Gedanken zum Einschläfern des Hundes wegen HD, CE und anderem nachvollziehbar?

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9 Antworten

Wenn man das nüchtern und ehrlich betrachtet, bleibt doch nur die Euthanasie. Hunde haben ein anderes Denken als Menschen, sie leben im Hier und Jetzt sie haben kein Gefühl dafür was morgen ist. Leiden tun sie aber sehr, wenn sie so ein eingeschränktes Leben führen müssen.

Ich könnte ihm aber ein entsprechendes Leben bieten rein theoretisch, wenn ich mein Leben anders führen würde. Ich könnte mir als Nebenjob einen Nachtjob nehmen (da er in der Nacht sehr gut länger alleine bleiben kann) und dann nach dem Studium einen Job suchen, wo er mitkann bzw. auf viele Dinge verzichten. Ich müsste täglich Physio-übungen machen und viel Kopfarbeit. Es würde sehr an meinen Nerven zehren und ich will aber auch nicht mein Leben über seines stellen. Und das würde ich machen, wenn ich ihn nach meinem Studium deswegen einschläfern lassen müsste.

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.....Er fängt sein ein paar Tagen an im Schlaf in sein Bett zu pinkeln und schläft darin. Er geht sehr grob mit anderen Hunden um und will oft keinen Kontakt (aufgrund von Schmerzen??), er kann hinten keine Muskeln aufbauen, er hat sehr wenig und der TA meint, es geht jetzt nur noch darum, das zu erhalten, was da ist. Springen, vieles herumlaufen, Stufen usw. sind verboten.

Da ich mir keine OP leisten kann und "nur" die Schmerztherapie möglich ist, frage ich mich, wie lange diese Schmerzmittel helfen. Mir gehen sehr viele Gedanken durch den Kopf, wie es mit ihm und mir weitergeht. Ich werde noch eineinhalb Jahre studieren und danach weiß ich dann nicht weiter.

So gern ich ihn habe, bei aller liebe, ich habe nicht die Kraft mich noch weitere 5 Jahre um so einen Pflegefall zu kümmern. Ich will mein Leben leben und nicht an die Wohnung gebunden sein. Ich habe keine Familie, die Hunde gern hat und bin deshalb auf mich alleine gestellt. Die Organisation würde mich finanziell unterstützen, aber ich fühle mich dem nicht gewachsen. Ich will den Hund aber natürlich auch nicht an ein unpassendes Zuhause abgeben, weil ich weiß, dass das Stress pur wäre für ihn, aufgrund seiner Vergangenheit und es dein einen, perfekten Platz eben nicht gibt.

Ist es moralisch vertretbar, daran zu denken, dass ich ihn gehen lasse, sollte ich mich nicht mehr um ihn kümmern können???????????? Allerdings weiß ich nicht, ob ich damit klar komme, ihn so zu sagen auf dem Gewissen zu haben, weil er vl noch länger leben könnte. Was denkt ihr?

(sorry für den Roman)

asilst-- du bist ein liebevoller mensch , der nich t oberflächlich handeln wird-- wenn dir dein hund sagt -- ich mag nich t mehr ,ich kann nich t mehr, laß mich in ruhe gehen-- DAS wirst DU merken und dann zögere nicht - ein bekannte r hat seinen schäfi einschläfern lassen müssen -er war 14 geworden und konnte kaum mehr laufen( erhatte ihn mit 8 jahren aus dem tierheim geholt) -- er ging noch gern gassie , freute sich auch über andere hundebegegnung , war keinesfalls agressiv ,aber zum schluß ließ er sich einfach aus dem auto fallen , weil er nich t mehr anders konnte--er frass aber noch und versuchte sogar zu "spielen" -- mein bekannter meinte, als er auf dem tish bei der ärztin lag , schaute er ihn mit einem blick an , der ihm mitteilte ""gott sei dank hast du kapiert , was ich wollte"" -- und trotzdem machte er sich vorwürfe-- nicht weil er ihn hatte jezt einschläfern lassen ,sondern er meinte , er hätte es früher sehen müssen, er meinte jessy hätte ihm schon früher solche signale gegeben .

du siehst man kan nicht immer alles richtig machen-- wir sind nur menschen und könne uns nur mühe geben ! viel kraft für dich ,und ich finde du bist ein ganz toller mensch !

