Gebrauchtwagenkauf (privat) Mängel verschwiegen

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4 Antworten

Die Rechtslage ist eindeutig, die Beweislage nicht.

Auch wenn es oft anders dargestellt wird, hat der Verkäufer, auch wenn die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen ist, das Fahrzeug frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben. Soll heissen, dass der Veräufer für alle Mängel, die bei dem Auto bei Übergabe vorhanden waren, geradestehen muss, es sei denn sie waren dir bekannt oder offensichtlich. Du kannst jedoch das Auto nicht direkt zurückgeben sondern musst dem Verkäufer eine angemessene Frist zur Nachbesserung einräumen.

Dein Problem liegt in der Beweislage. Du musst beweisen, dass der Turbolader bereits bei Übergabe defekt war. Die Reklamation bereits während der Heimfahrt lässt darauf schliessen, dass der Lader bereits bei Übergabe defekt war. Die Tatsache, dass du während der Probefahrt nichts gehört hast, lässt wiederum den Schluss zu, dass der Mangel bei Übergabe noch nicht vorhanden war.

Wie dem auch sei, dieser Beweis ist der Dreh- und Angelpunkt des ganzen Falles.

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Kommentar von AanAllein
06.03.2014, 10:28
Auch wenn es oft anders dargestellt wird, hat der Verkäufer, auch wenn die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen ist, das Fahrzeug frei von Sach- und Rechtsmängeln zu übergeben. Soll heissen, dass der Veräufer für alle Mängel, die bei dem Auto bei Übergabe vorhanden waren, geradestehen muss, es sei denn sie waren dir bekannt oder offensichtlich.

Was für ein Unsinn. Eben genau das wird durch den Ausschluss der Sachmängelhaftung verhindert. Der Verkäufer darf nur nicht arglistig Mängel verschweigen. Dazu müssten sie ihm aber erstmal bekannt sein.

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Ich habe jetzt mit dem Vorbesitzer telefoniert, der im Brief eingetragen ist. Er hat das Auto beim Neuwagenkauf in Zahlung gegeben. Nun vermute ich, dass der private Verkäufer was mti dem Autohaus zu tun haben könnte, also Verkauf über einen Mittler, um die Gewährleistung zu umgehen. Auch wenn das nicht so wäre, wenn jemand ein Auto erwirbt und weiterverkauft ohne auf sich zuzulassen, gleicht das dann nicht dem Status von eines Händlers? Und somit Gewährleistungspflicht? Um sowas zu klären, gehe ich zu einem Verkehrsanwalt?

Kann mir jemand aus Erfahrung einen erfahrenen "Fuchs" per PN schreiben? Bzw. kann mir einen Tipp gegeben wie ich vorgehen kann, um einen geeigneten Anwalt zu finden?

Vielen Dank schon mal!

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Da der Kaufvertrag die Sachmängelhaftung ausschliesst, hättest du nur dann eine Chance auf Regressforderungen, wenn der Verkäufer dir Mängel arglistig verschwiegen hätte. Das müsstest du beweisen.

Ich würde dem Käufer empfehlen beim nächsten Autokauf von privat sorgfältiger zu prüfen und vielleicht auch mal beim ADAC oder ähnlichem vorbei zu fahren.

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Das solltest du den Verkehrsanwalt deines Vertrauens fragen.Der weiss das sicherlich.

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