Gedichtsinterpretertion wie fange ich an, was muss die Einleitung... enthalten?

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7 Antworten

was ist es denn für ein gedicht? hier ist auf jeden fall mal ein beispiel..

Der Panther

Sein Blick ist vom Vorübergehen der Stäbe so müd geworden, dass er nichts mehr hält. Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe, und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte, der sich im allerkleinsten Kreise dreht, ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte, in der – wie betäubt – ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille sich lautlos auf, dann geht ein Bild hinein, geht durch der Glieder angespannter Stille und hört im Herzen auf zu sein.

Gedichtform

Die drei Vierzeiler enthalten einen Kreuzreim, der sich regelmäßig zwischen männlicher und weiblicher Endung wechselt. Der Rhythmus des Gedichtes ist sehr gleichmäßig, das Metrum ist ein fünffüßiger Jambus. Pausen sind zwischen den Stufen und bei den Gedankenstrichen in der letzten Strophe. Der gleichmäßige Rhythmus mit den immer wiederkehrenden Elementen unterstützt das ständige Umherkreisen des Panthers in seinem Käfig.

Interpretation von „Der Panther“

Das Gedicht von Rainer Maria Rilke gibt auf eine einfühlsame Art und Weise die einfühlsame Beobachtung eines Panthers im „Jardin des Plantes“ in Paris wieder. Der Text erzählt keine Geschichte, er enthält keine Handlung, sondern er beschreibt eine Situation. Im Vordergrund stehen das Tier (der Panther) und dessen Einengung im kleinen Käfig durch die Gitterstäbe. Die Umgebung steht im Hintergrund. Obwohl Rilke die Gefühle des Panthers nicht konkret beschreibt, kann man sehr gut nachempfinden, was das arme Tier fühlt. Die ständige Kreisbewegung und das Vorbeiziehen an den Gitterstäben machen deutlich, dass die Zeit sich praktisch aufhebt. Nur noch die Gefangenschaft scheint wichtig, da der Wille „wie betäubt“ ist, sodass der Panther gar nicht erst versucht, aus seiner Isolation zu fliehen. Der Käfig scheint bedrückend, er beschreibt die Einsamkeit des Tieres. Die flüchtige Aufnahme eines Bildes, die in der letzten Strophe beschrieben wird, zeigt uns, dass die Außenwelt für den Panther kaum noch vorhanden zu sein scheint.

Der Stillstand und die damit verbundene Dehnung der Zeit wird nicht nur durch die Auswahl der Worte, sondern auch durch den Einsatz von lang gezogenen Umlauten deutlich gemacht, harte Konsonanten werden vermieden. Lautmalerei und Alliterationen werden in diesem Gedicht aber nicht verwendet, Metaphern kommen dafür aber häufig vor. Der „müde Blick“, der „nichts mehr hält“, zeigt, wie eingeschränkt die Wahrnehmung des Tieres mittlerweile ist, er kann das Gesehene nicht mehr verarbeiten. Auch die Ausdrücke „Vorhang der Pupille“ und „Bild“, dass durch die „Glieder geht“, beschreiben, wie wenig von der Außenwelt in das Herz des Tieres dringt. Mit dem „Tanz von Kraft um eine Mitte, in der - wie betäubt- ein großer Wille steht“ werden die Bewegungen des Panthers umschrieben, sodass man sie sich bildlich vorstellen kann. Es ist immer noch viel Energie in dem Tier, es kann sie leider nur nicht ausleben. Der „weiche Gang“ ist eine gewöhnliche Beschreibung für die Eleganz und Geschmeidigkeit einer Raubkatze. Am „Vorübergehen der Stäbe“ wird die Willenlosigkeit wieder zum Ausdruck gebracht, es scheint so, als würden die Bewegungen nicht mehr vom Panther ausgehen, sondern vom Käfig. Diese Eindrücke werden auch in der lyrischen Form des Gedichts widergespiegelt. Unter Berücksichtigung aller sprachlichen und inhaltlichen Elemente lässt sich das Bild auf einen einsamen, seelisch isolierten Menschen übertragen, der keine Kraft mehr hat, die Wände des „Käfigs“ zu durchbrechen.

schreib, worum es in dem gedicht geht, wovon es handelt, biografische fakten über den autor, etwas, das zum thema hinführt. gebrauch deine fantasie :-)

  1. EINLEITUNG:
  • Vermutung zum Titel anstellen
  • eigener Bezug zum Thema

2. HAUPTTEIL:

  • gut für Überleitung zum Hauptteil: Autor, Titel, Thema (Entstehungszeit)/ Textsorte

Analyse von: INHALT

  • Wer spricht? (lyrisches Subjekt/ lyrisches Ich
  • Situation
  • Worüber wird gesprochen?
  • Was wird ausgesagt?
  • Zitate!

AUFBAU

  • Strophe, Reim, Versform

SPRACHLICHE MITTEL

  • Metapher
  • Vergleich
  • Personiefizierung
  • Wortwahl
  • Sprachstil
  • Satzbau (wenn auffällig)

SCHLUSSTEIL:

  • Zusammenfassung der Aussageabsicht des Autors
  • Wertugn des Gedichtes
  • Gefallen/ nicht gefallen
  • Bogen zur Einleitung (Vermutung über Titel)

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