Ganzes Wörterbuch auswendig Lernen wie lange braucht man dazu?

3 Antworten

Falls das Gehirn in Form quasi trainiert ist, prägt es die Wörter schleunig ein. Dazu sollte man sie immerdar wiederholen und im Alltag zu gebrauchen. Vereinfach gesagt, du musst dich mit der Sprache einigen. Die Wörter auswendig lernen macht doch einen bedeutenden Sinn, da ich auch mehr als 5'000 Wörter mithilfe der Karteilarten gelernt habe. Zur Zeit lerne ich den Duden (Deutsches Universalwörterbuch) auswendig, weil ich jedes Wort quasi Wort zu Wort verstehen möchte. Dies glingt mir auch.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Hallo,

das Auswendig lernen von Vokabeln macht überhaupt keinen Sinn.

Vokabeln auswendig zu lernen ist wenig effizient, weil man sie nur für kurze Zeit abrufen und nicht wirklich anwenden kann.

Das wird eine Endlosschleifen, denn kaum kann man die zweiten xxx Vokabeln auswendig, hat man die ersten xxx Vokabeln schon längst wieder vergessen.

Um Vokabeln effizient zu lernen, Vokabeln regelmäßig in kleinen Portionen lernen, dabei nicht nur stur auswendig lernen, sondern auch Wortfamilien und Beispielsätze bilden, mit Präpositionen, grammatikalischen Besonderheiten usw. lernen

Dabei ist es egal, ob du mit dem guten, alten Vokabelheft, einem Karteikasten oder einem elektronischen Vokabeltrainer arbeitest. Die Regelmäßigkeit macht's; jeden Tag 10 - 15 Minuten Vokabeln lernen - Qualität statt Quantität - bringt mehr, als Marathonsitzungen. Spätestens nach 1 Stunde macht das Hirnkastl nämlich dicht!

Dazu sollte man

  • Vokabeln mit allen Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen/anfassen)

  • und am besten auch noch sprechend, singend, rappend, rhythmisch klatschend, in Versen und turnend (typische Handbewegung) lernen

  • Vokabeln spielen(d lernen): Stadt, Land, Fluß auf Engl., wer weiß die meisten engl. Namen d. Tiere?, Teekesselchen, Taboo, Memory, Bingo, Scrabble uvm.

  • Auch privat, mit Freunden, Familie usw. Englisch sprechen und Alltagssituationen nachstellen: Tagesablauf, Kochen, Einkaufen, Arzt, Kino, Theater, Krankenhaus, Bäcker, Museum, Bahnhof, Flughafen, Hotel, Restaurant usw.

  • englische Bücher, Zeitungen, Zeitschriften lesen

  • englisches Fernsehen und englische Videos schauen

  • englisches Radio und englische Podcasts hören

    • BBC im Internet, mit Podcast Download

    • Englisch ganz leicht - Der neue Hörkurs, Hueber

    • BBC Podcast 6 Minute English

    • Podcastarchiv: Business Spotlight Podcast - podcast.de/podcast/2756/archiv/?seite=11

    • Randall's ESL Cyber Listening Lab

    • autoenglish.org/listenings.htm

  • englische Sprach- und Konversationskurse, Stammtische besuchen (z.B. VHS)

  • Skype einrichten und englische Muttersprachler als Gesprächspartner suchen

  • englische Brieffreunde suchen

  • englisches Tagebuch schreiben

Da eine Sprache aber nicht nur eine Aneinanderreihung von Vokabeln ist, sondern diese auch noch möglichst sinnvoll zu Sätzen verbunden werden sollen, ist es genauso wichtig, regelmäßig 10 - 15 Min Grammatik zu üben, z.B. per ego4u.de und englisch-hilfen.de.

:-) AstridDerPu

PS: Gilt ähnlich auch für andere Sprachen; wobei sich nicht in allen Sprachen (z.B. Latein) alle Punkte umsetzen lassen.

Und wie viel Wörtern werden benötig,um in der Englischen Sprache keine Probleme zu haben?

0
@animeanimeanim

Grundwortschatz

Von besonderer Bedeutung für die Planung des Unterrichts in der Muttersprache ebenso wie für das Fremdsprachenlernen ist der sogenannte Grundwortschatz; das ist derjenige Wortschatz, der nötig ist, um ca. 85 % von Texten einer Sprache zu verstehen. Pfeffer beziffert diesen Grundwortschatz auf rund 1285 Wörter.

(Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Wortschatz#Grundwortschatz)

Aus derselben Quelle:

Wortschatz in anderen Sprachen

Dazu führt Wolff (1969: 48) aus: „Neuere Schätzungen geben für den englischen Wortschatz eine Zahl von 500.000 bis 600.000 Wörtern an, der deutsche liegt knapp darunter, der französische bei etwa 300. Man darf daraus nicht schließen, das Französische sei eine wortarme Sprache. Der Unterschied ist in erheblichem Maße auf die unterschiedliche Art der Wortbildung zurückzuführen

Basic English

Ein stark vereinfachtes Englisch basierend auf 850 Wörtern von Charles Kay Ogden 1937

Englisch verfügt über ein sehr reichhaltiges Vokabular. Gute Wörterbücher enthalten über 250.000 Wörter. Dies ist für jemand der Englisch als Fremdsprache lernt nicht gerade ermutigend. Ist es aber notwendig so viele Wörter zu lernen? Wer gut Englisch sprechen will, sollte schon über einen großen Wortschatz verfügen. Aber um sich verständlich zu machen, reicht aber schon eine wesentlich geringere Anzahl von Wörtern.

