Wer hat dieses Gedicht geschrieben: Breit aus die Flügel beide...?

2 Antworten

Dieses Lied haben wir allen unseren 10 Kindern immer vorgesungen, wenn es zum Schlafen ging. Es gehörte einfach auch zum Gebet dazu. Wir haben es ganz bewußt unseren Kindern mit auf den Lebensweg gegeben, damit sie etwas zusätzlich in Erinnerung hatten, wenn es in ihrem Leben Situationen geben sollte, bei denen man merkt, daß es mit alleiniger Anstrengung nicht getan ist. Wir selber haben als Eltern von diesen Liedzeilen immer profitiert und diese auch zu Herzen genommen. Wir können es nur jedem anderen herzlich empfehlen.

Das Gedicht stammt von Paul Gerhardt, das Abendlied „Nun ruhen alle Wälder“. Die 8. Strophe heißt in etwas modernerer Rechtschreibung:

"Breit aus die Flügel beide,

o Jesu, meine Freude,

und nimm dein Küchlein ein!

Will Satan mich verschlingen,

so laß die Engel singen:

Dies Kind soll unverletzet sein."

Sie verselbständigte sich zu einem Kindergebet (http://www.liederlexikon.de/lieder/nunruhenalle_waelder ; auf der linken Seite führt ein Navigationsmenü zu verschiedenen Fassungen).

Dem Text von „Nun ruhen alle Wälder“ ist die Melodie von „O Welt, ich muss dich lassen“ beigegeben worden. Diese ist eine Bearbeitung der Weise „Innsbruck, ich muss dich lassen“, die Heinrich Isaac zugeschrieben wird. Eine Neuvertonung des Liedes hat Johann Georg Ebeling komponiert. Sie hat sich aber nicht durchgesetzt.

Ob jemand das Gedicht und Lied sich zu Herzen nimmt, ist eine eigene Entscheidung (nähere Umstände, auf die sich die Frage beziehen könnte, sind nicht angegeben).

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