Gefälschte Kündigungsschreiben?

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15 Antworten

Also in probezeit kann er ohne Angabe von Gründen gekündigt werden.

Allerdings muss eine gewisse Form bewahrt sein und ohne Unterschrift eines berechtigten, würde ich mal hingehen in den Betrieb und nachfragen was da los ist.

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Eine Kündigung ohne Unterschrift ist ungültig.

Wie sieht das Schreiben denn aus? Ist es das "richtige" Briefpapier (mit Briefkopf, Label, Logo...)?

Dein Freund sollte unbedingt in der Firma nachfragen. Fälschungen gibt es immer wieder.

Wir hatten vor ein paar Jahren bei uns im Betrieb einen Mitarbeiter der hat mit der Post auch eine "Kündigung" bekommen. Die war auf Briefpapier des Betriebs geschrieben und die Unterschrift des Geschäftsführers wurde gefälscht.

Der Kollege kann nicht so gut deutsch und fiel aus allen Wolken. Er hat sich dann erkundigt, man hat das Schreiben gelesen und es fiel schon am Schreibstil auf, dass hier etwas nicht stimmen kann.

Da gab es auch jemanden, der diesen Kollegen schocken und verunsichern wollte. Es wurde dann auch Anzeige gegen Unbekannt gestellt, der Autor wurde aber leider nie gefunden.

Wenn Dein Freund nicht mehr in der Probezeit ist, kann er sowieso nicht so leicht gekündigt werden, egal ob diese Kündigung vom AG kommt oder nicht.

Er soll sich jetzt nicht verunsichern lassen (obwohl das leicht gesagt ist), ohne Unterschrift gilt eine Kündigung sowieso nicht.

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Ein Kündigungsgrund muss in einem Kündigungsschreiben nicht angegeben werden, sollte man aus taktischen Gründen aus Arbeitgebersicht auch besser tunlichst vermeiden. Es muss lediglich objektiv ein Grund bestehen.

Unterschrieben sollte das Schreiben allerdings schon sein, da es sonst generell nicht wirksam ist.

Ich würde vorschlagen, dass der Freund einfach mal bei dem Chef oder in der Personalabteilung nachfragt, ob da tatsächlich eine Kündigung erfolgte, die sollten das wissen. Und wenn die das nicht bestätigen können, sollte ihm spätestens nach Vorlage des Schreibens durch den Betrieb schriftlich bestätigt werden, dass das nicht von ihnen stammt und das Ausbildungsverhältnis ganz normal weiterbesteht.

Andernfalls sollte der Freund schnellstmöglich Kündigungsschutzklage erheben um die Gründe für die Kündigung zu überprüfen. Die Klage muss binnen drei Wochen nach Zugang der Kündigung beim Gericht eingegangen sein, sonst wird die Kündigung möglicherweise auch so wirksam.

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Kommentar von kevin1905
19.08.2016, 11:41

Dass einem Azubi i.d.R. aber nicht ordentlich gekündigt werden kann, ist aber klar oder?

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Kommentar von ChristianLE
19.08.2016, 11:47


Ein Kündigungsgrund muss in einem Kündigungsschreiben nicht angegeben werden, sollte man aus taktischen Gründen aus Arbeitgebersicht auch besser tunlichst vermeiden.

Vorsicht! Hierbei handelt es sich um eine außerordentliche Kündigung eines Auszubildenden, welche zwingend begründet werden muss (nach Beendigung der Probezeit).


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zulässig schon, nur ist ein solches Schreiben irrelevant - es hat keinerlei rechtliche Gültigkeit

die eigenhändige Unterschrift vom Chef fehlt

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Das einfachste wäre, so bald wie möglich in der betreffenden Firma nachzufragen. Im Personalbüro, der Buchhaltung, oder beim Chef persönlich. Wenn da der Konkurrent quergeschossen hat, sollte das so festzustellen sein. Ist ein Bearbeiter-Vermerk drauf? Das wär echt eine starke Nummer, wenn ein Mitbewerber so weit gehen würde....

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Kommentar von Furino
19.08.2016, 12:46

Das einfachste wäre, so bald wie möglich in der betreffenden Firma nachzufragen.

Eben, das Einfachste, Simpelste tut man nicht und läßt andere hier rumrätseln.

Mit mir nicht, bin kein Butler!

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§ 623 BGB fordert die Schriftform

§ 126 BGB fordert die eigenhändige Unterschrift

Kündigungsgrund ist nicht zwingend notwendig, siehe Probezeit.

Die Kündigung ist nur aufgrund der fehlenden Unterschrift nicht zulässig. Alles andere könnte ausreichend sein.

Das Problem ist dabei jedoch nur dass die Kündigung empfangsbedürftig ist. Das ist jedoch mit so einem Schreiben nicht sichergestellt.

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das ist natürlich mehr als ein nur schlechter Scherz. Ich verweise hier auf ein fieses Hörspiel "Zug um Zug" vom WDR. Das artet ähnlich aus mit noch schlimmeren Folgen.

Leider kann man ja auch irgendwie an die Firmenlogos kommen, die Briefköpfe einscannen & das erwirkt schon den Eindruck, echt zu sein.

Am besten mal zum Chef oder Ausbilder gehen

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Ist die Kündigung überhaupt auf Geschäftspapier gedruckt? Ist zwar keine formelle Voraussetzung, könnte aber ein Indiz dafür sein, dass es unter Umständen von einen Dritten stammt.

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Die Kündigung muss eine rechtsgültige Unterschrift eines Firmenrepräsentanten haben. Sonst ist sie ungültig.

Vielleicht hat sich in der Tat jemand einen Scherz erlaubt. Dein Freund muss das in der Firma abklären.

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Ein Anruf beim Arbeitgeber sollte das ja wohl schnell geklärt haben...

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Dein Freund soll am besten einfach mal den Chef anrufen und fragen, ob die Kündigung wirklich von ihm ist oder nicht. Weiß der Chef nichts davon, dann kann er die Kündigung getrost wegwerfen.

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hä?

dann soll er sein chef auf die Richtigkeit des briefes fragen.

wer sollte das sonst beantworten können...

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An die Kündigung des Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses werden sehr hohe formale Anforderungen gestellt, die das Schreiben, das Ihnen vorliegt absolut nicht erfüllt.

Ich würde es zerreißen. Damit ist der Fall erledigt!

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Kommentar von qugart
19.08.2016, 11:20

Die einzige formale Anforderung ist die Schriftform. Da gibts sonst nix spezielles.

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Nein so eine Kündigung wäre nicht zulässig. Der Auszubildene genießt während seiner Ausbildung (sobald die probezeit zu ende ist) einen besonderen Kündigungsschutz.

Während diesem Schutz kann der Auszubildene nicht Grundlos  gekündigt werden.

Wenn das ganze noch während der Probezeit ist, haben jedoch beide das Recht die Ausbildung zu kündigung ohne Angabe eines Grundes.

Jedoch muss der Chef unterschreiben und es ist eigentlich auch üblich, dass das ganze vorher mündlich Besprochen wird.

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Kommentar von DerOnkelJ
19.08.2016, 11:16

Das stimmt.

Als Azubi gekündigt zu werden ist zwar nicht unmöglich, aber verdammt schwierig und langwierig.

Außerdem muss (!!) ein solches Schreiben unterschrieben sein! Ansonsten ist es definitiv ungültig!

Sieht wirklich so aus als habe sich heir jemand einen sehr sehr bösen "Scherz" erlaubt!

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Er kann das Schreiben seinem Chef zeigen. Ohne Unterschrift ist es nichts wert.

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