Gebrochenes Bein beim Pferd - Todesurteil?

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Es gibt natürlich Therapiemöglichkeiten, die sind aber sehr teuer und auch abhängig davon, wie alt das Pferd ist, wo genau der Bruch ist, was für ein Bruch es ist usw.

In den meißten Fällen wird dann eingeschläfert, denn die wenigsten könnten sich die Behandlung überhaupt leisten und oftmals muss man dafür mit dem verletzten Pferd auch ganz wo anders hin, wo die Behandlungen und Therapien gemacht werden können, nicht jeder Tierarzt kann das.

Das kostet Zeit und Geld und unter Umständen kann man das Pferd danach nicht mehr reiten, es steht also eigentlich nur noch im Stall und auf der Koppel herum und kostet noch mehr Geld.

Da mag einer sein Tier noch so sehr lieben, auf diese Kosten wollen sich die wenigsten einlassen, selbst wenn sie es könnten.

Hallo :) ich hatte mal ein Pferd dass sich den Ellenbogen (beim Pferd das Gelenk dass in die Schulter geht ) gebrochen hatte. Ich war zu dem Zeitpunkt noch Kleiner und hab vergessen das Gatter zwischen zwei offenställen zuzumachen. Daraufhin ist mein Pferd und paar andere natürlich gleich zu der anderen Herde gelaufen. Die beiden Herden haben sich dann untereinander verprügelt und mein Pferd hat dann einen ziemlichen Schlag auf das Ellenbogen Gelenk bekommen. Daraufhin stand er dann nur noch auf drei Füßen im stall und als wir des dann bemerkt haben haben wir natürlich sofort den ta angerufen und der hat auch gemeint entweder einschläfern oder therapieren (da beim Ellenbogen die Chance auf eine Heilung höher ist als zB beim röhrbein) wir haben uns entschlossen die Therapie zu probieren. Und das Pferd musste daraufhin zwei Monate in einer mini Box stehen wo er sich kaum bewegen konnte damit die Knochen nicht verrutschen. Er war am Anfang sogar noch angebunden damit er sich nicht hinlegen konnt. Nach den zwei Monaten ist er erst mal wider in eine bisschen größere Box gekommen wo er sich zumindest etwas bewegen konnte und paar Wochen später konnte ich schon wider anfangen ihn durch den Hof zu führen. Und wir mussten erst wirklich mit 1 Minute anfangen und uns ganz langsam steigern. Als er dann wieder bisschen länger Schritt gehen durfte haben wir langsam mit den Tränen angefangen und als dass wider einigermaßen ging haben wir ihn zur Sicherheit erst nach mal für fast 2 Monate auf die Koppel mit Rentnern gestellt dass wirklich alles wider gut verheilt. Dann haben wir mit ihm erst einmal Ca 2-3 Wochen nur Aqua Training gemacht dass er paar Muskeln aufbaut. Danach habe ich erst wieder angefangen ihn langsam wieder zu reiten. Da er aber zum Zeitpunkt des Unfalls erst 4 1/2 war und als alles verheilt war war er 5 konnte ich noch einmal mit dem einreiten von fast ganz von Anfang noch einemmal anfangen da er durch das lange stehen und nichts tuen vieles vergessen hatte. In der Zeit als er so lange in der kleinen Box stand hab ich oft gezweifelt ob es das richtige war ihn am Leben zu behalten, doch später als er dann Ca 6 war war er wieder vollständig verheilt und konnte mit seinen ganzen Freunden auf der Koppel umeinander toben, sogar kleine Sprünge konnte ich dann wider mit ihm machen & heute gehört er einem kleinen Mädchen dem er reiten lernt und sie zu ihren ersten Turnieren begleiten wird 💗💗💗

Früher war es wirklich das Todesurteil für ein Pferd. Heute gibt es schon die Möglichkeiten es zu heilen und dem Pferd ein halbwegs normales Leben zu ermöglichen. Dennoch muss man immer abwägen, ob es nicht eine zu große Qual für das Tier ist. Ich denke, dass kann die TÄ Gut einschätzen. Und ja, Pferde liegen auch, aber selten. Dennoch finde ich die Begründung fragwürdig. Meine reitbeteiligung Wurde auch eingeschläfert, nachdem sie sich das Bein gebrochen hatte. Obwohl Sie top gesund war 

Nunja .. A ist es das Gewicht was ein großes Problem ist , sowohl für den Knochen als auch ( zum Thema liegen ) für die Organe . Wenn CA 600 Kilo auf einer Stelle liegen würden ----) Prost Mahlzeit ! Außerdem wurde es zu Dauerkoliken kommen wenn man Pech hat . Wir hatten mal bei uns am Stall eine sehr wertvolle Stute die tragend war , die hatte einen Bruch am Bein und wurde gegipst weil der Besitzer unbedingt das Fohlen wollte . Das arme arme Pferd wurde direkt nach der Geburt eingeschläfert . Anders ist es beim griffelbein . Das heilt relativ gut ab . Mir selbst ist das Reiten garnicht so wichtig bei meinem Pferd und doch würde ich ihm das Leid ersparen . Lg

Eine Op bei einem Pferd ist sehr heikel. Gerade die aufwachphase mit dem aufstehen. Wenn das gebroche Bein operiert wäre, könnte es beim aufstehen schon wieder brechen. Selbst wenn die Aufstehphase gemeistert werden würde, wäre das Gewicht das dann auf dem Bein lastet das nächste Problem. Es gibt wohl Fälle wo alles geklappt hat, aber meistens gehen solche Ops nicht gut. Und ob man das Pferd sich unnötig Quälen lassen muss, ist die andere Frage.

Pferde nach solchen OP s werden mit dem Kran aufgerichtet und in einen Trageband der in der Box an einem Haken aufgehängt wird fertig geheilt. Aber es ist wirklich eine schlimme Zeit für die Pferde, da der Tragegurt auch sehr viele Probleme macht - er drückt ja die ganze Zeit auf den Bauch.

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