in unfruchtbare Regionen verwandelt, die ohne Kunstdünger Einsatz vollkommen veröden würden. Nährstoffe die normalerweise in Pflanzen und Gestein gebunden werden, werden immer schneller ausgewaschen und landen so in den Weltmeeren, wo sie wiederum Algen Wachstum begünstigen.

Die folgen sind dramatisch, und meist irreparabel.

Hinzukommen eine reihe Stoffe die nur indirekt schädliche Wirkungen zeigen, wie zum Beispiel Aromaten jeder Art, welche auf die Wahrnehmung in der Pflanzen und Tierwelt langfristig starke Auswirkungen ausüben. 

Die Klimaerwärmung ist nicht immer ganz unbeteiligt, oder ist gar die natürliche folge dieser Schäden, jedoch allein Treibhausgase dafür verantwortlich zu machen ist Naiv. Viele Faktoren werden durch eine Erwärmung, oder der vermehrten Erosion zu der sie führt, noch exponentiell verstärkt. 

Aber wenn wir schon über Klimaerwärmung und Treibhausgase reden, warum ist der größte Verursacher die Viehhaltung immer noch ein Tabuthema?

Klimawandel als solchen gibt es, seit die Erde vor etwas über vier Milliarden Jahren eine Atmosphäre bekam und sich "Wetter" bilden konnte.

Der natürliche Klimawandel vollzieht sich dabei üblicherweise im Verlauf von Jahrzehntausenden und Jahrmillionen.Die gegenwärtige, von Menschen vorwiegend durch Verbrennen fossiler Brennstoffe und der Freisetzung von Treibhausgasen verursachte globale Erwärmung, und der daraus folgende zuätzliche und beschleunigte anthropogene Klimawandel vollzieht sich dagegen deutlich schneller in Jahrzehnten und Jahrhunderten.

Als wichtigste Folge wird es global wärmer - allerdings nicht überall gleich stark und gleich schnell. So erwärmt sich z.B die Arktis vielfach stärker als der Durchschnitt. Die globale Erwärmung setzt auch nicht die üblichen Wetterschwankungen ausser Kraft: es wird weiterhin auch mal kalte Jahre geben. (Kalt allerdings dann im Vergleich zu den jeweils vorhergehenden Jahren  https://xkcd.com/1321/ :-)

Durch diese Erwärmung steigt der Meeresspiegel: einmal durch die Ausdehnung des wärmer werdenden Wassers, zum anderen durch das
Abschmelzen von Gletschern, und der Eisschilde der Westantarktis, der
antarktische Halbinsel und vor allem Grönlands - und dieser Anstieg
endet leider nicht 2100, sondern wird noch viele Jahrhunderte weitergehen. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/meeresspiegel-ueber-die-jahrtausende/

Durch die wärmeren Temperaturen kann auch mehr Wasserdampf in der Atmosphäre aufgenommen werde - bisher etwa 4% zusätzlich.
Dieses Wasser erhöht die Regenfälle dort, wo es bereits viel regnet.

Gleichzeitig verdunstet durch die höheren Temperaturen mehr Wasser von der Erdoberfläche - dort wo es trocken ist, wird es noch trockener. http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/D%C3%BCrren

In der wärmeren Atmosphäre ist auch mehr latente Energie enthalten - Unwetter werden stärker.

Durch die geringeren Temperaturunterschiede zwischen Arktis und Äquator verändert sich der Jetstream-Gürtel, was zu häufigeren Blockade-Wetterlagen und dadurch entweder längeren Hitzewellen oder Dauerrregen mit Überschwemmungen führen kann. http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/extremwetter-durch-planetare-wellen/

Aufgrund dessen steigen die Zahlen von Extremwetterereignissen an - mehr Überschwemmungen, mehr Dürren, stärkere Stürme: http://scilogs.spektrum.de/klimalounge/werden-tropenstuerme-schlimmer/

Diese Zunahme an Extremwetterereignissen lässt sich sowohl global als auch in Deutschland belegen.

Temperaturen, CO2 und Sonneneinstrahlung ab 1950 - (Menschen, Wirtschaft, Naturwissenschaft) Wetterkatastrophen in Deutschland - (Menschen, Wirtschaft, Naturwissenschaft) globale Naturkatastrophen 1980 bis 2012 - (Menschen, Wirtschaft, Naturwissenschaft)

Diese Zunahme an Extremwetterereignissen lässt sich sowohl global als auch in Deutschland belegen.

Also nicht nur ein Phänomen von steigender Reportage und Dokumentalisierung weltweit, sondern real stärker frequentierten und heftigeren Extremwetterereignisse?

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@Kajawizu

Ja. In den Grafiken sind z.B. auch geologische Ereignisse wie Erdbeben enthalten - diese haben nicht zugenommen. Wäre die Zunahme nur durch die Medien bedingt, wären diese auch angestiegen. Außerdem: Sollen echt die Wissenschaftler und die Versicherungen weltweit vor der Erfindung des Handyvideos nicht in der Lage gewesen, sein Stürme oder Dürren zu zählen? :-)

Ein anderes Problem ist die Attributierung; also die Sicherheit, mit der diese Zunahmen an Ereignissen dem Klimawandel zuzuordnen sind. Da gibt es noch Unsicherheiten, die aber immer weniger werden

http://nca2014.globalchange.gov/highlights/report-findings/extreme-weather

Hier eine aktuelle Arbeit zum Einfluss des KW auf Waldbrände in den USA:  http://www.pnas.org/content/early/2016/10/05/1607171113.abstract

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@realfacepalm

Mobiltelefone bzw. Kameras gibt es noch nicht so lange und auch nicht global, so dass qualitative Aufzeichnungsmaterialien nicht gegeben sind

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Die Menschheit wird es wohl kaum überleben. Im Netz gibt es so eine Grafik (Diagramm) wo man den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre sieht. Das sind Messdaten von Hawaii und die sollen einigermaßen den welt weiten Anstieg zeigen. Aber da sieht man gar nix, dass der Anstieg irgendwie nun ein bisschen langsamer geht oder rückläufig wäre.

Aber der Hauptpunkt sind meiner Meinung nach die Methanvorkommen in den Permafrostböden, die nun durch die Erwärmung langsam freigesetzt werden. Das ist ein sich selbst beschleunigender Teufelskreis, der nicht mehr zu stoppen ist, selbst wenn der Mensch von heute auf morgen alle Treibhausgas-Emmissionen auf Null fahren würde.

Der Teufelskreis geht so: Methan ist ein starkes Treibhausgas, folglich erwärmt sich die Atmosphäre. Erwärmt sich die Atmosphäre, erwärmt sich der Permafrostboden. Erwärmt sich der Permafrostboden wird mehr Methan freigesetzt. Wird mehr Methan freigesetzt erwärmt sich die Atmosphäre stärker. Usw., usw..

Wenn sich als Folge dieses Vorgangs auch noch die Meere immer mehr erwärmen, werden riesen große Lagerstätten von Methangashydraten in der Tiefsee in die Atmosphäre ausgasen. Dann wird es irgendwann so warm auf der Erde, dass es heißt, aidios muchachos.

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