Geätzte Schrift-Christentum

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14 Antworten

Nun weiß ich aber nicht, ob ich das als Christ tun darf

1.Kor 6,12 Ihr sagt: »Mir ist alles erlaubt!« Mag sein, aber nicht alles ist gut für euch. Alles ist mir erlaubt; aber das darf nicht dazu führen, dass ich meine Freiheit an irgendetwas verliere. 13 Ihr sagt: »Die Nahrung ist für den Magen und der Magen für die Nahrung. Gott wird ja doch allen beiden ein Ende machen.« Aber unser Körper ist deshalb noch lange nicht für die Unzucht da, sondern für den Herrn, der auch der Herr über unseren Körper ist. 14 Denn so wie Gott Christus, den Herrn, vom Tod auferweckt hat, so wird er durch seine Kraft auch uns vom Tod auferwecken. 15 Wisst ihr nicht, dass ihr samt eurem Körper Glieder am Leib von Christus seid? ...

Da du nicht nach Unzucht gefragt hast: Ich kenne keine Bibelstelle, die ein Tatoo strikt verbietet (Stellen aus dem AT, die da zuweilen angeführt werden, meinen etwas anderes), aber ich seh auch keine Empfehlung in der Richtung.

Das musst du in Verantwortung vor Gott schon selber entscheiden.

Meines Erachtens ist ein Tattoo gar kein Problem, wenn wir es haben um Gott die Ehre zu geben. Wir sollen ihn loben mit allem was wir sind und ihm Ehre geben ! Und nicht das was in einen menschen hinein geht verunreinigt ihn, sondern dass, was aus ihm raus kommt (Worte). Und übrigens sind die Gebote auS dem alten Bund nicht dazu da, um uns Dinge aufzuzwingen, sondern, weil sie gut für uns sind. Alle Gebote wurden durch nur eines zusammengefasst und ersetzt unzwar: liebe deinen Gott vom ganzen Herzen, und deinen nächsten wie dich selbst. Ihr sollt lernen zu lieben und einander anzunehmen anstatt euch zu streiten !!! Akzeptiert andere menschen egal welche Meinungen sie vertreten und lernt euch zu respektieren

Verboten ist es im Christentum nicht. Ich selber finde es nicht so toll, aber das ist Geschmacksache. Man soll seinen Körper nicht ohne Not zerstören ist so eine christliche Ethik. Das betrifft dann eher größere und lebensgefährliche Eingriffe die nicht aus medizinischen Gründen stattfinden. Ein Beispiel wäre ein Brustvergrößerung. Das kann im schlimmsten Fall tödlich enden und ist absolut unnötig. Ein Piercing, ein Ohring, ein Tattoo ist kein lebensgefährlicher Eingriff. Christen dürfen selber mitdenken.

Das Christentum ist keine Religion, in der es um die Einhaltung bestimmter Gesetze geht. Komischerweise verstehen das auch viele nicht, die sich selber für Christen halten. Man kann sich den Himmel nicht durch gute Taten und Gesetzestreue verdienen, man kommt auch nicht in die Hölle, weil man ein Gesetz bricht. Man erbt das ewige Leben durch den Glauben, der im Herzen ist. Man glaubt zuerst und läßt gute Taten folgen, weil man liebt und sich an der Lehre Jesu freut, das praktiziert, was er praktiziert hat. Kein Gesetz macht Dich gerecht vor Gott. Dein Herz spricht Dich frei oder schuldig.

Und jetzt kannst Du Dich fragen, WARUM Du ein Tattoo möchtest. Ist Dein Motiv ein gutes, wird auch Dein Tattoo eins sein, mit dem Du nicht sündigst. Ist Dein Motiv ein schlechtes, nutzloses oder sündiges, sündigst Du auch mit dem Tragen des Tattoos. Ein einfaches Beispiel: Wenn Du Dir etwas stechen läßt, um sexy zu sein und mögliche Abenteuer aufzureißen, ist das sicher nicht im Sinn des Glaubens. Wenn Du Dir etwas stechen läßt, um Dich als Christ zu bekennen und sozusagen ein wandelndes Zeugnis zu sein, dann ist Deine Absicht ehrenhaft und das Tattoo ist es auch, selbst wenn es manchen Leuten nicht gefällt. Ist gar nicht schwer zu verstehen, oder? Gruß, q.

