Gedichte an Profis zum Korrekturlesen

6 Antworten

Einerseits kannst du nach Homepages von Dichtern suchen, deren Gedichte vom Stil her deinen ähnlich sind, und diese anschreiben. Frag aber bitte zuerst separat an, ob es für sie ok ist, bevor du ihnen etwas schickst.
Auf Gedichtehomepages, die für jeden zugelassen sind, wirst du wohl etwas darüber hören, ob dein Gedicht gefällt, aber konstruktive Kritik bekommst du evtl. nicht. Versuchen kannst du es natürlich trotzdem, womöglich erhältst du hilfreiche Impulse.
Wenn du deine Gedichte bei Wettbewerben einreichst (eine Liste findest du hier: http://www.uschtrin.de/preise.html), bekommst du zumindest eine Expertenmeinung dazu, ob sie unter einem bestimmten Aspekt gut sind oder nicht, allerdings wirst du dort keine ausführliche Kritik bekommen, dazu fehlt denen die Zeit (wie anderen Profis evtl. auch).
Alternativ kann ich dir anbieten, sie mir anzusehen. Ich habe zwar "nur" ein paar Wettbewerbe gewonnen, mich aber in meinem Studium viel mit Gedichten befasst, und ich wage zu behaupten, dass ich mich speziell mit gereimten und metrischen Gedichten ziemlich gut auskenne. Es ist natürlich die Frage, ob du solche schreibst, aber auch sonst kann ich dir gerne eine konstruktive Kritik geben.

Dein Angebot nehme ich sehr gern an! Ich möchte jedoch noch eins anmerken: Ich habr nicht vor, mit diesen Gedichten Geld zu verdienen, so weit bin ich noch lange nicht. Ich suche nach "Profis" eher weil ich auf persönliche Steigerung durch Kritik hoffe, oder/und neue Impulse erhalte. Ich schreibe Amateurgedichte, die meistens von Gefühlen halten. Also viel erreichen werde ich durch diese Gedichte nicht, ist eher mehr für mich.

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Hast du sie denn schon anderen Menschen aus deinem Umkreis gezeigt? Zweitmeinung klingt so, als wärst du bislang die einzige, die eine Meinung zu deinen Gedichten hätte.

Die Profis könnten auch ganz schön genervt sein, zu Anfängergedichten Stellung zu nehmen und das könnte dann eher entmutigend für dich sein.

Da würde ich dir doch lieber erstmal Webforen empfehlen. Ich war mal eine zeitlang bei

http://keinverlag.de/

und hab da eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht. Es gibt da durchaus auch Profis, die sich mit Gedichten von anderen gern auseinandersetzen. Wobei ich mit Profis Autoren meine, die selbst sehr gute Gedichte schreiben und veröffentlicht haben. Da Gedichte kein Massengeschäft sind, gibt es keine Dichter, die wirklich Erfolg haben und von ihren Gedichten leben können.

Du musst da allerding auch aktiv werden und Gedichte von anderen kommentieren, damit du erstmal bemerkt wirst. Es ist eben ein Forum und kein Dienstleistungsgeschäft.

Ich meinte einfach jemanden, der nur das Gedicht bewertet und nicht weil ich es geschrieben habe. Praktisch objektiv. Da fällt es den Menschen der Gruppe "Familie und Freunde" weg, weil da doch die Gefahr besteht die subjektive Meinung miteinzubinden.

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Als studierter Germanist und Dozent für Sprache kann ich Dir hier ein paar Tipps zur Eigenprüfung Deiner Lyrik geben:

  1. Thgemencheck: Befassen Deine Gedichte sich hauptsächlich mit eigenen Seelenproblemen. Nicht gut! Lyrik als Problem-Selbsttherapie ist fast immer zweitrangig. In diesem Fall solltest Du Dich mal an Themen erproben, die außerhalb Deiner eigenen Befindlichkeiten liegen.