Zum Beispiel verwendet der Radionsender "Voice of America" ein vereinfachtes Englisch basierend auf 1500 Wörtern. Konrad Adenauer, erster Kanzler der BRD, benutzte in seiner politischen Praxis nachgewiesenermaßen ein Vokabular von nicht mehr als 800 Wörtern. Diese Vereinfachungen sind möglich, da es oft viele Wörter für einen Begriff gibt.

(Quelle: rowa.giso.de/languages/english/basic-english/)

Basic English

Ogden's word lists include only word roots, which in practice are extended with the defined set of affixes and the full set of forms allowed for any available word (noun, pronoun, or the limited set of verbs).

The 850 core words of Basic English are found in Wiktionary's Basic English word list. This core is theoretically enough for everyday life. However, Ogden prescribed that any student should learn an additional 150-word list for everyday work in some particular field, by adding a list of 100 words particularly useful in a general field (e.g., science, verse, business, etc.), along with a 50-word list from a more specialised subset of that general field, to make a basic 1000-word vocabulary for everyday work and life.

Moreover, Ogden assumed that any student already should be familiar with (and thus may only review) a core subset of around 200 "international" words. Therefore, a first-level student should graduate with a core vocabulary of around 1200 words. A realistic general core vocabulary could contain 2000 words (the core 850 words, plus 200 international words, and 1000 words for the general fields of trade, economics, and science). It is enough for a "standard" English level. This 2000 words vocabulary represents "what any learner should know". At this level students could start to move on their own.

(Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Basic_english)

0

Hi.
Wenn das keine rein theoretische Frage ist: Das halte ich für eine Schnapsidee!
Vergiß es ...

Lerne lieber aus einem der gängigen Bücher den Grund- und Aufbauwortschatz.

Gruß, earnest

Wieso vergiß es?

0
@animeanimeanim

Reine Verschwendung von Zeit und Energie.

Wozu möchtest Du als Anfänger "paraphernalia" lernen? Wozu "cornucopia"? Weshalb möchtest Du Dein Gedächtnis jetzt mit "serendipity" belasten? Oder mit "discombobulated"?

0
@earnest

Wieviel Wörter denkst du sind nötig? Da du der Meinung bist 76.000 viel zu viele?

0
@animeanimeanim

Und ob das zu viele sind! Für den Anfänger reichen zunächst die ca. 2000 wichtigsten Wörter (Grundwortschatz).
Für den fortgeschrittenen Anfänger kann man noch einmal vielleicht 2-3000 Wörter draufrechnen (Aufbauwortschatz).

Damit verstehst Du schon geschätzte 85% eines normalen Texts.
Wenn diese 5.000 Wörter dann richtig "sitzen" und Du sie auch "aktiv" beherrscht, dann ist das schon was.
Ergänzungen dann je nach Deinem speziellen Bedarf.

0
@animeanimeanim

100% ohne Hilfe eines Wörterbuchs erreicht niemand. Es wird auch immer wieder Wörter geben, die auch ein Sprachgenie (noch) nicht kennt. Auch Shakespeare kannte sicher nicht jedes Wort des damaligen Frühneuenglisch. Aber nah dran war er wohl schon.

Ein etwas tiefer gelegtes Beispiel:
Mein Englisch ist sicher nicht schlecht. Aber ich würde nicht behaupten, daß ich in einem anspruchsvollen Text jede Vokabel kenne. Meist kann ich aber den Sinn einer unbekannten Vokabel aus dem Zusammenhang erschließen, und dann brauche ich auch kein Wörterbuch.

Ich würde nie von mir erwarten, Perfektion ("100%") auch nur annähernd erreichen zu können. Das wäre a) illusorisch und b) völlig frustrierend angesichts der Realität.

Sei bescheiden: Der Grund- und Aufbauwortschatz reicht für den Anfang.
Ausbauen kannst Du das dann immer noch.

0
@earnest

Danke, für deine Mühe hast mir sehr geholfen.Kannst du Untertitel,(Englisch-Deutsch) lesen in der gleichen Geschwindichkeit? Ich meine z.b bei Film,Serie. Falls ich, die Grammatik und die erforderen Wörter z.b 5000 auswendig kann, hast es ja nicht das ich genau so schnell lesen kann,oder? Weil es nervt einfach immer und immer wieder auf Stop zu klicken, bei Video oder evtl. DVD. Selbst bei Zeitung,Buch z.b über 1000 Seiten,benötigt man nicht weit mehr als 5000 Wörter? Mich würde interessieren wie viel Wörter du beherrscht.

0
@animeanimeanim

Untertitel lesen: ohne Probleme. (Aber da schau ich eh fast nie drauf. Bei DVDs schalte ich sie aus.) Man gewöhnt sich auch als "mittlerer Anfänger" meist recht schnell ein, und es geht fixer.

Für anspruchsvolle Bücher ("Literatur") brauchst Du natürlich meist mehr als 5000, bei Sachbücher auch einen gewissen "Fachwörter-Wortschatz". Das Rezept aber: nicht jede Vokabel nachschlagen, erst versuchen, sie aus dem Zusammenhang zu erraten. Wenn's nicht klappt: erst beim dritten Mal nachschlagen - es sei denn, Du verstehst den Text ohne die Vokabel überhaupt nicht.

Mein Wortschatz? Meinen passiven Wortschatz hat man mal geschätzt. Das Ergebnis verrate ich jetzt aber nicht, auch wenn ich recht zufrieden war. Der passive Wortschatz ist natürlich viel höher als der aktive Wortschatz.

-Passiver W.: Wörter, die du (er)kennst, wenn sie in einem Text auftauchen.
-Aktiver W.: Wörter, die du aktiv anwenden kannst, zum Beispiel wenn du mit jemandem sprichst.

0

Was möchtest Du wissen?