Gedankenaustausch über den Tod?

17 Antworten

Hallo fthee,

ich habe Dein Statement hier mit großer Aufmerksamkeit und Interesse gelesen! Viele Gläubige würden Deinen Standpunkt sicher teilen. Sie sehen den Tod als einen Übergang in ein neues und besseres Leben in der Gegenwart Gottes an. Gibt es aber tatsächlich ein direktes Weiterleben nach dem Tod, woran viele ja glauben? Was sagt die Bibel dazu?

Nun, die Bibel nimmt sehr ausführlich auf das Thema "Tod" Bezug. Sie erklärt, dass der Tod nicht der Übergang zu einem anderen Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. So kann man darin z.B. folgendes lesen: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst" (Prediger 9:5,10). Der Begriff "Scheol" (aus dem Hebräischen), der hier erscheint, bedeutet nichts weiter als der symbolische Aufenthaltsort der Toten oder einfach das Grab der Menschheit.

Nach dieser Erklärung ist also der Tod ein Zustand völliger Bewusstlosigkeit, wie gesagt, ein Zustand der Nichtexistenz. Das bedeutet allerdings nicht, dass jemand, der verstorben ist, keine Hoffnung auf eine Wiederkehr zum Leben hätte. Gott kann sich an alle Menschen erinnern, die jemals gelebt haben und sie wieder zum Leben bringen. Die Bibel spricht von einer Auferstehung der Toten.

Jesus Christus verglich deswegen den Tod mit einem Schlaf, aus dem es durch die Auferstehung ein Erwachen gibt. Die Bibel beschreibt diese Auferstehung als ein in der Zukunft liegendes Ereignis, für das Gott einen Zeitpunkt festgelegt hat. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören  und herauskommen werden" (Johannes 5:29,29). Ja, es wird einen "Tag" der Auferstehung geben!

Wo werden denn dann die Auferstandenen leben, könnte man fragen? Auch hierzu möchte ich noch einmal die Bibel sprechen lassen: "Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hạdes gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten" (Offenbarung 20:13). Das hier erwähnte Meer und der Hades (Grab) sind Orte hier auf der Erde, die die Toten freigeben. Für die allermeisten gibt es nach der Auferstehung daher ein Leben hier auf der Erde, wie es beispielsweise in den Psalmen zu lesen ist: "Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen" (Psalm 37:29). Zu den hier erwähnten "Gerechten" gehören auch die Personen, die zwar in ihrem früheren Leben schlecht gehandelt, sich aber nach ihrer Auferstehung um richtiges Handeln gemäß den Richtlinien Gottes bemüht haben.

Das Leben, das die Auferstandenen dann erwartet, ist jedoch nicht das gleiche, das sie in ihrem früheren Leben gekannt haben, ein Leben in Leid und Mühsal. Gott wird dafür sorgen, dass dann ein Leben in dauerhaftem Frieden und Glück hier auf Erden möglich ist, genau so, wie es im letzten Buch der Bibel, in der Offenbarung, beschrieben wird: "Dann hörte ich eine laute Stimme vom Thron her sagen: „Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.“ (Offenbarung 21:3,4).

Sind das nicht sehr hoffnungsvolle Aussichten? Ich denke schon und ich freue mich schon auf die besagte Zeit. Vor allem wird durch die Hoffnung, die die Bibel vermittelt, dem Tod der Schreck genommen, den er leider auf die Menschen bis heute ausübt.

Die Bibel zeigt allerdings auch, dass es für einige treue Christen eine Auferstehung zu himmlischem Leben geben wird. Jesus sagte einmal zu seinen Jüngern: "Im Hause meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es anders wäre, hätte ich es euch gesagt, denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und will euch heimnehmen zu mir, damit dort, wo ich bin, auch ihr seid" (Johannes 14:1,2). Kommen denn nicht alle Christen in den Himmel? Nein, die Bibel zeigt sehr deutlich, dass die eigentliche Bestimmung für den Menschen nicht der Himmel, sondern die Erde ist. So sagte Jesus Christus in er berühmten Bergpredigt: "Glücklich sind die Mildgesinnten, da sie die Erde erben werden" (Matthäus 5:5).

Dass Gott dennoch Menschen zu himmlischem Leben auferweckt hat seinen Grund darin, dass er Menschen in eine künftige Regierung, in der Bibel das "Reich Gottes" oder "Königreich Gottes" genannt, einbinden möchte, die einmal über Menschen hier auf der Erde herrschen wird. Dieses "Königreich Gottes" wird dafür sorgen, dass auf der Erde endlich Gottes Wille geschieht und paradiesähnliche Zustände hergestellt werden.

In dem "Königreich Gottes", seiner göttlichen Regierung also, können logischerweise nicht alle Menschen, die Gott dienen, vertreten sein. Somit ist die Zahl derer, die Gott für ein himmlisches Leben vorsieht, begrenzt. Jesus sagte einmal mit Blick auf seine Jünger: "Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Königreich zu geben" (Lukas 12:32). Im Verhältnis zu der unbegrenzten Zahl von Menschen, denen Gott ewiges Leben hier auf Erden geben wird, sind diejenigen, die Gott in sein Königreich beruft, eben nur eine kleine Herde. Die allermeisten der Verstorbenen werden jedoch, wie schon gesagt, zu einem Leben auf der Erde auferstehen und erhalten die Möglichkeit, dann für immer am Leben zu bleiben.

