Gartenwasser aus Enthärtungsanlage - Langzeiterfahrung?


19.05.2022, 08:00

Kein Vorwurf an den Installateur! Ich suche eine Einschätzung aus Erfahrung, ob das Mal für einen Sommer OK ist oder ich gehebenenfalls etliche Installateure abtelefoniere um einen zu finden, der das kurzfristig ändern kann.

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo IstMirNeu,

ich selber bin auch Installateur und habe es bei mir auch so gemacht. Ich kann bisher noch nichts negatives feststellen. Wie ist denn dein natriumwert generell im Trinkwasser, also da wo du wohnst?

Mehr Gedanken würde ich mir um den Salzverbrauch machen.

Hat dein Ionentauscher einen Bypass? Welcher Typ ist es denn, vielleicht kannst du ein Foto vom Anschluss reinstellen. Wenn es einen Bypass gibt, kann man den öffnen, dann wird der Tauscher umflossen und du bekommst "ungesalzenes" Wasser in den Garten.

Frohes schaffen!

Patilla

Es ist ein Grünbeck softliQ:SD21 mit Beipassmischer. Ich kann also die Enthärtung komplett übergehen. Aber jedes Mal vor dem Giessen den Mischer um- und danach wieder gezielt zurückzustellen ist wenig praktikabel (weil mal ich, meine Frau oder auch mal meine Eltern giessen und) weil ich Hahnenwasser trinke und bei zu weit geschlossenem Beipass der Salzgehalt unbemerkt die zulässigen Grenzen für Trinkwasser überschreiten könnte.

Ich könnte aber bis der Abzweig umverlegt wurde die Enthärtung dauerhaft bypassen. Lieber solange hartes Wasser im Haus, als Salz auf den Garten.

Danke, das löst das Thema komplett!

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@IstMirNeu

Der Bypass kann igentlich komplett geschlossen werden, die Anlage regelt die Enthärtung doch automatisch!? Du solltest eigentlich nur deine "Endhärte" eingeben müssen, und die Anlage reguliert selber. Mit dem Bypass umfließt du die Anlage ja dann komplett. Oder stellst du über deinen Bypass die Enthärtung manuell ein, also erstellst über die anlage VE-Wasser und mischst Stadtwasser dazu?

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@Patilla9

Letzteres, ich stelle die Härte am Ausgang durch das Mischungsverhältnis von Eingang und VE manuell ein.

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@IstMirNeu

Achso, ok, dann verstehe ich, dass du nicht nach jedem Bewässern neu messen und einpegeln willst

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Unser Trinkwasser hat von sich aus nur 13,6mg Natrium, zusammen mit den 70 aus der Enthärtungsanlage bin ich also noch unter den 200mg nach Trinkwasserverordnung weit genug drunter.

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Aus deinen Kommentaren (nur 200m² Garten, nur wenig benutze Gartenfläche...) Frage ich mich, warum du nicht einfach folgendes machst:

  • IBC ans Haus
  • Wenn der voll ist (sollte leichter sein als nur über's Gewächshausdach) einfach per Schlauch und (Tauch-) Pumpe in die "oberen" IBC am Gewächshaus umfüllen
  • Schlauch wieder aufrollen
  • Feddisch...

...machste dich beim wässern aus dem Hausanschluss auch nicht anders... Oder?

Das geht am beiden Regenrinnen vom Haus nicht (direkt ein IBC zu stellen), weil sonst kein Auto mehr in die Einfahrt passt und man in einen Teil des Gartens nicht mehr kommt (Durchgang/Engstelle zwischen Haus und Pergola kommt ein Fallrohr runter und an der Einfahrt das andere).

Zumal es aus optischen Gründen einen geringen WAF (women acceptance factor) haben dürfte 😄

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Nur weil es für den Handwerker möglicherweise die einfachste Lösung war, ist das eine Umweltsünde, für die er auch bestraft werden könnte.

Obwohl, dei Schäden im Ahrtal vom vergangenen Sommer sind noch nicht repariert, da laufen die Keller vor Jahresfrist schon wieder voll; die armen Menschen schreien nach Steuergeldern, weil ihnen niemand geraten hat das Land zu verlassen und sie selber auch nicht auf die Idee gekommen sind.

Abgesehen davon, dass das eine erhebliche Geldverschwendung darstellt, ist es zweifellos weder sonderlich ratsam noch dem Wachstum (bzw. dem Erdreich) förderlich. Wenn du schon den Garten mit Leitungswasser gießt, dann solltest du tunlichst baldmöglichst den Gartenanschluss vor die Entsalzung schalten lassen. NB: Eine Regenwassertonne wäre ggfs. eine sinnvolle Ergänzung.

Habe 2000L an Regenwassertonnen, aber die reichen im Sommer nicht aus. Vom Hahn wird nur gegossen, wenn es zu lange zu trocken war.

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@IstMirNeu

Du hast 10 Regentonnen und trotzdem nicht genug Wasser - sagmal was gießt du denn da alles?

...oder nutzt du nicht genug Dachfläche um die Tonnen wieder zu füllen?

