Gebetsruf unter Auflagen in Köln erlaubt. Was haltet ihr davon?

10 Antworten

Ich bin dagegen.

Grundsätzlich erachte ich auch die Kirchturmglocken für überflüssig, wobei ich mir diese an hohen Feiertagen durchaus gefallen lassen würde, nicht aber zum Anzeigen der Uhrzeit, nicht aber für die Sonntagsmesse o.ä.

Als nächstes brüllen dann diese, dann jene ihre Messe-Zeiten durch den Ort, die Pastafari fahren mit dem Nudelwagen durch den Ort und klatschen Dir eine Portion Teigwaren an die Tür ... Was noch?

Hätten wir noch - wie wohl bis vor etlichen Jahrzehnten - eine nahezu homogene Gesellschaft eines einzigen Glaubens, dann hätten wir womöglich nahezu alle ein Interesse an diesen akustischen Meldungen. Dem ist aber nicht mehr so. Schon gar nicht angemessen ist es dann aber, wenn wir für jede noch so kleine Minderheit derartige Ruhestörungen erlauben. Dass wir also für 2-3% der Bevölkerung einen solchen Zauber zulassen, ist imho einfach unangemessen.

Erschwerend kommt noch dazu, dass sich der Muezzin-Ruf inhaltlich über alle anderen Religionen erhebt. Eine Kirchturmglocke ist da doch deutlich neutraler.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Der islamische Gebetsruf ist ein Bekenntnis

„Allah ist am größten! Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist.“

Der Aufruf, „Eilt zum Gebet“ kommt erst am Schluss.

Oft wird ein Vergleich mit Kirchenglocken gezogen. Das ist naiv und blauäugig. Man kann hier nicht vergleichen. Nach islamischen Verständnis hat der Ruf des Muezzins durchaus eine aggressive Komponente.

Ungläubigen, also allen nicht Muslimen, (Juden, Christen, Atheisten etc.) wird öffentlich kundgetan, „wo die Reise hingeht“. Es ist die Aufforderung zur Bekehrung. Die Chance den „wahren Glauben“ freiwillig anzunehmen, bevor die Unterwerfung vollzogen werden muss. Der Gebetsruf ist Zeichen des Bemühens „Allah Raum zu geben“. In allen gesellschaftlichen, politischen und privaten Belangen. Wo der Muezzinruf erschallt herrscht, nach islamischer Lehre, Allah.

Deswegen halte ich davon genau nichts!

Wann ist der erste Gebetsruf, ist der nicht bei Sonnenaufgang? Also Im Sommer um 4:30? Richtig? Und wann läuten Kirchenglocken frühestens?

Bei uns um 06:15 und dann jede Viertelstunde. :-)

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Halt gar nichts davon. Das ist das Relikt einer völlig anderen Kultur

Ungläubigen, also allen nicht Muslimen, (Juden, Christen, Atheisten etc.) wird öffentlich kundgetan, „wo die Reise hingeht“. Es ist die Aufforderung zur Bekehrung. Die Chance den „wahren Glauben“ freiwillig anzunehmen, bevor die Unterwerfung vollzogen werden muss. Der Gebetsruf ist Zeichen des Bemühens „Allah Raum zu geben“. In allen gesellschaftlichen, politischen und privaten Belangen. Wo der Muezzinruf erschallt herrscht, nach islamischer Lehre, Allah.

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@Horizon800

Richtig. Ein Land, wo wir Moscheen bauen dürfen und der Adnan zu hören ist, das ist unser. Das sagte mir ein Imam.

Aus dem Netz: Das arabische Wort adana steht für "sich niederlassen". Im Arabischen bedeutet Adnan soviel wie "Ruf zum Gebet". 

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ganz lustig wenn ein Wikinger zu einer lebenden Kultur Relikt sagt

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wenn alle naselang die kirchenglocken Bimmel, dann kann wohl auch einmal am Tag irgendjemand das rufen

Ich finde, weder noch. Stellt die Glocken ab, und haltet den Muezzien den Mund zu.

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