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@eggenberg1

Ach gott, so will ich nicht, dass es endet. Ist ja schrecklich! Aber vielen lieben Dank für deine Worte, wirklich. Das gibt Mut und Kraft!!

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@eggenberg1

du meinst, der hund entscheidet? ja ich weiß nicht, ob ich seine signale richtig deuten kann.

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Vielen, lieben dank für eure Gedanken dazu. Es hilft mir wirklich mich besser mit dem Ganzen auseinander zu setzen. Vielleicht kann ihm aber durch die Schmerzmittel (sollte er sie gut vertragen) doch noch einige schöne Monate bereitet werden, wo er nochmal das machen kann, was er möchte, ohne irgendwelche Beschwerden. Ich werde ihn solange versuchen schmerzfrei zu halten wie es nur geht und ihn die Zeit noch Hund sein lassen?

FORTSETZUNG DER FRAGE UNTEN!!!

Die Tierschutzorganisation zahlt die Medikamente. Es gäbe schon eine OP bezüglich der Cauda Equina, aber die kostet sehr viel und ist mit großen schmerzen & langem Heilungsprozess verbunden. Für so einen bewegungsfreudigen Hund denke ich wirklich schwierig einzuhalten. Und damit ist aber das Problem HD nicht gelöst. Grundsätzlich läuft er aber noch freudig herum und will beschäftigt werden, deshalb mein schlechtes Gewissen. Andererseits hab ich dann wieder ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihn laufen lass und er stolpert und dann wieder schlechter geht.

Aber danke für eure Beiträge, mir hilft jede Art von Input! :)

Nein. Bei dieser Vorgeschichte und mit diesen Erkrankungen sehe ich nur außer Operationen haufenweise Schmerzmittel.

Ich hatte mal einen ähnlichen Fall. Wenn ich recht erinnere bat er nach wenigen Wochen um Erlösung. Tiere "schweißen" dann. Damals wollte der Tierschutz Theater machen weil ich dem nachgegeben habe. Später erfuhr ich dass alle seine Geschwister sehr früh aus gesundheitlichen Gründen gestorben sind.

Es geht nicht darum ob Du Dein Leben auf den Kopf stellst. Es geht darum ob es verantwortbar ist Leid zu verlängern.

Ich kannte die Tierarztpraxis schon. Ich hatte vorher mal einen zugelaufenen Hund dort operieren lassen, ihn dann weiter ordentlich fit gemacht. Der Arzt hat mit uns nicht diskutiert. Er hat nicht mal den Hund damals groß untersucht. Aber später aufgemacht damit mir sogenannte Tierschützer keinen Strick drehen können.

Schaue Dir den Hund an! Er hat keine Kraft mehr mit anderen Hunden in Kontakt zu treten. Deshalb wehrt er sie ab. Denn wie sein sonstiger Zustand ist weißt Du nicht.

Ich habe Sterbehilfe bei Menschen gemacht und bei einigen Tieren. Sterbehilfe bedeutet aktiv dabei zu sein wenn ein Lebewesen sich auf den Weg nach Anderwelt macht. Bei Tieren ist es zumindest in Deutschland erlaubt diesen Prozess würdig zu gestalten, bei Menschen ist das bei uns aus vielen Gründen in der Regel nicht möglich. Ich weiß dass es das größte und auch bei Tieren für die Zurückbleibenden sehr anstrengend sein kann. Um so größer ist das gewährte Geschenk.

Danke für deine ehrlichen Worte!! Was meinst du mit schweißen? Ja es gibt bestimmt auch Leute, die der Meinung sind, dass man dem Hund doch noch eine Chance geben sollte. Aber langsam, je mehr ich drüber nachdenke, gibt es keine Chance, dass es ihm wieder richtig gut geht. Er ist schon seit wie gesagt 7 Monaten bei mir und ich hab mich immer gewundert, warum seine Oberschenkelmuskel einfach nicht an Masse zulegen. Die braucht er doch, damit die Hüftgelenke nicht so stark belastet werden. Dank der Cauda Equina kann er dort keine Muskeln mehr aufbauen, sie werden kontinuierlich verschwinden und damit sein Hüftleiden immer größer. Und wenn ich mir vorstelle, dass er mit einem eingeklemmten Rückenmark durch die Gegend läuft, dann wird mir auch ganz anders. Aber da wir jetzt grade erst mit der Schmerztherapie beginnen, schlägt es doch hoffentlich noch ein weilchen an.

