Gebühr für Essensreste. Ist das juristisch in Ordnung?

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12 Antworten

Niemand zwingt Dich zu diesen Bedingungen dort essen zu gehen, Du kannst einfach wegbleiben.

Allerdings macht diese Regelung natürlich Sinn. Das Phänomen der überladenen Teller hat ja mit den AI-Urlauben bereits angefangen. Nun schießen hier die, meist asiatischen Restaurants wie Pilze aus dem Boden und dort geschieht das Gleiche.

Einige Restaurants weisen sogar darauf hin das sie die Einnahmen aus diesen Überfüllungen an die Aktion Brot für die Welt spenden.

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Wenn es bereits im Aushang des Lokals so steht, dürfte es rechtlich sicher abgesegnet sein. Sonst riskiert der Gastronom seine Gäste zu vergraulen und das wird kaum einer tun, ohne sich vorher abzusichern.

Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es eine insgesamt traurige Entwicklung ist, wenn solch ein Restaurant seine Gäste an "Verschwendung" erst erinnern muss!

Keiner wird gezwungen seinen Teller zu überladen und dann die Hälfte stehen zu lassen. Wenn man etwas nicht kennt, dann tastet man sich mit einer kleinen Menge ran und holt evtl. noch nach. Aber was durch die Maßlosigkeit einiger Menschen einfach im Müll landet, da sollten alle Gesetze der Welt auf der Seite des Gastwirtes sein!

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Bei "All you can eat" ist das wohl zulässig. Denn wie der Name schon sagt "alles was du essen kannst".

Wenn man sich den Teller so voll schaufelt das man es eben nicht mehr essen kann, dann wird der Rest in den Müll geworfen.

Zitat:

"Bei À-la-carte-Gerichten bestimmt ja das Restaurant, wie viel auf den
Teller kommt. Da kann natürlich niemand eine Extra-Gebühr erheben." Bei
Buffet-Angeboten indes sei der Gast verantwortlich. "Wenn ihm vorher
gesagt wird, dass er die Reste zahlen muss, ist das in Ordnung."

http://www.derwesten.de/panorama/immer-mehr-restaurants-verlangen-eine-gebuehr-fuer-essensreste-id11642760.html

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Kommentar von Cyberjack
11.03.2016, 23:42

Das kommt darauf an. Siehe diese Bild:

http://bilder.bild.de/fotos-skaliert/speisekarte-yumini-51427341-44888836/2,w=559,c=0.bild.jpg

Hier bewirbt das Restaurant "All you can eat", jedoch nicht per Selbstbedienung, sondern über eine reguläre Bestellung beim Kellner. Zu mal man selbst mit der Einschränkung "Pro Bestellrunde maximal 5 bzw. 6 Items pro Person" nicht einschätzen kann, wie groß die "Items" ausfallen. Ergo kann man die Menge nicht mehr selbst beeinflussen und somit ist diese "AGB" bzw. eine geforderte Strafgebühr nichtig.

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Es sieht aus wie eine Erziehungsmaßnahme, die mir sehr sympathisch ist.

Ich würde mal sagen: Wenn es in der Speisekarte steht, bzw. irgendwo sonst, wo es gut sichtbar ist, dann ist es auch rechtens.

Wahrscheinlich ist diese Maßnahme notwendig, um grenzenloser Verschwendung entgegenzuwirken.

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Warum nicht, wenn die "Spielregeln" bzw. Vertragsbedingungen vorher bekannt gemacht werden?

Sie müssen sich nicht darauf einlassen, dass Vandalen sich Schweinetrog-Portionen auffüllen, die sie nicht essen können.

Es ist auch im Sinne der Gäste, wenn sie nicht das Übermaß der Vandalen mitbezahlen müssen.

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Wenn Du das Angebot "All you can eat" annimmst, heißt das "zahle einen Festpreis für das was Du ESSEN kannst, nicht für das was Du TRAGEN oder auf den TELLER PACKEN KANNST. Warum sollst Du nicht sanktioniert werden, wenn Du die Regel nicht beachtest. Wenn das vor dem Betreten des Lokals (Preisauszeichnungsgesetz) zu lesen ist, ist das in Ordnung.

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Klar ist das zulässig. Der Anbieter kann den Deal anbieten, wie er möchte. Den Gesetzgeber interessiert das nicht.

Ich finde das auch richtig so. sonst landet zu viel in der Tonne, weil die Leute maßlos auf den Teller packen, in ihrer Gier. Der Wirt hat keinen Bock, sein Geld in die Tonne wandern zu sehen, ganz abgesehen von seiner Arbeit und der hiezulande leider üblichen Lebensmittelverschwendung.  

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Hallo, darter90.

Meines Erachtens: ja., wenn es zuvor deutlich als Bedingung ausgehangen ist.

Damit soll der sogenannten römischen Völlerei vorgebeugt werden: f*ssen, kot*en, weiter f*essen, fett Essen liegen lassen.

Die betreffende Restauranz hat ein bestimmtes Budget bei solchen Angeboten eingeplant, das durch Vielfrasse gesprengt wird, die ohne Verstand schlingen wie Wölfe, um dann noch Grossteile des Mahles überzulassen = dazu noch sinnlose Verschwendung, lG.


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Der Begriff "all you can eat" ist rechtlich nicht festgelegt. Eine Herleitung von Detailpunkten, wie es hier der Ein-oder-andere macht, ist rechtlich irrelevant.

Es kommt immer auf die Leistungsbeschreibung an, welche vor der Bestellung den Käufer in geeigneter Form bekannt gemacht werden muss. In einem Restaurant sind Speisekarte und Aushänge die Leistungsbeschreibung.

Es stellt sich aber die Frage der Höhe dieses Entgelt. Es darf nur die tatsächlichen Kosten decken, wobei Pauschalisierungen erlaubt sind. Erzieherisch hohe Entgelte sind nicht erlaubt. Fünf EUR erscheinen mir da etwas hoch.

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Kommentar von furbo
12.03.2016, 06:57

Fünf EUR erscheinen mir da etwas hoch.

kommt drauf an, was du als Berechnungsgrundlage ansetzt. Wenn du die Herstellungskosten für das stehengelassene Essen nimmst, könnte es sogar noch mehr sein. 

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Kommentar von Bitterkraut
12.03.2016, 11:36

Warum darf das Entgelt für das weggeworfene Essen nur die Kosten decken? Steht das irgendwo? De Wirt ist da völlig frei in seiner Preisgestaltung.

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Das kam mir noch nie unter und erscheint mir merkwürdig und wie eine versuchte Abzocke.

Aber: Wenn das vorher klar und deutlich mitgeteilt wurde und Selbstbedienung herrscht, geht es wohl in Ordnung. Andernfalls nicht.

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Kommentar von landregen
11.03.2016, 23:07

"Selbstbedienung" ist allerdings ein wesentliches Stichwort!

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Das ist gut! Dann lernen die Leute vielleicht mal, sich das auf den Teller zu legen, was sie auch wirklich essen und verschwenden nicht so viel! Korrekt.

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Ich finde es sogar richtig gut! Ob es okay ist, eine andere Frage.
Aber ich finde es gut, damit nicht unnötig essen verschwendet wird.
Kann man doch verstehen oder ?;-)

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