Garnelenvermehrung in Grenzen halten?

2 Antworten

Nicht falsch verstehen, aber ich denke du musst dich nochmal gut einlesen, bevor du überhaupt Garnelen halten kannst.

Die Farbe hat mal absolut gar nichts damit zu tun, ob sich Garnelen miteinander vermehren können oder nicht. Wichtig ist die Art. Denn verschiedene Arten können sich (in der Regel) nicht kreuzen. Das blöde ist jetzt, dass bei den Zuchtzwerggarnelen die Artzugehörigkeit nicht vollständig geklärt ist und es da wohl einiges Mischmasch im vorhinein gab. Insofern kann man an definitiv nicht kreuzbaren Zwerggarnelengruppen unterscheiden:

• Neocaridina (davidi und palmata)

• Caridina (Bienen, Taiwaner, Tiger)

• Sulawesi

• Amanogarnelen (Caridina multidentata)

Die meisten der oben genannten gibt es in gaaaanz vielen Farben. Und ja diese Farben könne alle untereinander. Du kannst dir das vorstellen wie Hunderassen. Ein Labrador und ein Pudel sehen komplett anders aus, aber sie können sich erfolgreich paaren. Ein Labrador und ein Fuchs jedoch nicht.

Es stimmt aber der Mythos, dass zwei Farbschläge gekreuzt immer Wildfarben ergeben würden auch überhaupt nicht. Neocaridina (ich vermute, die willst du am ehesten halten, sind die einfachsten) sind generell stark variabel in ihrer Farbe. Also selbst wenn du nur eine Farbe kaufst, können Wildfarbene früher oder später fallen. Kommt drauf an, wie rein und wie gut selektiert dein Stamm ist. Wenn du jetzt zwei oder mehrere Farben mischt, dann machst du einen evtl sehr reinen Stamm natürlich instabil, weil du die über mehrere Generationen erfolgte Inzucht zerstörst. Das heißt aber auch nicht, dass du sofort nur noch braunen Nachwuchs hast. Zu allererst werden Mischungen fallen, zb Blau mit schwarzen Flecken. Und erst durch langes nicht-selektieren, werden evtl fallende farblose oder braune Garnelen auch die Chance haben, sich zu vermehren. Deshalb hat man als ambitionierter Garnelenhalter meistens auch ein kleines "Skittles Becken", wo all der fehlgefärbte Nachwuchs landet. Mir ist in meinem unselektierten blauen Stamm auch schon eine rote Garnele gefallen. Sowas passiert einfach. Deshalb sind Neos so einfach zu halten, aber viel schwerer zu züchten.

So, ich habe herausgelesen, dass du die Vermehrung in Grenzen halten willst, weil du keinen braunen Nachwuchs willst? Farbigen schon? Dann rate ich dir, Neocaridina zu holen in einer Farbe, die dir gefällt und zwar von einem guten Züchter. Dann hast du die besten Chancen, dass dein Stamm reinfarbig bleibt. Garnelenarten mischen kannst du eigentlich nicht, da sich die Ansprüche zu stark unterscheiden. Auch wenn man leider oft anderes hört. Garnelen reagieren sehr empfindlich auf die falschen Wasserwerte, also solltest du da echt drauf achten.

Bitte auch beachten: Garnelen sind Gruppentiere. Jeweils nur 1 zu nehmen ist also in erster Linie eines und zwar nicht artgerecht. Also min. eine 10er Gruppe als Starttrupp holen und nicht auf die Idee kommen, da jetzt 1 Neocaridina, 1 Caridina, 1 Amano, ein Sulawesi zu machen oder so. Wie gesagt, unterschiedliche Ansprüche und zu kleine Gruppen!

Das wären aber arg wenig Garnelen. Schön aussehen tun so ab 30 Stück.

Was ist denn dein Ziel, verschiedene Farben in einem Becken? Setz eben zusammen, erhalten tun sich die Farben von Neocarieinas aber langfritig nur wenn du auch 1 Becken pro Farbe hast.

Garnelengesellschzaftsbecken, also nicht nah verwandte Garnelen, da kenn ich mich nicht aus. Sieht man jetzt nicht oft sag ich mal. Aber dann müsste man auch mindestens 10 pro Sorte halten.

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