Gebrauchtwagen vom Händler oder Privat kaufen?

12 Antworten

Hallo!

Ist egal bzw. kommt aufs Auto an. Wenn ein junges Auto gesucht wird, würde ich allein schon wegen dem üblichen Garantie-/Gewährleistungspaket beim Vertragshändler kaufen - übrigens spart man oft Geld, wenn man z.B. ein Auto bei einem Vertreter einer anderen Marke kauft: Der VW-Händler wird froh sein, einen in Zahlung genommenen Opel loszuwerden und bietet ihn daher billiger an als der VW-Händler - meistens zumindest, muss man vergleichen ... einfach mal schauen!

Es macht schon Sinn, beim Händler zu kaufen: Man sichert sich ab. Ein Bekannter von mir hatte sich vor zwei Jahren für 13000 Euro (!) z.B. einen Golf von privat gekauft - nach einem halben Jahr war die Klimaanlage kaputt, was beim Händlerkauf eines 13000-Euro-Golfs oder Ähnlichem locker die Garantie gedeckelt oder zumindest anteilig übernommen hätte. Das war hier natürlich nicht drin, der Spaß hat nochmal 1000 Euro gekostet. So etwas kann man sich sparen.

Einen alten Wagen, den der Händler sowieso nur "im Kundenauftrag" (meist existiert der ominöse Kunde gar nicht und es soll nur Gewährleistung umgangen werden) oder als "Bastlerfahrzeug" oder "gegen Quittung" verkaufen würde - ich hab' das alles schon erlebt - kann man auch von privat kaufen. Zumal viele Händler sich kaum noch irgendeinen bspw. 190er-Mercedes, Opel Vectra B oder Golf 3 auf den Hof stellen.. man muss sie aber auch verstehen können: Solche Schnäppchen landen oft bei Leuten, die dann wegen jeder Kleinigkeit antanzen und Rabatz machen, das wollen die Händler sich einfach sparen udn geben daher auch gute Altautos mit tollem Zustand lieber schnell ins Ausland oder zum Schotterplatz-Ali weiter. Da ist es oft sogar besser, privat "shoppen" zu gehen - ich persönlich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Man sollte aber lieber vom netten Rentner kaufen, dem der Erlös eher egal ist und der kein Geschäft machen muss, als von einem stadtbekannten Heizer und Poser oder von einem, der dringend Geld braucht. Aber das kriegt man schnell raus - gute ältere Autos findet man oft eher in den Zeitungen oder Kleinanzeigern. Wichtig ist nur ein seriöser Kaufvertrag, reicht ja formlos aus mit dem Hinweis "keine Garantie oder Gewährleistung - wie gesehen so gekauft, wie er steht und liegt" oder so.

Nur vom Online-Kauf oder weiteren Anfahrtswegen rate ich ab, vor allem bei älteren Autos von ich sage mal unter 5000 Euro - klar ist die Versuchung durch bunte, ansprechend gestaltete Online-Inserate groß und das Internet bietet mehr Angebote an als das früher gewesen ist, wo man halt einfach "mal eben schnell" zum VW Mott um die Ecke oder zu Ford Kömpf oder auch zu Peugeot Schreck (das waren Zeiten^^) usw. gegangen ist und dort geguckt hat, was grad auf'm Hof steht und preislich im Rahmen ist, ehe man zugeschlagen hat. Aber es hängt zu viel negatives dran bzw. man kann dort eher eingehen - außerdem spart man meist deutlich weniger als gedacht bis nix. Außerdem müssen Beschreibung und tatsächlicher Zustand oft anders aussehen.

Ich würde eher mal vor Ort schauen was es gibt, viele Autohäuser organisieren inzwischen auch wunschgemäß Fahrzeuge - vielleicht nicht grad irgendeinen 1000 Euro Hobel (die müssen ja Gewährleistung geben), aber ansonsten kann man es mal versuchen. Einzige Ausnahme: Wenn das gesuchte Auto ein rares Sammlerstück ist, das es nur ganz selten gibt, kann man mit einem weiter entfernten Anbieter durchaus Kontakt aufnehmen - muss aber dann auch extrem aufpassen und sich absichern bis zur Grenze, und sollte sich verinnerlichen dass auch die teure Bahnfahrt im Fiasko enden kann wenn das angebotene KFZ in einem kläglichen Zustand da steht, von dem nicht die Rede war.

Woher ich das weiß:Hobby – Bin in absoluter "KFZ-Familie" großgeworden.

Das kommt auf das Fahrzeug, das Alter, die finanzielle Investition sowie nicht zuletzt auch den zur Verfügung stehenden Händler an.

Je älter und billiger das Fahrzeug ist, desto eher steht es bei einem Händler auf dem Hof, der im Zweifelsfall weniger vertrauenswürdig erscheinen wird, als ein Privatverkäufer des Fahrzeugs.

Grundsätzlich muss dir ein „richtiger„ Händler zwei Jahre Gewährleistung geben, die er beim Gebrauchtwagen aber auf ein Jahr reduzieren kann. Da hast du - zumindest in der Theorie - eine gewisse Sicherheit. Ich kann dir aber sagen, dass du wohl zum einen nicht bei jedem Händler diese Gewährleistung ohne weiteres durchsetzen kannst und dass zum anderen ab einem gewissen Preisgefüge die Händler auch gerne „im Auftrag„ verkaufen und sich so – wie legal auch immer – vor einer Gewährleistung drücken wollen, indem sie nur als Vermittler auftreten.

Beim Privatverkäufer solltest du eigentlich etwas günstiger ans Fahrzeug kommen, das klappt aber meines Erachtens nur bedingt. Viele Privatleute haben eine falsche Einschätzung davon, was ihr Schätzchen noch wert ist. Außerdem kann sich ein Privatmann auch gerne beim Auftreten von Mängeln darauf berufen, dass ihm das so als fachlicher Laie nicht klar war…

T3Fahrer

Es kommt darauf an in welchen Zusand.
So pauschal kann man da keine Antwort geben. Bei Gebrauchtwagenhändler ist der Wagen teurer. Dafür gibt es eine Gewährleistung und manchmal eine Gebrauchtwagengarantie. Diese Garantie ist oft nur eine Art Versicherung, die du selbst bezahlst und dem Händler teilweise die Gewährleistung zahlt.

Bei Privatverkäufer ist der Wagen billiger und bei einem langjährigen Halter auch nicht schlechter als vom Händler.

In welcher Preisklasse suchst du denn? Bei niedrigen Preisen und wenn du dich etwas mit Autos auskennst, bzw. jemanden kennst den du mitnehmen kannst, ist von privat oft die bessere Wahl, ansonsten Händler.

Händler Vorteil gewährleistung Garantie.

Privat Vorteil wahrscheinlich nicht km manipuliert usw

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