Gefängnis Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt?

5 Antworten

Klar sind Gefangene auch Lohn- und ggf. Kirchensteuerpflichtig und müssen ggf.auch Soli zahlen. Da aber das Einkommen so gering ist, werden keine Steuern fällig.

Der "Knastlohn" muß nicht versteuert werden, egal, wie hoch er ist. Außerdem wird ja viel mehr für die Abeit bezahlt, üblicherweise Tarif, aber der Großteil des Geldes trägt zum Unterhalt im Knast bei, d.h. das kassiert die Haftanstalt.

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... ja, natürlich (wenn denn eine fällig wird), warum denn auch nicht? Sitzen ist kein Befreiungsgrund, so lese ich die Spielregeln.

Wer im Gefängnis sitzt, kann durchaus noch steuerpflichtige Einkommen haben. Warum sollte er für diese Zeit steuerbefreit sein?

Aber gilt Gefängnis als Wohnsitz?

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@Barca219

Nicht zwangsläufig. Man kann seinen Wohnsitz behalten, z.B. seine Miete weiterzahlen, in der Ehewohnung gemeldet bleiben  oder bei irgendjemandem gemeldet sein. Oder man besitzt eine Wohnung etc.  

Jemand, der trotz JVA-Aufenthalt ein steuerpflichtiges Einkommen bezieht, wird sich auch nen Wohnsitz leisten können. Bei kurzzeitigen Aufenthalten zahlt sogar das Sozialamt die Miete weiter und man behält seinen Wohnsitz.

Und nein, eigene Erfahrung hab ich da nicht, aber ich mache seit 30 Jahren Gefangenenarbeit, da kriegt man sowas mit.

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@Bitterkraut

 "normalsterbliche" Gefangene werden zwangsumgemeldet bei längeren Aufenthalten...

die Privilegien genießen wie immer nur die mit den dicken Brieftaschen

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@Googleblitz

Nicht nur. Ich kenne auch Langzeitgefangene, ohne dicke Brieftasche, die bei ihrer Familie/Ehewohnung gemeldet bleiben.

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