Gebrauchtwagenkauf von privat. Was ist zu beachten?

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4 Antworten

Hallo,

als Käufer muss Dir klar sein, dass der Verkäufer keine Gewährleistung geben MUSS, wie es ein Händler tun muss. Du solltest sicher sein, dass der Preisvorteil beim Kauf von privat hinreichend groß ist, um ein technisches Problem ggf. auf eigene Kosten zu bezahlen und dann IMMER NOCH günstiger zu liegen! Das gilt insbesondere für Fahrzeuge mit Laufleistungen jenseits der 100.000 km. Es sei denn, es gelingt Dir, den Verkäufer vertraglich zur Gewährleistung zu verpflichten, dann wärst Du wirklich ein guter Verhandler!!!

Es wurde schon angesprochen, dass Du ein Kaufvertragsformular am besten von einem Automobilclub downloadest, da sind die wesentlichen Punkte berücksichtigt. Ich empfehle dringend, ein Gebrauchtwagengutachten beim ADAC machen zu lassen. Das ist besser als die Meinung des besten Freundes!!!

Achtung: wenn Du dem Verkäufer wirklich auf den Zahn fühlen willst, lass Dir den Kilometerstand als tatsächliche bisherige Fahrleistung bestätigen. Sollte sich dann hinterher herausstellen, dass der Tacho manipuliert wurde, kannst Du den Kauf rückgängig machen lassen (wenn der Verkäufer einen festen Wohnsitz hat, hierzue evtl Einsichtnahme/Kopie des Personalausweises hilfreich)! Die meisten Verkäufer wollen nur den "abgelesenen Tachostand" bestätigen, das bedeutet GAR NICHTS!!!! Du kannst z.B. nach dem Kauf bei einem Renault-Händler über den Zentral-Computer verifizieren lassen, ob nach dem angegebenen Kilometerstand noch Reparaturen oder Kundendienste durchgeführt wurden, das wäre der beweis für eine Tachomanipulation (die übrigens strafbar ist!).

Du solltest unbedingt das Serviceheft prüfen. Sieh nach, ob die Kundendienste im vorgesehenen Abstand durchgeführt wurden (mindestens alle zwei Jahre, auch bei geringer Laufleistung). Dabei darauf achten, dass möglichst nicht alle Einträge mit dem gleichen Stempel, der gleichen Unterschrift, dem gleichen Stift vorgenommen wurden, das sind Indizien, dass ein guter Kumpel gegen ein kleines Entgelt die Kundendienste im Buch zum Zeitpunkt X komplett nachgetragen hat.....

Und Du solltest ferner die Anzahl der Vorbesitzer gemäß Fahrzeugbrief überprüfen. Je mehr Vorbesitzer, desto weniger ist das Fahrzeug i.d.R. wert, insbesondere wenn ein Autovermieter oder eine Fahrschule unter den Vorbesitzern sind.

Ich persönlich würde jedenfalls gut überlegen, ob der Vorteil des Kaufs von einem Privaten so groß ist, dass ich auf Gewährleistung verzichte. Aber ich bin so ehrlich und sage dazu, dass ich selbst Autohändler bin...

Gruß, Hartmut

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Nimm jemanden mit, der sich gut mit Autos auskennt. "Versteckte" Mängel sind eben versteckt und nicht offensichtlich.

Du kannst in einer Werkstatt Deines Vertrauens bei der Probefahrt vorbeifahren und die eben draufgucken lassen.

Checkliste und Kaufvertrag aus dem Internet runterladen ist auf jeden Fall eine gute Idee. Der Verkäufer wird wohl auch einen Vertrag bereithalten. Vergleiche Deinen mit seinem, bevor Du unterschreibst.

Achte darauf, daß ausdrücklich der Kilometerstand und eventuelle Mängel vermerkt sind. Gibt der Verkäufer keine Mängel an, sollte das vermerkt werden!!! (Nur dann hast Du später eine Chance, wenn Du feststellst, daß er was verschwiegen hat.)

Beim Preis hängt alles von Deinem Verhandlungsgeschick ab - oder von dem Deines sachkundigen Begleiters.

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checkliste. auf autoscout24.de denn sollte der sache nix im wege stehen

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formulare für kaufverträge findest du im netz, der ADAC schaut sich gegen entgelt die kiste an (mängel). verhandlung ist übungs- und glückssache

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