  2. Metapherncheck. Es gibt jede Menge ausgelutschter Metaphern (Augen wie Sterne, Haut zart wie Seide, blondes Haar wie ein Weizenfeld, du schlankes Füllen usw.) Das geht gar nicht. Prüfe einfach mal, ob Deine Metaphern einzigartig, noch nie dagewesen sind. Einige gute Beispiele: "Ein Horizont von Hunden kläffte..." (G. Lorca), "Das Meer schnaubt Schaum über den Strand" (T. Tranströmer),"Deine Stille ist die eines Steines, über die der Bach sein Murmeln zieht" (Rilke) "Die Gassen biegen sich uns schief entgegen, die Plätze weichen aus: wir fassen sie, und unsere Rosse rauschen wie ein Regen" (Rilke), "Die Schwalben streifen die Fluten und trinken Fahrt und Nacht" (G. Benn) "Zypressen - Fackeln aus Nacht" (den Dichter hab ich vergessen), "Flimmertier Lid" (P. Celan).

  3. Reimcheck. Vermeide schlechte oder banale Reime. Beispiel: "Die Nacht ist voll von reinen Sternen,....Und überall in Nähen und Fernen", "So weiß im reichen Maienblust ....Es muss die ganze Blütenlust...", "Von der Wiege bis zur Bahre/ sind es fünfzig Jahre" (alle drei von Hermann Hesse - von diesem zu Unrecht völlig überschätzten und oft nur noch peinlichen Lyriker könnte ich Dir noch hunderte weitere Beispiele nennen).

  4. Kritikfähigkeitscheck. Hältst Du auch vernichtende Kritik aus oder versuchst Du sofort zu argumentieren und Deine Schwächen als gewollte Formulierungen zu verteidigen? Nicht gut! Das erste und wichtigste Werkzeug jedes Schreibenden sollte immer der Papierkorb sein!!! Ich hab mal dreihundert Metaphern für eine Sache ausprobiert. Meine Erfahrung ist, dass selbst auf ungerechtfertigte Kritik hin weggeworfene und noch mal geschriebene Ergüsse beim Nochmalschreiben in fast allen Fällen besser werden.

Ansonsten viel Glück, Schreiben ist das Größte!

Danke, das sind mal wirklich wertvolle Tipps - werd ich mir auch zu Herzen nehmen ;-)

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Entschuldige meine Widerrede, aber "studierte Germanisten und Dozenten für Sprache" zerstören so viel schöne Möglichkeiten unserer Sprache. Alles Leichte, das zu Nahe am Tatsächlichen ist, wird als banal und wertlos abgetan. Meiner Meinung nach lliegt darin eine unverdiente Arroganz.

zu 1.: Im Prinzip nicht falsch, aber zu absolutitstisch ausgedrückt. Lieber über die eigene Seele schreiben, als über Dinge, von denen man nichts versteht.

zu 2.: "Das geht gar nicht" - das geht sehr wohl. In Maßen verwendet, intelligent eingesetzt. Lieber eine schöne aber banale Metapher, als eine besonders kunstvolle, über die man beim Lesen aber stolpert.

zu 3.: Wer bist du zu bestimmen, welcher Reim gut oder schlecht ist? Was soll an Sternen - Fernen oder Jahre - Bahre so schlecht sein? Zu Hesse sage ich mal nichts, auch wenn es mir in den Fingern juckt.

zu 4.: Da gebe ich dir Recht.

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@Ecobaos

Na, na, wieso zerstören studierte Germanisten und Dozenten für Sprache die vielen schönen Möglichkeiten der Sprache?

Du kennst mich doch gar nicht, sonst wüsstest Du, dass ich engagiert für die Erweiterung der sprachlichen Möglichkeiten eintrete. Dichter, die ungewöhnliche Metaphern benutzen, erweitern diese Möglichkeiten übrigens, während Klischées die Möglichkeiten der Sprache drastisch einengen – manchmal sogar fast auf Null bringen.

Leider machen sich viele Dichter nicht die Mühe, darüber nachzudenken, wie man etwas noch treffender in Bilder kleiden kann, sondern nehmen den ersten Vergleich, der sich ihnen anbietet.

Zu 3.: Ich könnte Dir Reime von Hesse zeigen, die erschaudern lassen. Z.B.

Viele Freunde hatte ich in der Welt,/ als noch mein Leben licht war,/ jetzt wo der Nebel fällt,/ ist keiner mehr sichtbar. (aus dem Gedächtnis zitiert).

Huuuuh! Das könnte von Heino sein.

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