Garage in Abstellraum umwandeln um neuen Carport genehmigungsfrei bauen zu können?

3 Antworten

Es gibt in der LBO klare Aussagen, was und wie viel Bebauung auf den Grenzen zulässig ist. Umwandeln braucht er nicht, solange die zulässige Grenzbebauung nicht überschritten und die Räume als Garagen genutzt werden. Eine andere Nutzung ist weder als Abstellraum noch als "Grillhütte" zulässig. Die Wandflächen an den Grenzen einschl. des Schuppens werden addiert.

Das gilt auch für die Nutzung der Dachflächen als Balkon oder Terrasse. Abgesehen davon, dass die erforderliche Tragfähigkeit (500kg/m²) weder bei der Garage, noch beim Carport gegeben sein wird, ist auch mit Rücksicht auf die Nachbarn keine vollflächige Nutzung des Daches erlaubt.

Die verfahrensfrei Aufstellung einer Garage oder eines Carports befreit nicht von den Bestimmungen LBO oder dem Bebauungsplan. Wenn der neue Standort nicht den genannten Vorschriften entspricht, kann die Behörde den Rückbau oder den Abriss verfügen.

Die Gemengelage ist in diesem Falle so kompliziert, dass Sie dem Nachbarn unbedingt eine Bauvoranfrage oder einen Bauantrag empfehlen sollten, am besten mit dem Hinweis, warum Sie gegen das Vorhaben sind und Sie ihn vor unnötigen Kosten bewahren wollen. Sie werden die nächsten Jahre oder Jahrzehnte miteinander auskommen müssen.

Navajo

 

Ohne genauere Umstände zu kennnen: das Carport auf die Grenze zu bauen wird wohl zulässig sein (bei Einhaltung der Maximalhöhen), ob dafür ein Bauantrag nötig ist oder nicht. ABER: die Terrasse auf dem Carport-Dach muss auf jeden Fall genehmigt werden und da geht normalerweise ohne Einverständnis des Nachbarn nichts.

MfG

ChiliWolf

Das Bauamt gibt bereitwillig Auskuft. Fotos machen, Zeit nehmen hingehen. Evtl Fragen aufschreiben damit man sie später so präzise stellt, dass man auch die  Antort bekommt mit der man etwas anfangen kann. 

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Hallo! Ich hab mal ein paar baurechtliche Fragen. Zur Info: wir wohnen in einer Doppelhaushälfte in S-H. Auf unserem Grundstück steht ein einfaches Carport, was von uns zum Geräteschuppen/Holzlager umfunktioniert wurde. Nun wollen wir in den "Vorgarten" gerne unter Einhaltung aller baurechtlichen Vorgaben (Abstand zum öffentlichen Grund/Maximalhöhe et) ein Doppelcarport bauen, welches wir für die Autos zum Unterstellen nutzen möchten. Unser Nachbar ist damit nicht einverstanden und hat uns nun das Bauamt auf den Hals "gehetzt", welches das bestehende Carport etc. vermessen möchte. Gibt es irgendwelche gesetzlichen Grundlagen, das wir zu einem bestehenden Carport kein weiteres bauen dürfen, oder wie viel Prozent des Grundstückes "bebaut" werden dürfen? Eine schriftliche Anfrage beim Bauamt mit Zeichnung des geplanten neuen Carports liegt vor, und wir haben eine Bescheinigung bekommen, in der steht, das einem Neubau nichts im Wege steht, wenn wir uns an die Vorgaben halten.

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Wir wohnen in Sachsen und haben auf unserem Grundstück schon vor vielen Jahren nach der Bauordnung § 63 eine baugenehmigungsfreie Garage (40m²) und einen baugenehmigungsfreien Schuppen (9m²) gebaut. Alle Abstände zu den Nachbarn wurden eingehalten, wir hatten das mit dem baugenehmigungsfreien Bauen vorher mit dem Bauamt abgeklärt und es gab bisher auch keinerlei Probleme.

Jetzt möchten wir auf das Grundstück gerne ein Einfamilienhaus, ein Carport und einen Heizungsschuppen dazubauen. Wir lassen diese Gebäude dann von einem Architekten planen und genehmigen. Müssen die bereits gebaute Garage und der Schuppen dann nachgenehmigt werden? Oder bleiben die weiterhin genehmigungsfrei? Der Carport soll mit auf die Bodenplatte von der Garage (die Bodenplatte wurde auf 64m² gegossen) gestellt werden. Wobei mich hier interessieren würde, wie man im nachhinein nachweisen kann, dass die Bodenplatte die statischen Anforderungen erfüllt (Standartsicherheitsnachweis wird wohl von einem Experten durchgeführt werden – hat der ein Gerät zum Messen der Bodenplatte oder wie macht der das?).

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Nachbarzaun auf unserem Grundstück verhindert den Bau der geplanten und genehmigten Garage?

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Vorab vielen Dank für eure Hilfe.

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