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@Asilst

Das nennt sich bei Hunden so wenn sie sterben wollen.

Ich weiß nicht ob Du schon mal erlebt hast wie sich Menschen mit seinen Krankheiten fühlen und wie da Schmerzmittel helfen. Egal ob dann von Schmerztherapie geredet wird oder nicht. Ich habe früher Menschen sehr weit schreien hören trotz aller zur Verfügung stehenden Mittel. Und da wo ich arbeitete waren sehr erfahrene Fachmenschen am Werk.

Wenn der Hund nur noch den Kontakt mit Dir sucht wünsche ich Dir von ganzem Herzen vor Ort einen erfahrenen Hundemenschen mit Herz der seine ehrliche Meinung dazu äußern kann. Mein Mann hat damals auch nicht erkannt dass der Hund nicht mehr konnte und nicht mehr wollte. Für mich war es nicht der erste und ich hatte schon lange gelernt zuzuhören.

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@dawala

Leider nein. Ich habe hier niemanden, der seinen Hund schonmal gehen lassen musste und mein Sorgenkind kennt. Ich habe so etwas auch noch nie mitansehen müssen bzw. miterlebt. Menschen, die meinen kleinen nicht gut kennen, denken, dass alles OK ist bei ihm. Ich bin die einzige die für ihn sorgt und mit ihm arbeitet. Er geht mit niemand anderem mit. Es kann daher auch niemand sonst beurteilen. Leider bin ich emotional stark darin verwickelt und kann daher nicht objektiv auf die Sache blicken.

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Du sagst er war nicht immer so unverträglich?

Das kann jetzt wirklich an den Schmerzen liegen.

So Leid es mit tut aber so wie das beschreibst ist der Hund kaum in der Lage irgendwie mal Schmerz frei zu sein. So was ist bitter, vor allen Dingen für den Hund-.-

Deine Gedanken ihn gehen zu lassen sind absolut nach vollziehbar!

Wir hatten etwas ähnliches bei einem Pferd. Hochgradige Schale (Arhrose art) aufgrund eine Unfalls. Er hatte anch eienr langen teuren behandlung wieder Jahre dazu bekommen doch dann fing er an auch im schritt dauerhaft zu lahmen.

Wir fuhren in die Klinik "Ist operabel aber die Narben schmerzen genauso, er wird NIE wieder Schmerz frei sein!"

Bitter mussten wir uns mit der selben Frage auseinander setzen. Er hatte Lebensfreud war er 10 Jahre aber er hatte immer Schmerzen und es verschlechterte sich. Das war das erste Pferd das meine Mutter hatte und das letzte zu dem sie so eine Bindung hatte.

Wir ließen ihn mit 10 1/2 gehen-.-

Das war soo bitter. Aber ihn immer leiden zu sehen konnten wir auch nicht-.-

Das er ins Bett pinkelt und darin liegen bleibt zeigt wie mies es ihm geht. Und ist eine Qual für den Hund denn normal würde die niemals ihr Bett Einnässen und auch noch darin liegen.

Das Bild das du wieder gibst zeigt einen stark leidenden Hund mit keiner Besserung in Sicht.

Mein Rat. Suche mit den Röntgenbildern udn Diagnosen auch andere Tierärzt auf, zeige ihnen den Hund und frag sie was sie machen würden.

Wenn bis auf eine Ausnahme (die Geld wittert) alle sagen "Erlöse ihn" dann dürfte dir das bei der Entscheidung helfen.

Meiner Meinung nach ist das was du beschreibst kein Leben mehr.

Es ist auf jeden Fall verständlich das du diesen Gedanken hast.

Nein, also in der Art reagierte er Anfangs nicht auf andere Hunde. Zu Beginn war es ein Beschnüffeln und vl ein Anbellen, aber nicht Aggressiv. In letzter Zeit aber passierte es häufig, dass wenn sich ein Hund ihm freundlich annähert, er richtig heftig reagiert. Er "spielt" auch wahnsinnig gerne mit anderen Hunden, aber mir kommt inzwischen vor, dass es kein richtiges Spiel ist, sondern er versucht, den anderen Hund außer Gefecht zu setzen, ihn zu Kontrollieren, um dem Hund vl die Möglichkeit zu nehmen sich zu verletzen. Sind wir mit Freunden und deren Hunde unterwegs, dann hütet er und kontrolliert und ist permanent gestresst und achtet nicht auf sich selbst.

