Gedicht (reime) über ein ''Auto''

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1 Antwort

Im Auto über Land

An besonders schönen Tagen

ist der Himmel sozusagen

wie aus blauem Porzellan,

Und die Federwolken gleichen

weißen, zart getuschten Zeichen,

wie wir sie auf Schalen sahn.


Alle Welt fühlt sich gehoben,

blinzelt glücklich schräg nach oben

und bewundert die Natur.

Vater ruft, direkt verwegen:

"'N Wetter, glatt zum Eierlegen!

(Na, er renommiert wohl nur.)


Und er steuert ohne Fehler

über Hügel und durch Täler.

Tante Paula wird es schlecht.

Doch die übrige Verwandtschaft

blickt begeistert in die Landschaft.

Und der Landschaft ist es recht.


Um den Kopf weht eine Brise

von besonnter Luft und Wiese,

dividiert durch viel Benzin.

Onkel Theobald berichtet,

was er alles sieht und sichtet.

Doch man sieht's auch ohne ihn.


Den Gesang nach Kräften pflegend

und sich rhythmisch fortbewegend

strömt die Menschheit durchs Revier.

Immer rascher jagt der Wagen.

Und wir hören Vatern sagen:

"Dauernd Wald, und nirgends Bier."


Aber schließlich hilft sein Suchen.

Er kriegt Bier. Wir kriegen Kuchen.

Und das Auto ruht sich aus.

Tante schimpft auf die Gehälter.

Und allmählich wird es kälter.

Und dann fahren wir nach Haus.

Erich Kästner

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Kommentar von KatzeNini
26.09.2011, 22:48

Zum neuen Auto: Guten Start! Ich wünsche immer gute Fahrt.

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