Gefälschter Stundentenausweis - Vorladung?

7 Antworten

Wieder mal ein klassische Beispiel dafür das man am Besten gar nichts sagt. Das Ganze Drumherum mit dem Sportkurs weiß die Polizei ja noch nicht und Du mußt es auch nicht sagen. Bevor Du Dich nun durch eine geschickte Befragung noch weiter reinreitest sag besser überhaupt nichts.

Bei der Polizei brauchst Du zum Aussagetermin gar nicht erscheibnen und solltest auch einfach wegbleiben. Wenn dann eine Anklageschrift und später ein Verhandlungstermin kommt, so mußt Du zu diesem Termin erscheinen. Du mußt dort Angaben zu Deiner Person machen, aber ansonsten darfst Du weiterhin schweigen.

Möglicherweise kommt aber auch eine Einstellung, evtl in Verbindung mit einer Geldauflage, oder eben ein Strafbefehl. Bei einem Strafbefehl achte nur darauf ob die Tagessätze nicht zu hoch angesetzt sind, bei Dir als Student dürfte das nicht viel sein. Wenn der Tagessatz zu hoch ist kannst Du einspruch einlegen und diesen dann auf die Höher der Tagesätze beschränken.

Geh hin und erwarte deine Strafe. Bei nur ein mal Schwarz fahren, kommt es aber nicht gleich zur Gerichtsverhandlung. Du wirst sicher noch wegen Urkundenfälschung herangezogen.

Dann solltest du gar nichts sagen. Zu sagen, dass du dir den Ausweis extra angefertigt hast, um damit Leistungen (Sportkurs) zu erschleichen, wäre alles andere als klug.

Außerdem: Geldstrafen werden nach Tagessätzen berechnet, also nach dem, was einer verdient..


Aber wie sagt man "gar nichts" bei einer Vorladung? Ich hab da echt Respekt vor..

0
@lilla90

Du musst nur Angaben zu Vor-, Familien- und Geburtsname, Geburtstag, Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Beruf und Staatsangehörigkeit machen. Mehr nicht. ("Weitere Angaben möchte ich nicht machen.") Und wenn es eine Vorladung der Polizei (nicht der StA) ist, brauchst du auch gar nicht hinzugehen.

1
@Hoegaard

Und Schweigen gilt dann nicht als Schuldeingeständnis oder wirkt sich negativ aus?

0
@lilla90

Schweigen ist das Recht jedes Beschuldigten und nicht ungewöhnlich. Es ist auch der Tipp, den Anwälte für den Beginn eines Verfahrens immer geben. Irgendwelche negativen Schlüsse aus dem Schweigen zu ziehen, ist dem Richter verboten.

Aber: wenn, dann auch konsequent!

Insbesondere darf beim Schweigen des Angeklagten das Gericht nicht vermuten, der Angeklagte habe etwas zu verbergen. Anders ist die Lage, wenn der Angeklagte Aussagen macht. Dann darf sein Schweigen bei weiteren Befragungen durch Gericht und Staatsanwaltschaft zu negativen Schlussfolgerungen führen (Wikipedia)

0

Was möchtest Du wissen?