gedrosselten roller, sitzbanktasche und Fußstützen

4 Antworten

Rechtlich gesehen darfst Du das nicht, denn ein Mofa ist ein Fahrzeug mit einem Sitzplatz für eine Person, das ist in der nationalen Fahrzeugart Mofa eben so festgelegt. Daher darf auch die Sitzplatzlänge nur 450mm betragen. Die eines Rollers 45km/h ist aber länger, da er ein Fahrzeug für zwei Personen ist. Daher muß der zweite Sitzplatz unbrauchbar gemacht werden und die 2ten Fußrasten müssen demontiert werden. Die Tasche dient einzig und alleine dem Blockieren des zweiten Sitzplatzes. Wenn Du nun die Tasche entfernst und die zweiten Fußrasten wieder dranschraubst, dann baust Du rein rechtlich gesehen aus der Fahrzeugart "Mofa" (für eine Person) wieder ein Fahrzeugart "Roller", auch wenn er noch 25 km&h fährt. Rechtlich ist das eine nicht genehmigte Änderung der Fahrzeugart und somit ein erlöschen der Betriebserlaubnis für ein Mofa. Soweit zur rechtlichen Sache, wie es die Rennleitung handhabt, kann ich nicht beurteilen, jeden falls steht sowas auch schonmal auf den Mängelkarten. Das die Tasche blöd aussieht, sehe ich ja noch ein, aber was willst Du denn mit den zweiten paar Fußrasten, wenn Du eih keinen mitnehmen darfst. Daß ein Mofa nur eine Person befördern darf kommt im übrigen aus der StVO, ein Fahrrad (auch mit Hilfsmotor), falls Du es nicht weißt, "Mofa" steht für Motorbetriebenes Fahrrad, und das war es vor 70 Jahren auch unsprünglich, und ist demnach nur für eine Person. Abgesehen davon darf man auf einem Fahrrad nur ein Kind mitnehmen und das auch nur, wenn der Fahrradfahrer 16 Jahre alt ist und dem Mofafahrer ist i.d.R. keine 16. Somit 1 Person und fertig.

Hallo,die Tasche kannste evtl.abmachen.Hier bei mir achten die Grünen nicht so darauf.Aber das mit den Fußrasten würde ich ganz schnell vergessen,dass kennen die nämlich ganz gut.

ein Mofa mit Sitzplatz für

zwei Personen u. Fussrasten ist kein Mofa mehr (Mofa : nur einsitzig !)

D.h., Führerschein Kl. M ist erforderlich, ansonsten : Fahren ohne Fahrerlaubnis! Andernfalls handelt es sich um ein Kleinkraftrad (Fahrerlaubnis Klasse M) oder Leichtkraftrad (Klasse A1).

Nach § 4 Abs. 1 Satz 1 FeV bedarf derjenige eine Fahrerlaubnis, der auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt.

Nach Nr. 1 der genannten Vorschrift sind ausgenommen nur u.a. einsitzige Fahrräder mit Hilfsmotor, wenn ihre Bauart Gewähr dafür bietet, dass die Höchstgeschwindigkeit auf ebener Bahn nicht mehr als 25 Km/h beträgt (Mofas).

Einsitzig ist ein Sitz, der die Beförderung von jeweils und nur einer Person gestattet und dessen Länge mindestens 350 mm und höchstens 450 mm beträgt (Kommentar zum § 35a StVZO, Kirschbaum, 43. Auflage, Rz. 5)

Durch das Nichtanbringen einer Sitzbanktasche wird die in der Betriebserlaubnis geforderte Kürzung der Sitzbank auf 450 mm nicht erreicht und somit ist das Fahrzeug nicht mehr ein einsitziges Mofa, sondern wurde zum zweisitzigen Kleinkraftrad gem. § 2 Nr. 1 FZV.

Danach wäre für die Benutzung eine Fahrerlaubnis der Klasse -M- gem. § 6 Abs. 1 FeV oder eine diese Klasse einschließende Fahrerlaubnisklasse erforderlich gewesen.

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