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@IstMirNeu

2000l Regenwasser sind eine Menge Vorrat. Entweder ist dein Garten riesig - dann sollte die Zisterne ja eigentlich kein Problem sein -, oder die Gegend ist staubtrocken. Bei einem ausgewogenen Niederschlagsniveau kommt man im Garten normalerweise bis auf wenige Tage oder vielleicht mal 2 Wochen im Jahr regelmäßig ohne zusätzliche Bewässerung aus (Fruchtstauden oder Beete mal beiseitegelassen). Ich meine - wr haben einen Landschaftspark, und da brauche ich soviel Wasser nicht. Die Gartenanlage sollte natürlich auch zu den regionalen Gegebenheiten passen. Oder gleich einen Brunnen bohren...

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@myotis

Ich hab etwa 200m^2 Gartenfläche die je nach Besatz gewässert wird, davon ein 12m^2 Gewächshaus mit einer enormen "Durstigkeit". Über den Winter trocknet der Boden darin so dermaßen aus, dass ich von den vollen Fässern schnell ein Drittel ausbringen muss um die Grundfeuchte im Boden wiederherzustellen bevor ich was setzen kann. Ich Speise (nur) vom Garagendach und dem Gewächshausdach ein, daher laufen die beiden IBC Tanks nach ein paar Wochen ohne ordentlichen Regen regelmäßig leer. Das Haupthaus steht leider am anderen Grundstücksende, die Dachfläche kann ich nicht nutzen. Achso, und noch eine 200L Tonne die von einer 9m Pergola gespeist wird.

Vor ein paar Jahren noch hat das gut gereicht, aber die Anzahl mehrwöchigen Trockenphasen scheint mit subjektiv gestiegen zu sein.

Eine Zisterne geht nicht, weil die Mindestabstände zu benachbarten Gebäuden nicht ausreichen. Ich könnte hinterm Haus im Nutzgarten graben, aber da kommt kein Bagger zum setzen der Zisterne hin, das hatte ich schon angefragt. Also sind es die 2x IBC Tanks geworden mit der Option auf weitere. Aber nach dem Winter bekomm ich die bis in den Herbst eigentlich nicht mehr voll, also würde das nur bedingt was bringen.

Ich könnte jetzt noch mit Fässern am Haus und Hebepumpen arbeiten, aber bis sich das lohnt ...

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@IstMirNeu
Ich hab etwa 200m^2 Gartenfläche die je nach Besatz gewässert wird

200m² ist ja nun nicht so die Welt. Aber wenn das natürlich Beete o.ä. sind, die schlucken kräftig.

davon ein 12m^2 Gewächshaus mit einer enormen "Durstigkeit". Über den Winter trocknet der Boden darin so dermaßen aus, dass ich von den vollen Fässern schnell ein Drittel ausbringen muss

Warum lässt du es dann im Winter nicht offen oder baust es ab? Als Wintergarten wird es ja vermutlich nicht fungieren.

Ich Speise (nur) vom Garagendach und dem Gewächshausdach ein, daher laufen die beiden IBC Tanks nach ein paar Wochen ohne ordentlichen Regen regelmäßig leer.

Das ist aber auch keine sinnvolle Speisung.

Das Haupthaus steht leider am anderen Grundstücksende, die Dachfläche kann ich nicht nutzen.

Und wieso nicht? Eine Abzweigung von der Regenablaufrinne, samt Elektropumpe, die dir das Wasser nach hinten punpt, ist doch eine simple Bastelei. Ansonsten bliebe immer noch die Option Brunnen, aber ohne Grabungsgerät schwierig.

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@FordPrefect

Es sind fast ausschließlich Beete und ein massives Gewächshaus baut man nicht Mal jeden Winter ab, da wurde die FA.Beckmann sicher von abraten. Wenn ich nur die Dachscheiben entferne ist der Rest nichtmehr Windgeschützt, das Risiko bzw. Der Aufwand...

Abzweig mit Pumpe vom Haupthaus würde gehen, wenn ich dafür meterweise Kopfsteinpflaster aufreißen und neu legen will. Ein oberirdischer Schlauch kommt optisch nicht infrage.

Aber von der eigentlichen Frage sind wir jetzt weit weg, oder möchtest du meinen Grundriss und mir den Garten planen 😉

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Hallo IstMirNeu,

Regenwasser ist auch weich, da ist es sogar naturnah, wenn du mit enthärtetem Wasser gießen tust ;-)

Deine Installation haben viele. Und würde sie heute anders machen (lassen).

Das Natriumchlorid schadet nicht.

Du hast eben einen erhöhten Verbrauch an Regenerationssalz. Ob sich ein Umbau finanziell lohnt, hängt von deinem Gießwasserverbrauch ab. Ich denke eher nicht, wenn der nicht sehr hoch ist. Da würde ich das Geld eher in eine Zisterne investieren.

Viel Erfolg!

Karliemeinname

Ich werde es auf jeden fall korrigieren lassen um über die nächsten Jahrzehnte nicht den Boden zu versalzen.

Zisterne wäre auch meine Präferenz, ging aber bautechnisch nicht. Hab jetzt >2000L Regenfässer.

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@IstMirNeu

Dein Wasser hat immer noch Trinkwasserqualität, auch nach der Behandlung mit einer Entkalkungsanlage und taugt auch zum Garten gießen. Das Salz ist ja da um den Ionentauscher zu regenerieren und nicht um Salzwasser zu machen.

Du streust das Regeneriersalz ja nicht in den Garten und dein Kaffee schmeckt ja auch nicht salzig ;-)

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