LG Philipp

Danke für die lange antwort.... da bin ich leider überfordert mit einem Kommentar meinerseits ;) also: joah.... Mal sehen wies kommt.... LG

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@fthee

Gerne! Doch eines möchte ich Dir noch mit auf den Weg geben: Es reicht nicht einfach nur abzuwarten auf die Dinge, die da kommen.

Jesus Christus brachte es einmal auf den Punkt, worauf es wirklich in unserem Leben ankommen sollte. Er sagte: "Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist" (Matthäus 7:21). Wenn man also die herrliche Zeit, von der ich geschrieben habe, erleben möchte, dann sollte man keine Zeit verlieren, den Willen Gottes, der in seinem Wort, der Bibel, niedergelegt ist, kennenzulernen.

LG Philipp

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Also, erstmal vorweg: Ich bin nicht religiös. Die Frage, ob ich nun Gott nach meinem Tod treffe oder nicht, interessiert mich eher weniger. Auch, ob nun Allah, Gott oder wer/was auch immer tatsächlich existiert, kann und will ich an dieser Stelle nicht beantworten.

Der Tod an sich macht mir persönlich keine Angst, eher schon das Sterben. Also der Vorgang, der zum Tod führt. Es könnte sein, dass ich unter Qualen und Schmerzen sterben muss. Dieser Gedanke macht mir Sorgen. Oder, dass ich zu einer Zeit sterbe, wenn es gerade erst richtig losgeht mit dem Leben/einer neuen Lebensphase. 

Ich kann verstehen, dass viele Menschen Angst vor dem Tod haben. Denn der Tod ist quasi eine Reise ins Ungewisse. Man weiß nicht genau, was auf einen zukommt. Das macht vielen Leuten eben Angst. 

Ich denke, dass man nach dem Tod eben einfach weg ist. Weg im Sinne von "nicht anwesend". Allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die sogenannte Seele "weiterlebt", irgendwohin geht. Nur wohin? Das frage ich mich manchmal. Ich glaube, dass es sowas wie die Seele tatsächlich gibt und das Tiere sie genauso besitzen wie wir Menschen. Was genau das ist, weiß ich nicht und auch nicht, wo sie sitzt (Herz, Gehirn, überall?). Aber ein Mensch (und auch ein Tier) ist mehr als nur sein Körper. Es gibt ja auch noch die Persönlichkeit, das was einen erst ausmacht. 

Manchmal denke ich, dass man sozusagen einfach den "Aggregatzustand" wechselt, wenn man stirbt, wenn die Seele den Körper verlässt. Also sozusagen von fest/flüssig zu gasförmig. Dann stelle ich mir weiter die Frage, ob die "Seele" ohne den Körper existieren kann. Vielleicht ist sie nur ein Haufen Moleküle/Atome, die außerhalb des Körpers auseinander fallen, einzeln in der Gegend rumfliegen, wie winzige Staubkörner. Vielleicht können sie sich dann mit anderen "Seelenmolekülen" wieder ganz neu zusammensetzen und in einen "neuen" Körper (biologische Masse, nichts Weiter!) gelangen. Wenn das alle so wäre, gäbe es dann einen Unterschied zwischen "menschlichen" und "tierischen" Seelen?

Das klingt vielleicht alles etwas abgefahren, aber diese Gedanken habe ich mir tatsächlich schon mal gemacht. Was mich auch beschäftigt, ist die Tatsache, dass nichts auf dieser Welt wirklich verschwindet. Es ändert alles seinen Zustand, aber nichts kann einfach verschwinden. Das müsste dann auch für tote Körper gelten.

Die meisten in der Frage formulierten Gedanken kann ich mitgehen und sehe ich genauso.

Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob man sich wegen Himmel und Hölle nicht zu viele Gedanken und Sorgen machen sollte, denn die Bibel schildert die Hölle nicht besonders positiv: https://www.bibelkommentare.de/index.php?page=dict&article_id=1493

Deshalb und überhaupt möchte ich gern im Himmel bei Gott sein und freue mich schon sehr darauf!

" Gott ist ein unendlich guter und barmherziger Vater. Aber der Mensch, berufen, ihm in Freiheit zu antworten, kann sich leider dafür entscheiden, dessen Liebe und Vergebung zurückzuweisen. Er entzieht sich so für immer der freudvollen Gemeinschaft mit ihm. Tatsächlich ist dieser tragische Augenblick von der christlichen Glaubenslehre dargelegt, wenn sie vom Verderben oder von der Hölle spricht. Es handelt sich nicht um eine von außen verhängte Strafe Gottes, sondern um eine Entwicklung von Voraussetzungen, die schon vom Menschen in diesem Leben geschaffen wurden. Dieselbe Dimension an Unglück, die dieser dunkle Zustand mit sich bringt, kann in bestimmter Weise durch das Licht einiger unserer schrecklichen Erfahrungen erahnt werden, die das Leben, wie man gewöhnlich sagt, zur »Hölle« machen. " Zitat vonhttp://www.stjosef.at/dokumente/papst_ueber_leben_nach_dem_tod.htmm

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