Gebrauchtwagen-Garantie von Händler - Pflicht?

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Er muss als gewerblicher Verkäufer grundsätzlich eine gesetzliche Gewährleistung von 24 Monaten einräumen. Diese kann durch ausdrückliche Erklärung bei gebrauchten Kfz (mind. 1 Jahr zugelassen) auf 12 Monate verringert werden. Wobei dem Händler bei auftretenden Mängeln in den ersten 6 Monaten die Beweislast obliegt, dass der Mangel bei Übergabe nicht vorgelegen hat. Das heißt praktisch meist, dass er den Mangel kostenfrei beheben muss. In der Zeit danach muss der Käufer beweisen, dass der Mangel bei Übergabe schon vorlag. Meist bedeutet dies praktisch, dass man die Mängelbehebung selbst zahlen muss.

NICHT VERWECHSELN MIT DER GESETZLICHEN GEWÄHRLEISTUNG: Zusätzlich kann man eine Gebrauchtwagengarantie abschließen, z. B. bei CarGarantie. Damit sichert man sich bis zu mehreren Jahren gegenüber auftretenden Schäden ab. Nur bezahlt man je nach km-Laufleistung anteilmäßig dazu, zudem umfasst die Garantie nicht alle Teile, nur bestimmte Baugruppen (steht im Detail). Hat sich bei mir schon mal gelohnt, als der Klima-Kondensator die Hufe machte. Musste wegen km-Stand 10 % zu den Materialkosten zubezahlen, aber bei 700 Euro Gesamtkosten lohnt sich das schon mal.

Jetzt aufpassen: Es soll ja Händler geben, die einen dann überzeugen wollen, einen aufgetretenen Mangel über die zusätzlich abgeschlossene Garantie zu regulieren (wo man evtl. zubezahlt). NEIN! In erster Linie ist der Händler mit seiner Gewährleistungpflicht ranzunehmen!

Bei 100.000 km zahlt man schon um die 50 Prozent der Materialkosten dazu.

Ach ja, und die gesetzliche Gewährleistungspflicht von den mind. 12 Monaten kann der gewerbliche Verkäufer nicht weiter einschränken oder ausschließen!!! Auch wenn es viele mit dem Vermerk "im Kundenauftrag zu verkaufen" versuchen...

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Wenn du vom Händler ein Fahrzeug kaufst, (Achtung NICHT in Kommission oder Kundenauftrag !), hast due eine Gewährleistung (6 Monate) auf zugesicherte Eigenschaften. Dazu brauchst du keine spezielle Garantieerklärung

Mit der 12 Monatigen Garantie wird die Gewährleistungspflicht zum Teil sogar ausgehebelt.

Man hat 24 Monate Gewährleistung, welche bei gebrauchten beweglichen Gegenständen auf 12 Monate reduziert werden kann. Und Vereinbarungen, die diese "aushebeln", sind unwirksam.

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Du verwechselst eine freiwillige, kostenpflichtige Garantie mit der gesetzlichen Sachmängelhaftung bei gewerblichem Gebrauchtgüterkauf von 1 Jahr, wobei bereits nach 6 Monaten Beweislastumkehr greift, d. h. du nachweisen mußt, das der Mangel oder Defekt bereits bei Übergabe vorhanden war.

Oder, um es weniger juristisch auszudrücken: Geht etwas kaputt, was beim Kauf noch funktionierte, gilt es in den ersten 6 Monaten nach Kauf als Mangel, den der Händler zu beheben hat. Davon ausgenommen sind ausdrücklich bei Kauf bekannte Mängel oder unsachgemäßer Gebrauch.

Danach mußt du das beweisen, was regelmäßig nicht gelingt.

Mit der Garantie hättest du also doppelt solange Sicherheit - allerdings mit zahlreichen Ausschlußklauseln und teuer erkauft.

Nimmt man jetzt noch die MWSt macht es also kaum Sinn, mit einer Garantie insgesamt gut 30% mehr zu bezahlen als beim tüv-geprüften Kauf von Privat für schlappe 6 Monate bzw. 1 Jahr Reparaturkostenfreiheit auf bestimmte Defekte, oder?

G imager761

... als beim tüv-geprüften Kauf von Privat für schlappe 6 Monate bzw. 1 Jahr Reparaturkostenfreiheit auf bestimmte Defekte

Das Privatverkäufer die Sachmängelhaftung (Gewährleistung) ausschließen können und dürfen, weißt du aber, gell. ;)

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