Geburtsdatum in Elbischeschrift, wer hilft

5 Antworten

sevi008 hat ja schon eine Menge Richtiges gesagt. Ich schreibe Dir die Zahlen nochmals (in meinem Font sind die Ziffern einfacher auseinanderzuhalten).

Was das Wort „Stier” betrifft: Du hast die Möglichkeit einer Transliteration (die Laute S-T-I-R in elbischen Buchstaben wiedergeben) oder einer Übersetzung. Ersteres ist einfach, aber zweiteres erfordert, daß man irgendwo ein elbisches Wort für „Stier” herbekommt.

Im Herrn der Ringe oder im Silmarillion fällt mir nichts in diese Richtung ein; aber in einem Brief hat Tolkien mal über ein Sindarin-Wort für „Stier” geschrieben, nämlich in Zusammenhang mit zweiteiligen Personennamen.

I recently played with the notion of using the word for bull I gave you, which introduced in the form -mund gives a fairly familiar sound (as in Edmund, Sigismund, etc.), and adding a few Elvish prefixes, producing names like Aramund ('Kingly bull'), Tarmund ('Noble bull'), Rasmund ('Homed bull'), Turcomund ('Chief of bulls'), etc (Letters, #345)

Daraus folgere ich, daß mund ein geeignetes Wort für „Stier” ist. Wie man es in Tengwar schreibt, siehst Du am angehängten Bild.

Und wenn Du mehr über elbische Schrift lesen willst, empfehle ich Dir natürlich meine eigene Seite: http://gernot-katzers-spice-pages/tolkien/tengwar.html

Datum und „Stier” - (Tattoo, elbisch)

Dann will ich deinen Beitrag auch mal etwas unter die Lupe nehmen :P (nicht böse gemeint). Du sprichst von einer Transliteration. Das ist meines Wissens nach aber etwas anderes, das mir bekannteste Beispiel ist die Frage, wie man "Jesus" ins Quenya übersetzen könnte. Da ist die häufigste Antwort: eine Transliteration: deutsch: "Jesus" wird zu Quenya: "Yésus". Die 'Umschreibung' eines Textes in eine andere Schrift (ob phonetisch oder orthografisch) nennt man aber vielmehr eine Transkription. Du sprichst richtig für eine phonetische Transkription von Lauten, die umgesetzt werden müssen, machst aber prompt einen kleinen Fehler bei der Lautzerlegung: Diese ist bei "Stier" keineswegs [sti: r] sondern [ʃti: r] (ʃ ist der Laut "sch"): St wird am Silbenanfang als "SCHT" ausgesprochen und muss dementsprechend mit dem Tengwa für [SCH] und nicht für [S] transkribiert werden. In meiner Version verwende ich ein Tengwa, dass direkt für [SCHT] steht, wie dies zustande gekommen ist ist einfach ersichtlich: es ist einfach eine "Verschmelzung" der üblichen Tengwar für die beiden Laute [ ʃ ] und [ t ].

lg sevi008

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@sevi008

„Transkription” und „Transliteration” sind zwei Begriffe, die sich auf das Schreiben einer Sprache A (mit Schrift B) in einer dazu nicht üblichen Schrift C beziehen. „Transkription” bedeutet dabei, daß man dabei innerhalb der Limits von C bleibt und die Aussprache möglichst gut wiedergibt; „Transliteration” bedeutet, daß man die Orthographie von B in C nachbildet, auch unter Verwendung von Sonderzeichen, die gewöhnlich nicht Bestandteil von C sind.

Also, Beispiel: Der indische Gott der Stabilität heißt विष्णु. Die übliche, englisch motivierte Transkription dafür ist Vishnu, aber für einen Deutschsprachigen wäre auch Wischnu angemessen. Die Transliteration ist Viṣṇu, mit einem Punkt unter dem S und dem N, damit diese als retroflexe Laute gekennzeichnet sind.

Auch wenn die Trennung nicht ganz scharf ist (eine Umschrft könnte unter sehr günstigen Bedingungen ja gleichzeitig Transliteration und Transkription sein), finde ich für meine Schreibungen eher den Begriff Transliteration angemessen, weil ich ja meist Buchstaben übertrage und nicht Laute; andererseits hast Du auch Recht, daß es keine echte Transliteration ist (die würde deutsches IE ja mit zwei Buchstaben i-E und nicht einem Lang-I wiedergeben).

Über die Schreibung von „Stier” hätte ich aber wirklich noch ein paar Worte fallen lassen sollen. Dieses Beispiel ist wild gemischt: Das deutsche IE habe ich durch ein Tengwar-Zeichen für langes I repräsentiert (also lautgetreu), das ST aber orthographisch als S+T. Der Grund ist natürlich, daß s in den elbischen Sprachen kein [ʃ] gibt. Daher gibt es auch kein Tengwa, das für diesen Laut steht (genausowenig, wie wir einen lateinischen Buchstaben für retroflexes N haben; sowas brauchen nur Inder).