Enzomatic 22.08.2012, 11:30

Das klingt plausibel, aber dennoch muss ich dir widersprechen. Natürlich geht es nicht ausschließlich um die Einhaltung von irgendwelchen Gesetzen und natürlich muss man wahrhaftig Glauben um vor Gott gerecht zu werden, aber Jeschua sagte selbst in Matthäus 5:17 das die Gesetze nicht aufgehoben sind, sondern er gekommen ist um zu erfüllen. Das heisst für mich, dass die Gesetze trotz allem noch gültig sind und man aber seine Einstellung zum Glauben ändern muss... Was mich aber verwirrt ist, dass man in den viel zitierten 3. Mose 19:28 lediglich einen Kontext und kein generelles Verbot dran steht.

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Evangelisto 22.08.2012, 11:41
@Enzomatic

Nein, wir Christen sind dem tot vor dem Gesetz

(Gal 2,19): Denn ich bin durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich Gott lebe. Ich bin mit Christus gekreuzigt.

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quopiam 24.08.2012, 10:49
@Evangelisto

Es ist richtig, daß das Verbot von Körpermarkierungen einen Kontext hat, nämlich einen ganz bestimmten, der vor dem Hintergrund ägyptischer, babylonischer und anderer altorientalischer Bestattungs-, Trauer- und Tempelriten bewußt gesetzt wurde. Es geht nicht um reinen Körperschmuck dabei, sondern um kultische Markierungen. Aber dennoch: Das Gesetz gilt für uns nicht (mehr), es IST bereits erfüllt durch Jesus Christus, wir sind daher dem Gesetz gestorben. Wäre es anders, wäre Christus umsonst gestorben, wie Paulus sagt. Bedenke: Es kann nicht ein Teil des Gesetzes in Kraft sein! Das ganze Gesetz oder nichts davon. Wenn man also postuliert, daß das Gesetz Moses in seiner Gänze in Kraft ist, kann man nicht selektiv einen Teil des Gesetzes erfüllen und andere Teile nicht. Und das hätte nicht nur politische Konsequenzen sondern würde auch die Lehre Christi ad absurdum führen. Gruß, q.

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Hallo!

Du darfst dir natürlich als Christ Tatoos stechen lassen, religiöse Gesetze im Sinne von einzuhaltenden Geboten sind die 10 Gebote, Jesu Lehren und je nach Konfession auch noch die kirchlichen Gesetze. Ich persönlich mag Tatoos weniger und kann auch weniger dazu raten, was aber eher mit den Erfahrungen von Leuten zusammenhängt, die sich erst eines stechen lassen und dann lange bereuen. Das Mosaische Gebot lautet:

  1. Mos, 19, 28 "Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reißen noch Buchstaben an euch ätzen"

Es geht dabei um Selbstverletzung und -so vermute ich mal- um das Zueignen zu einem Toten. Damals gab es 3 Klassen, die tätowiert waren: Es waren Priester, Sklaven und Römer bzw. Soldaten (SPQR). Da selbst Priester Tatoos trugen, wirds also erlaubt gewesen sein. Die Tätowierung galt bei Priestern Gott (also so etwas, was du vorhast), bei Sklaven dem Besitzer/Herrn (deswegen soll man keinem Toten gehören, wahrscheinlich weil man sonst mitstirbt) und bei Soldaten dem Heerführer/der Armee.

Soweit die Bibel und die Geschichte, es gibt weitere Stellen in der Bibel die eher positiv das Einritzen bezeichnen.

Einige christliche Konfessionen und Minderheiten legen aber obige Bibelstellen sehr eng und eigenartig aus, bei jenen darf am Körper garnichts manipuliert werden (Operationen inclusive).

tattoos kannste als geätze schrift bezeichnen :-p wird ja sozusagen in deine haut geäzt :D

Bratschlauch 21.08.2012, 21:38

Ja, mit Tätowiersäure.

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Hi Enzo,

(Röm 10,4): Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.

Diesen Vers wirst du sicherlich kennen. Es bedeutet, dass dieser Vers eh nur die Juden im AT galt und nicht für Christen.

ABER!!

Ich (also meine Meinung) glaube, dass wir unseren Körper nicht (...entschuldige) verschandeln sollten, welchen Gott uns gab.