Ich werde diese Woche noch meinen TA um ihre ehrliche Meinung fragen. Und nein, besser als jetzt wird es bestimmt nicht mehr. Und man merkt ihm schon an, dass etwas nicht stimmt, obwohl er sehr schmerzunempfindlich zu sein scheint, nach der Prognose, die er bekommen hat.

Danke für deine Antwort!

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Schmerztherapie ist nur Symptombezogen. So schwer es faellt aber wuerde ihn auch einschlaefern lassen. Was mit der Tierschutzorganisation meine zählt die Tierarztkosten.

asilst-- glaube mir -- JEDER halter , der ein tier bewußt einschläfern läßt ,hat ein schlechtes gewissen-- ich erinnere mich an meinen ersten kater. er hatte gift gefressen ,was in unserer gegend ausgelegt worden war- ich bracht ihn zum arzt ,er bekam mehrere tropfs ,es ging ihm besser ,aber er konnte seinen urin nicht halten - die ärtzin sagte mir , auch wenn er wieder auf die beine kommt, sein gehirn wäre so sehr angegriffen , er würde nie mehr der alte sein ,nie mehr sauber sein können- er schlief in meinen armen ein ,aber ich habe die ärztin beschimpft : sie hätte ihn ja n ur eingeschläfert , weil wir auch nicht in der lage waren, ihm eine intensivere medizinische hilfe zukomenn zu lassen. sie nahm mich in den arm und sagt mir dass ich ruhig glaube könnte , dass ich das richtige getan habe-- gerade im sinne des katers --für ihn wäre es kein lebenswertes leben mehr gewesen .. ich hoffe ich konnte dir deine gedanken bestätigen

Deinen Kummer, deine Sorgen, deine Bedenken und auch deine Ängste kann ich sehr gut nachvollziehen...

Ich habe alles von dir Geschriebene sorgfältig gelesen...

Meine ganz persönliche Meinung lautet:

Bitte lass diesen Hund, der in seinem Leben so viel erleiden musste, in Würde über die Regenbogenbrücke gehen...

Ich wünsche dir, dass du dich mit dem Gedanken anfreunden kannst.

Alles Gute für euch beide!

Vielen, lieben dank für deine Gedanken dazu. Es hilft mir wirklich mich besser mit dem Ganzen auseinander zu setzen. Vielleicht kann ihm aber durch die Schmerzmittel (sollte er sie gut vertragen) doch noch einige schöne Monate bereitet werden, wo er nochmal das machen kann, was er möchte, ohne irgendwelche Beschwerden. Ich werde ihn solange versuchen schmerzfrei zu halten wie es nur geht und ihn die Zeit noch Hund sein lassen

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@Asilst

noch eine klitzekleine Anmerkung von mir: wenn du traurig bist und schweren Gedanken nachhängst, dann spürt es dein Hund... Dafür hat selbst dein kranker Hund ein sensibles Gespür... Versuche einen "normalen" Alltag mit ihm zu leben; du darfst dem Hund auch ruhig etwas abverlangen - wahrscheinlich will er sogar (seinem jeweiligen Gesundheitszustand angepaßt) kleine Aufgaben erledigen... Das musst du immer wieder neu feststellen...

Das ist nicht leicht - alles Gute für euch

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@orkanellen

Ja da hast du recht. Heute morgen habe ich mit ihm 20 minütiges Dummytraining und eine halbe Stunde Nasensuchspiele gemacht, er hat alles perfekt, mit Feuereifer ausgeführt. Da hat er Spaß dran! Er fordert mich immer zum fangen-spielen auf, ich sehe seinen flehenden Blick, ich soll ihm doch endlich nachlaufen, und er kann dann endlich rennen. Mir kommen die Tränen, wenn ich sehe, dass er selbst sich überhaupt nicht schont und jedes Loch im Boden übersieht und danach dann wieder zu humpeln beginnt. Er ist halt einfach mit Feuereifer bei der Sache. Aber du hast natürlich recht, würde ich ihn nur noch langsam an der Leine gehen, könnte ich es direkt beenden, da hätte er überhaupt keinen Spaß mehr.

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