Wenn ich das richtig verstehe, ist Dein Tengwa für ST frei erfunden: Ein beidseitig verlängerter Stamm (Telco) mit zwei offenen Bögen in verschiedene Richtungen. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas bei Tolkien je gesehen zu haben. Sowas kann man natürlich machen, ist aber gefährlich. Wenn Tengwar jemals im Unicode-Standard erscheinen werden, wird Dein ST ziemlich sicher nicht dabei sein; dann kannst Du es nicht im Web verwenden, sondern nur auf Deinen eigenen Graphiken.

Eine andere Möglichkeit bestünde darin, daß man die Calmatéma für die Palatal-Laute verwendet (Tolkien erwähnt, daß so etwas fürs Schreiben von Westron in Gebrauch sei, aber es gibt keine Beispiele dafür), also vermutlich calma=[tʃ], anga=[dʒ], harma=[ʃ], anca=[ʒ]. Wirkt aber auch sehr verwirrend, vor allem bei kurzen Inschriften.

tl; dr

Auch wenn es oft einfach ist, schnell eine Lösung für eine Bitte „Schreib mir was vom Pferd!” hervorzuzaubern, so ergeben sich im Detail oft verschiedene Ansätze. Einen wirklichen Standard, was “richtig” und “falsch” ist, gibt es nur beim Schreiben elbischer Worte in elbischer Schrift.

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@indiachinacook

Wenn ich den Hintergedanken deines letzten Abschnitts richtig auffasse sind wir uns einer Meinung und wollen uns über die Details nicht streiten^^

Drum nur ganz kurz:

zum [ ʃ ]: Übernommen aus dem (gemäss folgendem Link von Tolkien grösstenteils attestierten) phonetischen Modus für Englisch: http://at.mansbjorkman.net/teng_general_english.htm#phon_cons

die pure Existenz der Tengwar mit Ober- und Unterlänge ist hauptsächlich durch die Ringinschrift belegt. Weiter werden sie auch in obiger Quelle verwendet. Die Verwendung dieses Zeichens als [ʃt] ist aber eine eigene Erfindung (in diesem Sinne, ebenso habe ich auch ein "kombiniertes" Tengwa für [pf] (Verschmelzung der Tengwar für [p] und [f].)

Wie gesagt, ich möchte die Diskussion (auch nicht?) ausufern lassen; dennoch fachsimple ich gerne, man kann nur daraus lernen. Ich bin auch mit einigen deiner Argumente vollkommen einverstanden (insbesondere das mit Transliteration <> Transkription)

lg sevi008

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@sevi008

Deutsche Wörter in Tengwar zu schreiben ist immer eine Extrapolation; und da finden verschiedene Leute natürlich verschiedene kreative Lösungen. Die sind dann aber niemals „richtig” oder „falsch”.

Ein frei erfundenes Tengwa (Hybrid aus thúle und harma) ist aber schon eine sehr weite Extrapolation. Es ist zweifellos sehr geschickt gemacht und kann den „Geist” der Schrift gut widerspiegeln; aber private Zeichen sind immer problematisch in Bezug auf Standards. Außerhalb von Pixelgraphiken kann man so etwas kaum verwenden. Ich habe ja doch noch Hoffnung, daß ich Unicode-Tengwar erleben werde, und dann werden wir Tengwar ganz normal in Emails verwenden können oder Filenamen am Computer in Tengwar schreiben können — aber natürlich nicht mit Deinen Eigenbau.

Was aber wieder einmal zeigt (und da bin ich genauso schuldig wie Du): Auf eine Anfrage nur ein paar Tengwar zu posten ist zu wenig. Man muß alle Annahmen und Entscheidungen aufführen, sonst kann der Empfänger damit relativ wenig anfangen.

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@indiachinacook

:D Wenns tatsächlich einmal wahr wird, dass unsere geliebten Tengwar den Weg in die Unicode-Tabelle finden, verzichte ich gern auf meine Hybrid-Zeichen; so gesehen sind es nur Kurz-Schreibweisen für die einzelnen Tengwar. Andererseits bestünde dennoch Hoffnung, da diese Zeichen doch in den meisten Fonts enthalten sind.

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@sevi008

Du wirst es kaum glauben, aber das Unicode Tengwar Proposal ist bereits 20 Jahre alt.

http://www.evertype.com/standards/csur/tengwar.html

Allerdings gibt es damit auch genug Probleme.Das Hautproblem ist, daß man einem Vokal­zeichen nicht ansieht, ob es jetzt auf das vorangehende oder nachfolgende Konsonanten­zeichen geschoben gehört. Daraus folgt allerhand Ärger.

Wenn die Standardisierung irgendwann durch ist, dann legt der Standard die vorhandenen Zeichen fest, nicht der Font. Deshalb haben dann alle dieselben Zeichen zur Verfügung, und Deine Hybridzeichen gehen nur dann, wenn jemand Michael Everson beschwatzt, sie in den Standard hineinzunehmen.

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