Viel wichtiger aber:

Du bist verpflichtet, kein Anstoß für die Gemeinde zu sein. (Röm 14,13): Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten; sondern richtet vielmehr darauf euren Sinn, dass niemand seinem Bruder einen Anstoß oder Ärgernis bereite. --- Christen in Malaysia, Philipinen, Indonesien etc. können sich (glaube ich) ohne Probleme tätowieren lassen, weil es eh dort Tradition und gang und gäbe ist. Außer, wenn die Gemeinde es dort verbietet, somit muss man auch Geboten der Ortsgemeinde gehorchen, wenn diese es verlangen. Egal, ob es nun Menschengebote sind. In diesem Falle würde dieses Menschengebot ja auch nicht gegen Gottes Gebot verstoßen. Somit wäre man verpflichtet, sich dem zu fügen.

Du hättest dich also vorher bei euren Ältesten schlau machen müssen, ob es ok ist oder nicht.

Weil es nun aber geschehen ist, wird dieses Tatoo, so denke ich, mindestens stillschweigend akzeptiert werden.

Viele Grüße und Gottes überreichen Segen dir!

e

Enzomatic 23.08.2012, 13:21

Hallo Evangelisto, naja also wir müssen aber auch zwischen den einzelnen Bücher differenzieren. Das was du zitiert hast, ist von den Briefen des Paulus an die Römer. In wie weit man Paulus glauben kann, ist meiner Meinung nach umstritten, schliesslich ist er Jeschua niemals begegnet und er selbst hat sich auch so manche Freiheit bei der Interpretation erlaubt. Insofern zweifle ich daran, dass Paulus das Recht hat, die alten Gesetze aufgrund seiner Interpretation aufzuheben.

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Evangelisto 23.08.2012, 14:01
@Enzomatic

Aua Enzo!

Willst du tatsächlich Einschnitte im Wort Gottes machen? Ob nun Johannes 3,16 oder Epheser 2,8-9, ganz egal, es IST Gottes Wort. Ob nun durch Paulus niedergeschrieben oder vormals von Jesus persönlich gesagt. Paulus ist bestätigt durch Petrus (2. Petrus 3,15-16) zudem noch die vielen Begegnungen und Anerkennungen durch die restlichen Apostel. Wenn du Paulus abschneidest, dann musst du auch Petrus und Lukas abschneiden, das heißt 13 Briefe und 2 Briefe, 1 Evangelium und die Apg. Da bleibt nicht mehr viel übrig!

Deiner Überlegung nach ist also das gesamte Christentum ohne Ausnahme von 66 n. Chr. bis heute einem Irrlehrer verfallen?! Das kann nicht dein Ernst sein!

Im Internet habe ich noch weitere Paulus-Gegner gefunden, bei denen kann man klipp und klar von einer Sekte sprechen, die die Erlösung wohl nicht erlangt haben.

Und nenne unseren Herrn lieber Jesus. Im Original steht ja auch Jesus Christos. Wer weiß, wie er mit wirklichem Wortlaut geheißen hat?! Jehoschuah ist am Wahrscheinlichsten, Jeschua ist möglich... aber hebe dich doch nicht von den anderen ab, indem du dem Herrn und evtl den Aposteln die Namen hebraisierst, wie Johannan=Johannes etc. Das ist Unfug und richtet in Deutschland bloß Verwirrung an. In Israel könnte man das so sagen. Oder auch bei den Aramäern.

Grüße

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Mythsbuster7 23.08.2012, 16:53
@Evangelisto

Also, wenn schon, dann aber "Jahusha"!

Denn die von Enzomatic genannten "Messianischen Juden" leiten die strittige Aussprache - durchaus plausibel - über heute noch gültige, gesprochene Wortstämme im Hebräischen ab.

"Halleluja" = "Hallelu Yahua" etc. und stellen auch eine durchaus interessante Parallele zwischen Jesus und Jesaja her.

