Gedichte analysieren und interpretieren

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1 Antwort

Suche doch das Gedicht von Gladys Caseley-Hayford heraus, auf das die folgende Interpretation beispielhaft eingeht. Dann hast du auch etwas zur Lösung beigetragen und merkst die Schritte, in denen du eine Gedichtinterpretation bewältigen kannst. Es gibt eben viele Möglichkeiten!

Ich bin schwarz (Gedicht, aus dem Englischen übersetzt)

Einleitung Das Gedicht „Ich bin schwarz“ stammt von Gladys Casely-Hayford, die 1904 in Axim/Ghana geboren wurde und 1950 gestorben ist. Der Text wurde dem Buch „Spektrum 9, Texte für den Deutschunterricht an Realschulen“ entnom-men, das 1975 im Buchners-Verlag in Bamberg erschienen ist. Dort findet sich das Gedicht in deutscher Übersetzung auf Seite 97. Es handelt von Feindseligkeiten und Vorurteilen gegenüber Schwarzen.

Hauptteil Inhalt / inhaltlicher Aufbau: Die Schwarzen tun alles umsonst, das weiß die Verfasserin, weil sie schwarz ist. Die Autorin steht auf einem Berg und fühlt die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Sie empfindet dabei Schmerz. Sie singt nicht heiter und rein, weil sie sich vom Schlag des Vorurteils getroffen fühlt. Keiner macht ihr auf, als sie an verriegelte Türen pocht, auch nicht, als der Schlaf der Erschöpfung sie umhüllt. Deutung: Das lässt sie darauf schließen, dass es nur geschieht, weil sie schwarz ist. Ihrer Meinung nach sehen nur Menschen ihrer „Rasse“ Schönheit umsonst, singen umsonst, klopfen an umsonst, sterben um-sonst. Das sieht sie als ihre tägliche Erfahrung. Textart und äußere Beschreibung / äußere Form: Bei dem Text handelt es sich um ein Gedicht, unschwer daran zu erkennen, dass in Strophen und Verse unterteilt wurde. Das Gedicht wurde im Hochformat auf eine DIN-A-4-Seite gedruckt. Über der groß und fett gedruckten Schlagzeile steht der Name der Autorin und darunter, etwas klei-ner geschrieben, eine Information zur Autorin. Unter dem Gedicht findet sich dessen Fundort verzeichnet. Das Gedicht selbst wurde in vier Strophen zu jeweils fünf Zeilen eingeteilt. Die vierte Strophe ent-hält eine Zeile mehr. Ich bin schwarz (Gedicht, aus dem Amerikanischen übersetzt)

Einleitung Das Gedicht „Ich bin schwarz“ stammt von Gladys Casely-Hayford, die 1904 in Axim/Ghana gebo-ren wurde und 1950 gestorben ist. Der Text wurde dem Buch „Spektrum 9, Texte für den Deutschunterricht an Realschulen“ entnom-men, das 1975 im Buchners-Verlag in Bamberg erschienen ist. Dort findet sich das Gedicht in deut-scher Übersetzung auf Seite 97. Es handelt von Feindseligkeiten und Vorurteilen gegenüber Schwarzen.

Hauptteil Inhalt / inhaltlicher Aufbau: Die Schwarzen tun alles umsonst, das weiß die Verfasserin, weil sie schwarz ist. Die Autorin steht auf einem Berg und fühlt die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Sie empfindet dabei Schmerz. Sie singt nicht heiter und rein, weil sie sich vom Schlag des Vorurteils getroffen fühlt. Keiner macht ihr auf, als sie an verriegelte Türen pocht, auch nicht, als der Schlaf der Erschöpfung sie umhüllt. Deutung: Das lässt sie darauf schließen, dass es nur geschieht, weil sie schwarz ist. Ihrer Meinung nach sehen nur Menschen ihrer „Rasse“ Schönheit umsonst, singen umsonst, klopfen an umsonst, sterben um-sonst. Das sieht sie als ihre tägliche Erfahrung. Textart und äußere Beschreibung / äußere Form: Bei dem Text handelt es sich um ein Gedicht, unschwer daran zu erkennen, dass in Strophen und Verse unterteilt wurde. Das Gedicht wurde im Hochformat auf eine DIN-A-4-Seite gedruckt. Über der groß und fett gedruckten Schlagzeile steht der Name der Autorin und darunter, etwas klei-ner geschrieben, eine Information zur Autorin. Unter dem Gedicht findet sich dessen Fundort verzeichnet. Das Gedicht selbst wurde in vier Strophen zu jeweils fünf Zeilen eingeteilt. Die vierte Strophe ent-hält eine Zeile mehr. Zuordnung von Inhalt und Formalem: Die ersten drei Strophen beschreiben drei Beispiele, wie Menschen der schwarzen Rasse behandelt werden oder was sie tun und lassen müssen. Die letzte Strophe fasst diese Beispiele verkürzt zusammen und ergänzt, dass Schwarze alles um-sonst machen und dass das täglich zu erfahren ist, wenn man schwarz ist. Sprachliche Untersuchung: Die einzelnen Zeilen des Gedichtes reimen sich nicht (obwohl sich in Casely Hayfords Slum-Poetry gewöhnlich in der Originalsprache Reime finden!), doch werden Teile wörtlich oder nur leicht abge-ändert wiederholt, wie z.B. „So weiß ich: Ich bin schwarz“. In dem Gedicht gibt es nur wenige Sätze, bei denen die Satzteile in der gewohnten Reihenfolge ste-hen. Meist wird das Prädikat vor das Subjekt gestellt. Es ist zwar keine wörtliche Rede gegeben, doch die Ich-Form der Erzählung wirkt genau so unmittelbar. Da Fremdwörter und Fachbegriffe fehlen, ist die Sprache gut zu verstehen. Betrachtung der Absicht und der Wirkung: Die Autorin will vermutlich auf die schlechte Behandlung der Farbigen aufmerksam machen. Da sie selbst eine Farbige ist, will sie auf diese Weise versuchen, Feindseligkeiten und Vorurteile Farbigen gegenüber aus dem Weg zu räumen, weil sie weiß,

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