Gebetsruf unter Auflagen in Köln erlaubt. Was haltet ihr davon?

11 Antworten

Ich bin dagegen.

Grundsätzlich erachte ich auch die Kirchturmglocken für überflüssig, wobei ich mir diese an hohen Feiertagen durchaus gefallen lassen würde, nicht aber zum Anzeigen der Uhrzeit, nicht aber für die Sonntagsmesse o.ä.

Als nächstes brüllen dann diese, dann jene ihre Messe-Zeiten durch den Ort, die Pastafari fahren mit dem Nudelwagen durch den Ort und klatschen Dir eine Portion Teigwaren an die Tür ... Was noch?

Hätten wir noch - wie wohl bis vor etlichen Jahrzehnten - eine nahezu homogene Gesellschaft eines einzigen Glaubens, dann hätten wir womöglich nahezu alle ein Interesse an diesen akustischen Meldungen. Dem ist aber nicht mehr so. Schon gar nicht angemessen ist es dann aber, wenn wir für jede noch so kleine Minderheit derartige Ruhestörungen erlauben. Dass wir also für 2-3% der Bevölkerung einen solchen Zauber zulassen, ist imho einfach unangemessen.

Erschwerend kommt noch dazu, dass sich der Muezzin-Ruf inhaltlich über alle anderen Religionen erhebt. Eine Kirchturmglocke ist da doch deutlich neutraler.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensives Koranstudium - Inzw. Ex-Muslima alhamdullilah

So lange Kirchenglocken-Gebimmel erlaubt ist, sehe ich kein Problem drin. Entweder alles erlauben, oder alles verbieten.

So lange der Gebetsrufer eine angenehme Stimme hat, und nicht rumkrächzt, finde ich es sogar angenehm.

Den am schönsten klingenden Gebetsruf habe ich bisher am Flughafen Dubai gehört (angenehme melodische Stimme). Den am grässlichsten klingenden in einem Dorf in Malaysia.

Finde ich völlig richtig. Noch schöner fände ich es weder Kirchengebimmel noch Gebetsglocken zu hören - wenn man das mal rein rational sieht - aber wo das eine erlaubt ist sollte das andere nicht verboten sein.

Beides ist so nervig. Dann glaubst du es sei endlich Ruhe und plötzlich geht es weiter.😅 Wieso sich nicht eine App auf das Handy laden, Kopfhörer rein und man kann die Klänge genießen, ohne andere damit zu belästigen.

Der islamische Gebetsruf ist ein Bekenntnis

„Allah ist am größten! Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist.“

Der Aufruf, „Eilt zum Gebet“ kommt erst am Schluss.

Oft wird ein Vergleich mit Kirchenglocken gezogen. Das ist naiv und blauäugig. Man kann hier nicht vergleichen. Nach islamischen Verständnis hat der Ruf des Muezzins durchaus eine aggressive Komponente.

Ungläubigen, also allen nicht Muslimen, (Juden, Christen, Atheisten etc.) wird öffentlich kundgetan, „wo die Reise hingeht“. Es ist die Aufforderung zur Bekehrung. Die Chance den „wahren Glauben“ freiwillig anzunehmen, bevor die Unterwerfung vollzogen werden muss. Der Gebetsruf ist Zeichen des Bemühens „Allah Raum zu geben“. In allen gesellschaftlichen, politischen und privaten Belangen. Wo der Muezzinruf erschallt herrscht, nach islamischer Lehre, Allah.

Deswegen halte ich davon genau nichts!

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