"Isha Yahua" für "Rettung durch Gott" --> "Isha-ja" und "Yahua isha" für "Gott rettet" (nun aktiv) --> ""Jahu-sha"

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Enzomatic 23.08.2012, 17:01
@Evangelisto

Ich bin davon überzeugt, dass nicht alles das Wort JHWH ist und das Leute wie Paulus sich entweder zuviel rausgenommen haben oder ihnen gewisse Worte aus ihren Briefen verfälscht worden sind. Ich würde es nie wagen, einschnitte in Gottes Worten zu tun, dafür habe ich keine Berechtigung, aber der Papst handelt auch in Gottes Namen und dass das nicht sein kann, dass wissen wir alle. Ich finde, dass wir uns an die Originalnamen halten sollen. Jesus Christos ist eine griechische Form von Jeschua oder Jehoschua, genauso wie Jesus Christus die eingedeutsche Form ist. Für mich bleibt der Sohn Jeschua und mein Herr JHWH. Natürlich ist das Christentum meiner Meinung nach den Irrlehren verfallen! Schau dir z.B. allein schon die katholische Kirche an? Heidnische Feste mit dennen wir nichts zu tun haben, wurden als Christlich etabliert. Schau dir die evangelischen "Christen" an! Kein deut besser (nur um mal die 2 größten zu nennen, vom orthodoxen Glauben wollen wir garnicht erst reden). Wir wissen, dass er entweder Jeschua (aramäisch->da er aramäisch sprach) oder Jehoschua (hebr. da er damals im jüdischen Kreis lebte). Mit Sicherheit hieß er nicht Jesus Christus.

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Enzomatic 23.08.2012, 17:02
@Mythsbuster7

Ich richte mich nach Wikipedia. So stand es drin und so habe ich es übernommen. Für mich klingt Jeschua (aram.) oder Jehoschua Plausibel. Von einem Jahusha weiß ich nichts...

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Mythsbuster7 23.08.2012, 17:32
@Enzomatic

Es ist für den Glauben tatsächlich nur am Rande von Belang - aber, um der historischen Korrektheit willen:

Wir wissen, dass er entweder Jeschua (aramäisch->da er aramäisch sprach)

Woher "wissen" wir das? Das damalige Aramäisch ist seit vielen, vielen Generationen "tot". Es gibt natürlich zahllose Versuche, das exakt herzuleiten, das sind jedoch - der Unzulänglichkeit der damaligen Schrift geschuldet - letztlich alles Vermutungen. Und "Wikipedia"? Ein gutes Nachschlagewerk mit meist fundierten Quellen - aber ein "wissenschaftlicher Beweis"? Da kann ich nur lachen! Wenn so jetzt die Beweise aussehen, dann kann die Wissenschaft morgen zusperren!

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Evangelisto 24.08.2012, 16:06
@Enzomatic

Klar mit einigen Dingen hast du klipp und klar Recht. Von mir aus kannst du den Herrn Jesus auch Jeschua nennen, das ändert an dem Seelenzustand eines Christen gar nichts. Jedoch ist es, wie bereits gesagt befremdlich, wenn man z. B. Ungläubige auf einen "Jeschua" anspricht. Da denkt man doch sofort: "Sekte?!". Wobei mir deine NT-Buch-Streicherei eindeutigst danach aussieht.

(1. Johannes 2:24): Was ihr nun von Anfang an gehört habt, das bleibe in euch! Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang an gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohn und in dem Vater bleiben. --- Was das "...von Anfang an gehört habt..." bedeutet, das überlege dir sehr gut!

Jetzt möchte ich dem auch wirklich nichts mehr entgegensetzen, das wird mir eindeutig zu viel. Das artet ja in ner Schlammschlacht aus!

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Enzomatic 24.08.2012, 19:43
@Evangelisto

Ach was nein, wieso Schlammschlacht?=) Ich denke halt, dass man versuchen sollte, die Urlehre so genau wie nur möglich zu befolgen. Darunter auch die jeweiligen Namen der Personen. Aber natürlich kann ich Jeschua auch Jesus Christus nennen, schließlich ist er ja der Christus:-)

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Sogenannte "Christen" dürfen das tun, denn sie brauchen unserem ewigen Gott ja nicht gefallen (3.Mose 19,28).

Aber dem "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4; Röm.8,8) ist das eine "Genugtuung" (Offb.12,9).

PS: Ob es jetzt geäzt wird oder gebrannt, der Sinn ist derselbe.

Den Körper, den du von unserem ewigen Schöpfer bekamst, zu verschandeln...

Willst du Menschen oder unserem ewigen Gott gefallen (1.Thess.4,1) ?

Enzomatic 22.08.2012, 09:39

Hallo Viktorel, erstmals Vielen Dank für deine Antwort. Eben wegen 3.Mose 19:28 frage ich ja. Da steht nur etwas von einer geätzten Schrift, Tattoos sind aber keine geätzte Schrift. Nach der Logik, dürfen Frauen sich auch keine Ohrringe stechen lassen, da das ja eine Verschandlung des Körpers ist.

