Geben sich lesbische Frauen oft barsch und unweiblich?

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Ich kenne auch Lesben, welche durch und durch sehr maskulin wirken. Bei der einen erkennt man kaum mehr, dass sie eine Frau ist. Also wirklich sehr bullig vom Körperbau her, nur Männerkleidung, kurze Haare und auch sehr maskuline Gesichtszüge... Sie ist aber wirklich ein herzensguter Mensch. Man merkt die Weiblichkeit bei ihr an den Fingern, sehr zarte Hände und Finger.

Ich hingegen bin eine femme, daher es gibt sie wirklich - die weibliche Lesbe. Ich trage gerne auch mal hohe Schuhe, schminke mich, trage Röcke und Kleider aber auch oft einfach legere Kleidung. Und nicht zu vergessen, ich hatte auch schon Wimpernextensions, sehr natürlich gehalten. Bin absolut keine tussi ;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
Bei lesbischen Frauen kennen wir fast ausschliesslich extrem männlich gestylte, ungeschminkt oder wenig geschminkt, in Hosen, oft mit sehr kurzen Haaren und jungenhaft burschikosem Auftreten. Teils auch etwas barsch in ihrer Art.

Das nennt man Butch, es gibt auch genug die ganz normal aussehen nur ist es da Weit schwerer sie zu erkennen wenn sie es dir nicht selber sagen

Es kennt niemand von uns tussihaft geschminkte Lesben mit künstlichen Wimpern, tonnenweise Schminke, Handtäschchen, High Heels usw.

Past auch so gar nicht ins schema

Ich selbst stecke mich (zumindest nicht bewußt) in kein Schema

Aber wer legt denn das Schema fest?

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@Rosenmary

Das Schema legt die heteronormative Mehrheit fest würde ich meinen.

Ich will auch noch mal konkret darauf hinweisen, dass viele feminine Lesben sich nicht outen weil sie in einer derartigen Gesellschaft leben. Das es destruktiv ist ist auch klar. Aber einige werden eben Sch*ss haben. Ich nenne sie mal Memmen, die ihr bequemes Leben höher werten als Gerechtigkeit für die die jetzt leiden und leiden werden.

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Past auch so gar nicht ins schema

Naja ich würde sagen ist ziemlich genau die Kategorie Lipstick lesbian

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Die meisten Lesben, die ich durch eine lesbische Freundin kennengelernt habe, sind genauso feminin wie der größte Teil aller Frauen. Natürlich gibt es unter ihnen einige, die sehr männlich wirken, aber die sind eine geringe Minderheit. Das gleiche ist ja mit Schwulen. Dem grössten Teil sieht man es nicht an und erahnt es auch nicht, dass sie auf Männer stehen, aber auch dort gibt es eine Minderheit, die sehr feminin ist und weitläufig als Tunte oder Tucke bezeichnet wird. Die meisten Schwulen stehen aber auf MÄNNER, die genauso heterolike wirken wie sie selbst.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Das Äquivalent zu "Feminin" ist "Maskulin".

Und eine "geringe Minderheit" gibt es auch nicht.

Und deine Schreibe kommt mir echt ein wenig T

tuntig oder sogar tuckig vor.

Wie kommt das?

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Ich kann dazu nicht viel aufklären. Aber was du beschreibst habe ich nie geglaubt, nur es war auch einer meiner ersten Gedanken mal nachzufragen. Seitdem ich mich näher damit befasst habe, schliesse ich nicht direkt durch das Äussere auf die Sexualität eines Menschen - ich schaue mehr nach Stoffwechselstörungen wie PCOS ^^ XD

Sonst kann ich dazu nur schreiben: In unsere Welt fällt es öfters negativ auf, wenn Frauen nicht dem "Phallo-Ideal" einer Frau entsprechen und es wird eher missbilligt, das wird mit dazu führen das dir und anderen "burschikose" Frauen ins Auge springen. Ein Beispiel vllt. die Weltmeister (oder Weltfrauen)schaft der Frauen. Da gab es auch viel Kritik, weil sich einige nicht unterwürfig haben. Nein welch Schande.... (lol)

Es kennt niemand von uns tussihaft geschminkte Lesben mit künstlichen Wimpern, tonnenweise Schminke, Handtäschchen, High Heels usw.

Böse Zungen sagen in Deutschland seien "Mannweiber" üblich vllt da mal schauen :X

^^ Aber vielleicht gibt es sie trotzdem? Ich bin durch eine Bekannte auf ein Comic gestossen, die das "Problem" der Femmes lustig beschreibt. Kenne es nur auf englisch The Invisible Lesbian von Sandrine Revel

online auf readcomicsonline

https://readcomiconline.to/Comic/The-Invisible-Lesbian

Ausserdem ist mir die Nachricht bekannt, dass in einem Londoner Bus zwei Frauen (feminin) attackiert wurden, weil sie sich vor Typen nicht küssen wollten. Die Artikel (englisch) bezeichneten beide als Lesben, weil die beiden angaben zusammen zu sein. In einem weiteren Artikel meldete sich aber einer der Betroffenen dazu kritisch und machte zumindest mir damit klar, wie subtil homophob die Journalisten doch sein können. Sie ergötzen sich mehr an solchen menschenfeindlichen Attacken als sie sie verurteilen. Ich habe bislang auch nie was von Schwulen oder Lesben gehört die homophobe Heteros angriffen. Etwas seltsam.

Ich werde mich jedenfalls hüten vom Äusseren auf die Sexualität eines Menschen zu schliessen. Was blöderes gibt es kaum. Ähnlich wie einem Dicken zu unterstellen, er sei faul oder habe einen Fettfetisch..., dabei hat er "einfach" wirklich eine schlimme Stoffwechselkrankheit und die Krankenkasse tut sich schwer zu zahlen....

Es ist oft anders als viele glauben.

Es ist nunmal so, dass der Sterotyp immer am meisten wahrgenommen wird. Alle anderen wirken hetero und fallen daher quasi nicht auf.

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