Gebetsruf in Köln?

Das Ergebnis basiert auf 53 Abstimmungen

Voll scheiße 66%
Finde ich nicht schlimm 34%

22 Antworten

Keine der Abstimmungen passt zu meiner Meinung, das ist mir beides zu extrem...

Aber ich finde, die meisten hier sollten erstmal die Fakten lesen:

  • Der Gebetsruf muss beantragt werden
  • er darf nur Freitags zwischen 12 und 15 Uhr und maximal fünf Minuten lang erfolgen
  • Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird
  • Jede Gemeinde muss zudem einen Ansprechpartner benennen, der Fragen aus der Nachbarschaft beantwortet und mögliche Beschwerden entgegennimmt.

Also wenn sicher wäre, das dies so bliebe, fände ich das tatsächlich nicht "Voll Scheiße", aber Fan bin ich auch nicht.

Denn was ich generell nicht mag, ist das Religiöses Zeug, egal welcher Religion, mehr Raum im Öffentlichen Leben einnimmt, und lauter Sonderrechte zugestanden werden (auch bei der Christlichen Kirche, und im Judentum)

Voll scheiße

Der islamische Gebetsruf ist ein Bekenntnis

„Allah ist am größten! Ich bezeuge, dass es keine Gottheit gibt außer Allah. Ich bezeuge, dass Mohammed Allahs Gesandter ist.“

Der Aufruf, „Eilt zum Gebet“ kommt erst am Schluss.

Oft wird ein Vergleich mit Kirchenglocken gezogen. Das ist naiv und blauäugig. Man kann hier nicht vergleichen. Nach islamischen Verständnis hat der Ruf des Muezzins durchaus eine aggressive Komponente.

Ungläubigen, also allen nicht Muslimen, (Juden, Christen, Atheisten etc.) wird öffentlich kundgetan, „wo die Reise hingeht“. Es ist die Aufforderung zur Bekehrung. Die Chance den „wahren Glauben“ freiwillig anzunehmen, bevor die Unterwerfung vollzogen werden muss. Der Gebetsruf ist Zeichen des Bemühens „Allah Raum zu geben“. In allen gesellschaftlichen, politischen und privaten Belangen. Wo der Muezzinruf erschallt herrscht, nach islamischer Lehre, Allah.

Deswegen halte ich davon genau nichts!

Finde ich nicht schlimm

Da es in Köln um einmal fünf Minuten pro Woche geht, sehe ich da kein Problem.

Es gibt in einer Großstadt schlimmere Lärmquellen.

alle Moscheen dürfen mitmachen.
bei 35 Moschen und 5 Minuten bist bei 175 Minuten zwischen 12 und 15 Uhr. rate mal, warum die insgesamt 3h dafür bekommen haben ?

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@Ranzino

Na und?

Köln ist groß, und die Standorte der Moscheen sind über verschiedene Stadtteile verteilt. Wie groß dabei die Wahrscheinlichkeit ist, mehrere Moscheen in Hörweite zu haben, weiß ich allerdings nicht.

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Scheiße ist das falsche Wort, aber ich hätte gerne meine Ruhe.

Keine Sorge, sind nur 5 Min die Woche, ab Mittags ;)

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@Deamonia

näh ! 3h lang, denn solange dauert es, bis alle 35 Kölner Moscheen ihre 5 Minuten ausgenutzt haben.

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@Ranzino

Da musst du dann aber immer schön von Moschee zu Moschee rennen, um alle hören zu können...

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@Ranzino

Die maximale Lautstärke wird je nach Lage der Moschee vorgeschrieben

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Zunächst sei gesagt, dass es sich um einen Versuch handelt, da der Gebetsruf in Deutschland neu ist. Medien berichten:

Das Projekt läuft nach Angaben der Stadt zunächst für zwei Jahre. Der islamische Gebetsruf darf auf Antrag in der Zeit von 12 bis 15 Uhr und maximal fünf Minuten lang zu hören sein. Abhängig von der Lage der Moschee soll auch die Lautstärke begrenzt werden. Die parteilose Kölner Oberbürgermeisterin Reker erklärte, das Projekt sei ein Zeichen der gegenseitigen Akzeptanz und ein Bekenntnis zur grundgesetzlich geschützten Religionsfreiheit.

Selbstverständlich gibt es daran Kritik. Medien berichten:

Viele werden das als weiteren Beleg für die schleichende Islamisierung der Stadt und auch anderer Orte in Deutschland ansehen. Und diese Frage darf gestellt werden. Denn Ängste werden nicht dadurch beseitigt, dass man über ihre Ursachen schweigt. Umgekehrt gehört in einer multiethnischen Gesellschaft auch dazu, sich gegenseitig mit Toleranz zu begegnen. Wenn mehr als elf Prozent der Bewohner einer Stadt muslimisch sind, kann und darf, ja muss diese Religion auch im öffentlichen Raum stattfinden.

Fakt ist, dass in Deutschland Tausende Muslime leben. Der Islam gehört genauso zu Deutschland wie das Christentum. Insofern sollte eine Religion gegenüber einer anderen nicht bevorzugt behandelt werden.

Wenn Glockengeläut erlaubt ist, sollte auch der Gebetsruf durch den Muezzin erlaubt sein:

Durch die Migration ist inzwischen aber eine weitere Religion in unsere Regionen gekommen. Und wir sollten das akzeptieren und die Gebräuche und Wertvorstellungen dieser Religion zulassen, sofern sie auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Die Religionsfreiheit ist ein hohes Gut. Und die beinhaltet auch, dass Moscheen an zentralen Plätzen stehen und der Ruf des Muezzins erschallt.

Selbstverständlich kommt es auf den Standort an. In Städten, in denen fast keine Muslime leben, ergäbe es wenig Sinn. Aber in manchen Städten (bzw. Stadtteilen) leben viele Muslime. Hier sollten Muslime auch ihre Religion ausüben können.

Wer mit dem Ruf des Muezzins ein Problem hat, sollte sich dringend unser Grundgesetz, speziell Art. 4 Abs. 2 GG, durchlesen.

Ungläubigen, also allen nicht Muslimen, (Juden, Christen, Atheisten etc.) wird öffentlich kundgetan, „wo die Reise hingeht“. Es ist die Aufforderung zur Bekehrung. Die Chance den „wahren Glauben“ freiwillig anzunehmen, bevor die Unterwerfung vollzogen werden muss. Der Gebetsruf ist Zeichen des Bemühens „Allah Raum zu geben“. In allen gesellschaftlichen, politischen und privaten Belangen. Wo der Muezzinruf erschallt herrscht, nach islamischer Lehre, Allah.

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Wer mit dem Ruf des Muezzins ein Problem hat, sollte sich dringend unser Grundgesetz, speziell Art. 4 Abs. 2 GG, durchlesen.

möööp falsch. Artikel 4 erlaubt dir als Privatperson, den Krach abzulehnen. nach Geschmack kannst jede andere Religion bevorzugen oder zur Hölle zu wünschen.

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