Gastaccount - Dokument auf Desktop gespeichert - nach Neustart nicht mehr zu finden

3 Antworten

Klar das Du das nicht mehr finden kannst, das Dokument ist verloren(!)

Ein Gast-Account erstellt ein Konto im Bereich von /tmp ein temporäres Profil - Du kannst dann alles verwenden wie ein normaler Benutzer, doch das ganze ist nur temporär. Wird der Computer heruntergefahren wird Linux alles was sich im Ordner /tmp befand, löschen! Da der Gast-Account ebenfalls unter /tmp erstellt wird, sind diese Daten also alle verschwunden.

Ich lasse mir immer ein Ordner /tmp/schrott erstellen und verlinke ihn mit meinem Konto. Alle Daten die ich während der Arbeit nur temporär schnell einmal brauche, landen bei mir also im Schrott. Starte ich der Rechner neu, ist der Ordner schrott wieder leer - eine gemütliche Einstellung, wenn man weiss, wie man ihn zu nutzen hat.

wenn Ubuntu so einen Gastaccount einrichtet, dann sicher so, dass es einen User gibt, dessen Zugangsdaten öffentlich sind. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass dieser Benutzer in seinem eigenen HOME keine Schreibberechtigung hat oder dass diese HOME bei jedem Booten neu angelegt wird.

Bist du sicher, dass das erstellte Dokument auf dem Desktop abgespeichert wurde?. So etwas macht doch nur Windows. Linux ( wenn du nicht gezielt etwas anderes gewählt hast) legt solche Dateien direkt im Home-Verzeichnis, vielleicht aber in einem Unterverzeichnis ( Dokumente ) ab.

Prüfe zuerst, welches Home-Verzeichnis der Gastes hat:

Starte ein Terminal ( xterm ... ) und tippe dort zuerst den Befehl

cat  /etc/passwd 

ein. Hier werden u.a. alle eingerichteten User aufgelistet. Die einzelnen Teile sind jeweils durch einen Doppelpunkt getrennt. Der erste Teil ist der User-Name. Suche den Eintrag für den Gast-User und merke dir den vorletzten Teil (z.B. /home/guest oder auch in deutsch /home/gast )

Prüfe, wann dieses Verzeichnis erstellt wurde:

ls -l /home/guest

Sollte das von "heute" sein, dann wird es offensichtlich wirklich mit jedem Boot neu angelegt (glaube ich aber nicht).

Du kennt hoffentlich noch den Namen des Word-Dokuments ?

Dann suche

sudo find /home/guest/ -name "Name-des-Ward-Dokuments"

Oder manuell:

ls -lr /home/gast/

Ich halte es für unwahrscheinlich, dass dieser Benutzer in seinem eigenen HOME keine Schreibberechtigung hat oder dass diese HOME bei jedem Booten neu angelegt wird.

Dann lies dir mal den Wiki Artikel zum Thema Gastaccount durch den ich oben verlinkt habe.

Sämtliche Einstellungen und Dateien des Gastbenutzers werden gelöscht sobald sich dieser abmeldet.

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@Havege

von Ubuntu habe ich da nichts gelesen, der Artikel bezieht sich auf LXDE.

Nachdem die schon root eingeschläfert haben, kann ich mir jetzt aber auch vorstellen, dass die weiteren Unsinn einbauen.

Das Verhalten eines Ubuntu-Gast-Zugangs ist ein weiterer Grund dieses System zu meiden. Warum verbreiten die denn nicht gleich Windof ?

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@guenterhalt

von Ubuntu habe ich da nichts gelesen, der Artikel bezieht sich auf LXDE.

Dann hast du den Artikel vermutlich nicht richtig gelesen.

Nachdem die schon root eingeschläfert haben

Was spricht dagegen?

Das Verhalten eines Ubuntu-Gast-Zugangs ist ein weiterer Grund dieses System zu meiden

Sorry aber genau das ist das Verhalten das ein Gast Account haben sollte. Er soll keinerlei Dauerhafte Veränderung im System machen können. Dazu zählt auch die Festplatte mit Daten voll zu packen. Haben sie alles richtig gemacht.

Warum verbreiten die denn nicht gleich Windof ?

Du hast Windows falsch geschrieben.

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@Havege

was gegen die Einschläferung von root spricht?

Weil sudo nur dann anwendbar ist, wenn sich ein nicht privilegiert user , für den zwar sudo konfiguriert ist, noch einloggen kann.

Er kann es nicht mehr, wenn z.B. die HOME-Partition defekt ist. Da weiß man zwar, dass man das als root zwar reparieren kann, es geht aber nicht, der schläft.

Das Argument, der Gast könnte die Festplatte mit Daten voll packen kann nicht zählen, denn wenn er während einer Session auf die Platte schreiben kann, dann kann es sie auch während dieser Zeit voll schreiben.

Übrigens kann man zur Begrenzung ein Limit setzen und so einen Crash verhindern. Selbst das Anlegen einer kleinen Gast-Partition ist sinnvoller als das Löschen seiner Dateien nach einem Reboot.

Seit 30 Jahren benutzte ich Unix-Systeme ( Linux zähle ich dazu). Solch einen Unsinn macht aber wohl nur Ubuntu.

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Das ist Sinn der Sache eines Gastaccounts, dass dieser nichts dauerhaft ändern kann.

Man kann es allerdings auch so hin biegen dass die Dateien gespeichert werden.

http://wiki.ubuntuusers.de/Gastsitzung

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