Gedichte über Studium

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2 Antworten

  1. Der große Mann geht seiner Zeit voraus, der Kluge geht mit ihr auf allen Wegen, der Schlaukopf beutet sie gehörig aus, der Dummkopf stellt sich ihr entgegen

  2. Lernen, Studieren, ist ein harter Job, für diese Arbeit kein Mensch gibt ein Lob. Man braucht Ausdauer und starke Nerven, um zu bewältigen Studienstoff, anfallend in Bergen.

    Manchmal hat man erst nach Stunden mit Mühe die Lösung des Problems gefunden. Auch hat man jetzt noch die Hausarbeit am Hals, Bügeln, Kochen, Waschen, Putzen jedenfalls.

    So wird's' auch sein im späteren Leben man darf einfach nicht nachgeben. Wichtig um sein Ziel zu finden, zu erreichen, immer geradeaus, nicht von der Richtung abweichen.

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Faust:

Habe nun, ach! Philosophie,

Juristerei und Medizin,

Und leider auch Theologie!

Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.

Da steh’ ich nun, ich armer Tor!

Und bin so klug als wie zuvor;

Heiße Magister, heiße Doktor gar,

Und ziehe schon and ei zehn Jahr

Herauf, herab und quer und krumm

Meine Schüler an der Nase herum –

Und sehe, dass wir nichts wissen können!

Das will mir schier das Herz verbrennen.

Zwar bin ich gescheiter als alle die Laffen,

Doktoren, Magister, Schreiber und Pfaffen;

Mich plagen keine Skrupel noch Zweifel,

Fürchte mich weder vor Hölle noch Teufel –

Dafür ist mir auch alle Freud’ entrissen,

Bilde mir nicht ein, was Rechts zu wissen,

Bilde mir nicht ein, ich könnte was lehren,

Die Menschen zu bessern und zu bekehren.

Auch hab’ ich weder Gut noch Geld,

Noch Ehr’ und Herrlichkeit der Welt.

Es möchte kein Hund so länger leben!

Drum hab’ ich mich der Magie ergeben,

Ob mir durch Geistes Kraft und Mund

Nicht manch Geheimnis würde kund;

Dass ich nicht mehr mit sauerm Schweiß

Zu sagen brauche, was ich nicht weiß;

Dass ich erkenne, was die Welt

Im Innersten zusammenhält,

Schau’ alle Wirkenskraft und Samen

Und tu’ nicht mehr in Worten kramen.

O sähst du, voller Mondenschein,

Zum letzten Mal auf meine Pein,

Den ich so manche Mitternacht

An diesem Pult herangewacht:

Dann über Büchern und Papier,

Trübsel’ger Freund, erschienst du mir!

Ach! Könnt’ ich doch auf Bergeshöhn

In deinem lieben Lichte gehen,

Um Bergeshöhle mit Geistern schweben,

Auf Wiesen in deinem Dämmer weben,

Von allem Wissensqulam entladen,

In deinem Tau gesund mich baden!

Weh! Steck’ ich in dem Kerker noch?

Verfluchtes dumpfes Mauerloch,

Wo selbst das liebe Himmelslicht

Trüb durch gemalte Scheiben bricht!

Beschränkt mit diesem Bücherhauf’,

Den Würme nagen, Staub bedeckt,

Den bis ans hohe Gewölb’ hinauf

Ein angeraucht Papier umsteckt;

Mit Gläsern, Büchsen rings umstellt,

Mit Instrumenten voll gepfropft,

Urväter-Hausrat drein gestopft –

Dass ist deine Welt! Das heißt eine Welt!

Und fragst du noch, warum dein Herz

Sich bang in deinem Busen klemmt?

Warum ein unerklärter Schmerz

Dir alle Lebensregung hemmt?

Statt der lebendigen Natur,

Da Gott die Menschen schuf hinein,

Umgibt in Rauch und Moder nur

Dich Tiergeripp’ und Totenbein.

Flieh! Auf! Hinaus ins weite Land!

Und dies geheimnisvolle Buch,

Von Nostradamus’ eigner Hand,

Ist dir es nicht Geleit genug?

Erkennest dann der Sterne Lauf,

Und wenn Natur dich unterweist,

Dann geht die Seelenkraft dir auf,

Wie spricht ein Geist zum andern Geist.

Umsonst, dass trocknes Sinnen hier

Die heil’gen Zeichen dir erklärt.

Ihr schwebt, ihr Geister, neben mir;

Antwortet mir, wenn ihr mich hört!

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