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Selten so gelacht! Bist du soeben - nach 2000 Jahren Winterschlaf - aus einer Höhle nächst Qumran gekrochen und hast dir bei einem judenchristlichen Fanatiker einer frühchristlichen Sekte der Antike mal eben einen Crashkurs in Sachen "Christentum" geben lassen?

Aber ganz abgesehen von Religion würd' ich von Tattoos die Finger lassen! Für mich sehen sie einfach nur Sch...limm aus und ihre Träger wirken wie primitive Eingeborene, die soeben dabei sind, sich wieder zum Affen zurückzuentwickeln. Dies umso mehr, wenn sie älter werden und 10 kg zugenommen haben, sodass die "Pracht" ekelig "aus dem Leim" geht und formlos herumschwabbelt.

Mythsbuster7 22.08.2012, 21:25

Richtlinienkonforme Antwort von Enzomatic (von intoleranten "Zensoren" gelöscht)

Mal im Ernst, wenn du nichts gescheites zu der Frage antworten kannst, warum tust du das? Habe ich dich um deine Meinung oder allgemein um irgendwelche Meinungen gefragt oder was meine Frage eher für eine fundierte Antwort ausgelegt? Ich denke es war doch eher letzteres... Trotzdem Danke für deine Meinung, ich werde sie natürlich beherzigen...

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Mythsbuster7 22.08.2012, 21:30
@Mythsbuster7

Ja, wie soll man da ernst bleiben, wenn du "als Christ" (angeblich) 'Leviticus' zu einer Sammlung konkreter Handlungsanweisungen erklären willst und nicht als historischen Auftakt zur Heilsgeschichte interpretierst?

Wenn du beginnst, das AT für wörtlich gültig zu nehmen, dann aber auch das Buch "Genesis" - und damit hättest du dich genauso hoffnungslos ins "Off" manövriert wie die Muslime mit ihrem Koran.

Denn dann müsstest du auch für verbindlich ansehen, dass die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde und die Sonne erst am vierten Tag davon, nach der Erde und dem Meer. Das wäre aber dann kein Christentum sondern lediglich astronomisch längst als falsch widerlegter Blödsinn! Da wären heutige Christen ja alle Narren, wenn sie im 21. Jahrhundert an solchen antiken Irrlehren noch festhielten!

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Mythsbuster7 22.08.2012, 21:32
@Mythsbuster7

Richtlinienkonforme Antwort von Enzomatic (von intoleranten "Zensoren" gelöscht)

Darf ich dich was fragen?

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Mythsbuster7 22.08.2012, 21:35
@Mythsbuster7

Richtlinienkonforme Antwort von Enzomatic (von intoleranten "Zensoren" gelöscht)

Schon klar, aber ein gewisses Maß an Anstand muss man doch haben oder soll ich dich einfach nur befragen?=) Weisst du, wie kann ich der Wissenschaft zu 100% glauben, wenn ich mich darin selber nicht zu 100% auskenne? In manchen Angelegenheiten ist es doch so, dass wir die Wissenschaft zu einem gewißen Glauben erhoben haben. Findest du nicht?

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Mythsbuster7 22.08.2012, 21:51
@Mythsbuster7

Das Schicksal der Unwissenden wird es immer sein, letztlich alles glauben zu müssen.

Aber in der Naturwissenschaft läuft es genau anders herum. Hier muss gar nichts geglaubt, hier darf alles hinterfragt, dürfen Daten nachgeprüft, müssen Experimente sogar wiederholt werden.

Freilich musst du, um all dies tun zu können, dich ständig weiterbilden und, wenn du es wirklich ernst meinst, ein naturwissenschaftliches Hochschulstudium absolvieren.

Ich bin in der glücklichen Lage, dies getan zu haben - und auch, wenn die Wissenschaftsgeschichte voller später widerlegter Irrtümer ist, so kann man dann doch beurteilen, was zum gesicherten Wissen gehört und wo noch Unsicherheiten drinstecken.

So gilt seit mehr als 50 Jahren die Urknalltheorie als sehr wahrscheinliche Hypothese über die Entstehung des Weltalls. Aber, die gemessenen Daten, wie z.B. die Rotverschiebung des Lichtes ferner Galaxien oder die 2,7K Hintergrundstrahlung, liessen möglicherweise auch eine ganz andere Interpretation zu. Das Alter des Universums von 13,7 Milliarden Jahren ist daher keineswegs unumstösslich und auch den Urknall könnte es womöglich gar nicht gegeben haben.

