Ganz kurze Weihnachtsgedichte?

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3 Antworten

Hallo,

Vom Christkind


Denkt euch, ich habe das Christkind gesehen!
Es kam aus dem Walde, das Mützchen voll Schnee,
mit rotgefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm weh,
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her.
Was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack-
denkt ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden, bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin!
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Anne Ritter 1865-1921


Frohe Weihnachten!

AstridDerPu
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Mach es wie der Weihnachtsbär –
der nimmt das Leben nicht so schwer.
Lässt keine Sorgen durch sein Fell,
er liebt die Welt ganz warm und hell.
Und sollte sie mal dunkel sein,
genießt er sie bei Kerzenschein!

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Heinrich Heine:

Die Heil'gen Drei Könige aus Morgenland,

Sie frugen in jedem Städtchen:

"Wo geht der Weg nach Bethlehem,

Ihr lieben Buben und Mädchen?"

 

Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,

Die Könige zogen weiter;

Sie folgten einem goldenen Stern,

Der leuchtete lieblich und heiter.

 

Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,

Da sind sie hineingegangen;

Das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,

Die Heil'gen Drei Könige sangen.

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