GDB 50 gerechtfertigt?

6 Antworten

Eine erneute Abtragung sicherlich nicht.😉 Aber man kann Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und sich an den VDK, den SPDI oder den/die Behindertenbeauftragte/n des Bundeslandes wenden, die einem weiterhelfen können. Wenn das zu nichts führt, hat man einfach Pech, es liegt auch etwas am Gutwillen des Sachbearbeiters/der Sachbearbeiter/in.

Bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises werden die vorhandenen Befunde gesichtet und wenn notwendig muss der Betroffene bei einem Gutachter vorsprechen. Wenn die Befunde aussagekräftig genug sind dann wird der SBH so zugeschickt.

Beantragen könnt ihr grundsätzlich alles, was dann genehmigt wird steht auf einem anderen Blatt Papier.

Es geht primär auch nicht nur um das Vorliegen von Diagnosen sondern darum wie stark die Beeinträchtigung im Alltag ist. Ich habe selbst Asperger und einen SBH mit GdB 80 plus Merkzeichen. Mir merkt man nach außer rein gar nichts an, habe jahrelang selbst als Ergotherapeutin im psychiatrischen Bereich gearbeitet, werde aber schon seit fast 20 Jahren therapeutisch begleitet und musste meinen Job aufgeben weil es nicht mehr geschafft habe und kann auch nicht alleine wohnen.

Ihr habt natürlich innerhalb der im Bescheid aufgeführten Frist die Möglichkeit Einspruch zu erheben und im äußersten Fall eine Klage beim Sozialgericht einreichen. So wie du schreibst, dass der Alltag soweit alleine bewältigt werden kann, die Betroffene alleine wohnen kann dann kann ich mir nicht vorstellen, dass mit einer Erhöhung des GdB gerechnet werden kann.

Wenn das der erste Antrag ist, sind 50% nicht schlecht .

Warte etwas ab, stelle dann einen Verschlechterungsantrag. Hierbei hilft der VDK

Richtig der erste Antrag, wurde mit 50% genehmigt, das sollte jetzt schätzugsweise 1,5 Jahre her sein.

Davor bestand zwar die Problematik schon sehr lange, aber es wurde nie etwas beantragt, da die Familie darauf beharrte ihr Kind hätte nichts (zu der wurde mittlerweile der Kontakt abgebrochen), seit dem kümmere ich mich etwas.

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@Sinny777

Ok, nach 1,5 Jahren ist ein Widerspruch nicht mehr möglich, dann sollte die Person einen Antrag auf Nachbegutachtung stellen.

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Da der GdB grundsätzlich individuell für jede einzelne Person errechnet und festgelegt wird, kann ein Außenstehender das gar nicht beurteilen.

Auch die Zusatzmerkmale werden ausschließlich von dem begutachtenden Arzt festgelegt.

Welcher begutachtende Arzt?

Wir haben nur gemeinsam den Antrag ausgefüllt, dabei ein kurzes schon vorhandendes Gutachten mitgeschickt (welches auch besagt, das die Nutzung von Veranstaltungen und öffentlichen Verkehrsmitteln eine Begleitung erfordert) und daraufhin hat sie, ein paar Wochen später Post bekommen, mit der Bitte um ein Passbild da ein GDB von 50 genehmigt, Merkzeichen jedoch abgelehnt wurden.

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