Im Zeitalter der Weltraumfahrt, wo die Erde vom Mond aus photographiert worden ist und Flugzeuge täglich über die Polroute von New York nach China fliegen, ist die (vereinfacht ungefähre) Kugelgestalt der Erde und deren Position im Sonnensystem als 3. Planet, der die Sonne 1x im Jahr umrundet, absolut gesichertes Kernwissen.

Da fährt sprichwörtlich "die Eisenbahn drüber"! Nie wieder, auch in 1000 Jahren nicht, wird die Erde "zur Scheibe werden". Auch ihr Alter mit rund 4,6 Milliarden Jahren ist durch die radioaktiven Zerfallsreihen und das der Sonne durch die Kenntnis der dort ablaufenden Kernfusionsprozesse über jeden Zweifel erhaben festgelegt, plus/minus 300 Millionen Jahre allerhöchstens.

An diesen Fakten kommt selbst Gott nicht mehr vorbei, wenn er nicht alles neu machen möchte, ja ganz im Gegenteil, er hat sie ja selbst als Tatsachen geschaffen und drückt sich in ihnen - als seiner Schöpfung - aus, sofern wir an eine Schöpfung durch einen Gott glauben, wogegen die Wissenschaft bisher keine prinzipiellen Gegenbeweise gefunden hat. Eine Schöpfung durch Gott ist, wissenschaftlich gesehen, also durchaus möglich, wollen wir nicht an völlig jenseitige Zufälle glauben, aber, es kann nur diese Schöpfung sein, deren Plan wir doch bereits mehr als nur erahnen können, denn Experimente und Messungen können nicht lügen, sofern sie wiederholbar, überprüfbar und reproduzierbar in ihren Ergebnissen sind.

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Enzomatic 23.08.2012, 13:10
@Mythsbuster7

@Mythbuster7: Erstmals Vielen Dank das du die gelöschten Antworten von mir wieder sichtbar gemacht hast (kannst du mir auch den Zensor nennen? Ich würde diesen Vorfall gerne dem Support melden) Prinzipiell gebe ich dir vollkommen Recht. Es ist mir bewusst, dass die Erde rund ist, dass sagt auch die Bibel. Mich stört aber, dass Leute der Wissenschaft blind vertrauen und damit gegen das Christentum wettern, obwohl sich, da bin ich überzeugt von, Wissenschaft und Christentum sehr wohl miteinander in Einklang bringen lassen würde, sofern man beide Lagern dazu bringen könnte. Weisst du, es fällt mir schwer als Laie, der Wissenschaft vollkommen blind zu vertrauen, weil ich mich nicht damit auskenne. Albert Einstein gilt ja als Genie in der Physik und Mathematik, aber seine Gleichungen wurden teilweise widerlegt. Wie oft galt etwas in der Wissenschaft als belegt und ein paar Jahre später wurde eben dies widerlegt? Ich jedenfalls vertraue nicht der Wissenschaft blind, aber deshalb heisst es doch nicht, dass diese vollkommen falsch ist. Das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

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Enzomatic 23.08.2012, 13:10
@Mythsbuster7

@Mythbuster7: Erstmals Vielen Dank das du die gelöschten Antworten von mir wieder sichtbar gemacht hast (kannst du mir auch den Zensor nennen? Ich würde diesen Vorfall gerne dem Support melden) Prinzipiell gebe ich dir vollkommen Recht. Es ist mir bewusst, dass die Erde rund ist, dass sagt auch die Bibel. Mich stört aber, dass Leute der Wissenschaft blind vertrauen und damit gegen das Christentum wettern, obwohl sich, da bin ich überzeugt von, Wissenschaft und Christentum sehr wohl miteinander in Einklang bringen lassen würde, sofern man beide Lagern dazu bringen könnte. Weisst du, es fällt mir schwer als Laie, der Wissenschaft vollkommen blind zu vertrauen, weil ich mich nicht damit auskenne. Albert Einstein gilt ja als Genie in der Physik und Mathematik, aber seine Gleichungen wurden teilweise widerlegt. Wie oft galt etwas in der Wissenschaft als belegt und ein paar Jahre später wurde eben dies widerlegt? Ich jedenfalls vertraue nicht der Wissenschaft blind, aber deshalb heisst es doch nicht, dass diese vollkommen falsch ist. Das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

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Mythsbuster7 23.08.2012, 16:31
@Enzomatic

Hallo, Enzomatic, zunächst, was das Wiedereinstellen unserer Beiträge angeht, gern geschehen! Ich bin der Meinungsfreiheit absolut verpflichtet und empfinde jede Form von Zensur als widerwärtig und abstoßend. Wer die schändlichen "Zensoren" waren, weiss ich als gewöhnlicher user hier aber nicht. Fast immer sind es intolerante Zeitgenossen, die den etwas undurchsichtigen, sog. "Fraganten"-Status grob mißbrauchen, um mißliebige Beiträge einfach verschwinden zu lassen.

In der Sache: die Wissenschaft verlangt niemals blindes Vertrauen, aber stets gute Argumente oder gar Beweise. Wenn du dir echt Mühe gibst, kannst du prinzipiell alles nachprüfen. Ein direkter Widerspruch zwischen Aufgeklärtem Christentum und der Wissenschaft existiert auch nicht, habe ich oben ja schon geschrieben. Es darf halt nur keiner kommen und das "6-Tagewerk der Schöpfung" wieder wörtlich einfordern - oder das Geozentrische Weltbild, denn wir können uns nicht mehr hinter Galilei zurückbewegen. Gesicherte Erkenntnisse lassen sich, wie Zahnpaste, nicht mehr in die Tube zurückdrücken.

Was nun Einstein angeht, so ist mir von widerlegten Gleichungen nicht das geringste bekannt, da müßtest du schon konkret werden: Wer hat welche Gleichung wo widerlegt?

Übrigens habe ich unten, ich weiß nicht, ob du's gesehen hast, noch einen Kommentar zum Thema "Juden-Christen" geschrieben.

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Es wird gestochen und nicht geätzt, und das ist Lebensmittelfarbe .Warum nicht, Jesus hat sich Eisen durch Hände und Füße treiben lassen, Da wird so ein Kleines Nadelstichbild ja wohl nichts Verboenes sein.

Enzomatic 22.08.2012, 09:29

Kaum zu glauben: Bisher eine gute Antwort :-D Danke, Vielen Dank!

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nenne uns bitte die entsprechende bibelstelle

Komischer Christ, der nicht weiss, dass das Alte Testament keine zu befolgenden Gesetze und Vorschriften enthält

Enzomatic 21.08.2012, 21:52

Was ist dann bitte Leviticus?

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Enzomatic 22.08.2012, 09:46
@Bratschlauch

Und wir Christen sind was?=) Keine Juden?...Lies doch Matthäus 5:17. Dieser Irrglaube, von wegen wir müssen uns nicht an das AT halten, ist auf dem Mist der Kirchen gewachsen. Jeschua (Jesus) hat nirgendwo erwähnt, dass die alten Gesetze keine Bedeutung mehr haben. Seltsam ist aber, dass für uns die alten Gesetze keine Bedeutung mehr haben obwohl wir nirgendwo eine Grundlage zur Aufhebung der AT-Gesetze haben... Einige Christen wie die Messianische Juden z.B. sind meiner Ansicht nach die "wahrsten" Christen unter den "Christen".

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quopiam 22.08.2012, 11:06
@Enzomatic

Nein, dieser "Irrglaube" ist auf dem Mist von Paulus, Petrus und dem Apostelkonzil gewachsen. Wir sind keine Judenchristen, sondern "aus den Völkern" und stehen daher nicht unter dem Gesetz. Müssten wir unter dem Gesetz sein, so wäre Christus umsonst gestorben, schreibt Paulus. Lies selber das Neue Testament!

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Enzomatic 22.08.2012, 11:34
@quopiam

Das verstehe ich nicht. Was hat das eine mit dem anderem zu tun? Matthäus 5:17 sagt mir doch, dass die Gesetze gültigkeit haben (so habe ich das verstanden). Jeschua kam ja nicht um Gesetze aufzuheben, vielmehr hat er die Menschen in ihrer Einstellung zum Glauben bewegen wollen.* Was nützt dir das ausführen von Praktiken, wenn du keinen Glauben hast. Was predigst du Wasser und trinkst selber Wein...* So in der Richtung habe ich das verstanden... Wenn der Irrglaube eben von Paulus kam, wieso muss ich mich dann nach ihm richten? Es gibt ja auch Vermutungen die behaupten, dass Paulus Texte nur zum Teil Originale sind, der Rest sei aufgrund anormalien in der Schreibweise erst später hinzugefügt worden...

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Raubkatze45 22.08.2012, 14:27
@Enzomatic

Enzomatic, Christus ist gekommen, um das Gesetz zu erfüllen, weil ER selbst die Erfüllung ist. Das AT ist ganz auf den kommenden Messias ausgerichtet. Deshalb konnte Jesus auch als wahrer Gott und Mensch in aller Vollmacht immer wieder sagen: "Mose hat gesagt - ICH aber sage euch..." So erkennt er auch nicht die Ehescheidung an, die bei Mose noch geduldet wurde. Mit Christus stehen die Gesetze - auch die 10 Gebote - unter dem Gesetz der Gottes- und Nächstenliebe. "Darauf gründen die Propheten und das ganze Gesetz". Von daher gilt ab Christus keines der äußeren Gesetze mehr, womit die Gesetzeslehrer den "Menschen nur schwere Lasten auferlegen", wie z.B. die Reinigungsvorschriften und Sabbatgesetze usw. Was bleibt und sich erfüllt ist die Existenz eines liebenden Gottes und die von Ihm gegebenen Gebote unter dem Gesichtspunkt der Liebe und nicht des Gedankens Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Christen stehen in der Nachfolge Jesu Christi und nicht in dem Kulturkreis altjüdischer Traditionen. Die Juden glauben nicht an Christus und pflegen weiter ihre alttestamentlichen Vorschriften. Christus hat uns von unwesentlichen und menschen gemachten Dingen befreit, weil ER nämlich die Erfüllung des Gesetzes ist und die Vollmacht dazu hat.

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Mythsbuster7 22.08.2012, 15:07
@Enzomatic

Und wir Christen sind was?=) Keine Juden?...Lies doch Matthäus 5:17.

Das ist schon rein prinzipiell gar nicht möglich, denn der "Alte Bund" wurde bekanntlich von "JHWH" ausschliesslich und exklusiv mit den Israeliten geschlossen.

Um aber Jude zu sein, muss man per definitionem von einer jüdischen Mutter geboren werden. Man kann zwar, etwa wegen Heirat, zum Judentum konvertieren, aber das Jüdische Volk besteht ausschliesslich aus Söhnen und Töchtern jüdischer Mütter. Und das trotz der Vormachtstellung des Vaters auch im Judentum.

Durch die Taufe kann man also höchstens Christ, aber niemals Jude werden. Daher können Vorschriften des Alten Bundes für Nicht-Juden, mit denen der Alte Bund ja niemals geschlossen wurde, auch nicht verbindlich sein.

Und obschon Jesus selbst nie gesagt hat, die alten Vorschriften für seine jüdischen Anhänger aufheben zu wollen, hat er aber gleichermassen nie selbst gesagt, dass diese für neu-bekennende Mitglieder des "Neuen Bundes" aus anderen Völkern in irgendeiner Form zu übernehmen wären! Für diese Niemals-Mitglieder des Alten Bundes ist also nur der Neue Bund verbindlich, dem durch die Taufe jedermann beitreten kann.

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Bist Du wirklich ein Christ oder ein verkappter Moslem, der sich als Christ ausgibt, um einen Streit anzuzetteln, nur wegen einer belanglosen Angelegenheit.

Dieser Typus der Fragestellung gewinnt in letzter Zeit zunehmend an Bedeutung, weil sich Moslems oder Muslima vermehrt als Christen tarnen, um Streit zu beginnen. Anscheinend eine Lieblingsbeschäftigung dieser Leute.

Deine Frage ist wirklich belanglos und hat wenig mit einer Fragestellung im Themenbereich Religion zu tun.

Enzomatic 22.08.2012, 09:28

Arevo, ich wurde hier als ZJ, Moslem oder was weiß ich schon alles dargestellt, aber ich kann dir versichern: Ich bin ein Christ! Nur du musst verstehen, dass das für mich nicht belanglos ist, weil ich zwar überlege mir einen Tattoo zu machen, aber nicht gegen die Gesetze verstoßen will. Und ja, ich finde es genauso schlimm was Moslems tun und irgendwo auch lächerlich, aber die Wahrheit wird irgendwann siegen...

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