Ganz ehrlich, wer verwendet von euch Maggi- und Knorrprodukte beim kochen (Umfrage)?

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26 Antworten

Hallo,

die Tatsache, dass in den Lebensmittelmärkten diese Fertigprodukte riesige Flächen in den Regalen einnehmen zeigt ja schon, dass die Nachfrage nach Maggi & Co. enorm ist.

Es ist sicher keinesfalls verwerflich, so was mal zu verwenden, aber es spiegelt bei den Nutzern natürlich schon eine gewisse Ahnungslosigkeit hinsichtlich Lebensmittel und Ernährung wieder.

Hinzu kommt, dass nach meiner Erfahrung bei den Anwendern der natürliche, dem Menschen mitgegebene Geschmack bzw. das individuelle Geschmacksempfinden darunter leidet und dauerhaft denaturiert. Der teilweise hohe Salzgehalt, die Geschmacksverstärker und Aromen gaukeln einen typischen Geschmack nach Huhn, Tomate, Pilz ..was weiß ich noch ..vor und dieser Geschmack prägt sich dann ein und prägt das Geschmacksempfinden, das sich ja u.a. auch über das Gehirn abspielt.

Würde jemand, der sich so ernährt, als Kontrast ein natürlich zubereitetes Produkt in einer ähnlichen Variante, also z.B. eine echte Hühnersuppe essen, so würde er es stets als zu fade empfinden, nachsalzen und nachwürzen und den "typischen" (Maggi-)Huhn-Geschmack vermissen.

Bei Erdbeeryoghurt hat man ähnliche Phänomene festgestellt. Kinder, die den Yoghurt essen, sind auf diesen Erdbeergeschmack fixiert und sind enttäuscht, wenn sie mal eine richtige Erdbeere essen.

Insgesamt geht die Tendenz hin zu mehr Salz, mehr Gewürzen und immer mehr Schärfe. Ich würde das in Extremfällen, die ich immer wieder erlebe, als eine "geschmackliche Schmerzfreiheit" bezeichnen ;-)  und finde diese Tendenz schon irgendwie bedenklich.

All das verdanken wir Maggi, Knorr und Co. aber wir müssen uns natürlich auch selber an die eigenen Nase fassen.

Ich selber finde es faszinierend, welche vielfältigen Geschmacksnuancen es gibt und es kann immer wieder ein Erlebnis sein, gerade bei ganz einfachen Dingen, den echten Geschmack eines Lebensmittels zu erleben.

Man kann sich das auch selber wieder langsam antrainieren, wenn es verloren gegangen ist, und ich denke, es ist mehr denn je erforderlich, die gute alte Hauswirtschaftslehre in modernerer Form mit Ernährungs- und Lebensmittelkenntnissen an den Schulen zu vermitteln.

Viele junge Menschen haben diese Möglichkeit gar nicht, normalen Geschmack zu erleben, weil zuhause nicht gekocht wird oder warum auch immer. So könnte jeder die Erfahrung selber machen und dann entscheiden, ob er später zum Tütenpülverchen-Fraß greift oder das eine oder andere Essen besser in vielleicht nur 5 min. Mehraufwand mit natürlichen Zutaten selber produziert ;-)

LG Jürgen

Ein wunderbarer Beitrag!!!

Ich habe mir eine "Sammlung" zugelegt mit Fragen nach Lebensmitteln und ihrer Zubereitung - überwiegend von hier. Es ist wirklich erschreckend wie bei den Jugendlichen früher als normal geltende Kenntnisse verloren gegangen sind. Sonst könnten solche Fragen wie:

- Muss ich die Pizza erst Köchen oder darf die direkt in den Backofen ?

- ich will meiner Freundin Muffins backen aber nicht welche wo man backen muss

- Frage zum Rezepttext: 1 Stück Zitrone
(abgeriebene Schale)
„ Was genau mache ich hier mit der Zitronenschale? Soll ich die
zerstückeln und unterrühren?  Oder komplett hineingeben und dann vor dem Backen rausnehmen? “

-  Kann man Kartoffeln noch essen wenn aus Ihnen so komische wurzeln kommen?

Ich könnte das noch lange fortsetzen. Das klingt, als ob sich die Menschheit selbst ausrottet.

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@Salzprinzessin

.. danke :-)  Ich finde das echt interessant, dass du diese Beiträge sammelst ...

Ich habe schon vor ein paar Jahren überlegt, ob man nicht online-live-Crash-Kochkurse für Einsteiger anbieten sollte, bei denen in Echtzeit auch Fragen gestellt und direkt beantwortet werden können. Technisch wäre das kein Problem ...

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@juergenkrosta

Ja .... erst habe ich nur den Kopf geschüttelt, aber dann hat es mich irgendwie fasziniert, wie es mit den Kenntnissen bergab geht.

Es gibt ein Buch: "Es fängt damit an, dass am Ende der Punkt fehlt - Stilblüten aus amtlichen und privaten Schreiben", erschienen Ende der 60iger. Daran haben mich diese Beiträge immer erinnert und daraufhin habe ich angefangen sie zu sammeln ... und natürlich zu beantworten, in der Hoffnung, dass es mit der Menschheit vielleicht etwas langsamer bergab geht :-)

Ich denke, es wäre auch eine gute  Aufgabe für die Volkshochschulen, Kurse anzubieten und zu bewerben, die Grundkenntnisse vermitteln, z.B. für junge Familien/Partnerschaften/Eheleute, Studenten/-tinnen, die in die eigene Bude ziehen und nicht nur italienische, spanische, türkische usw. Küche. Dort trifft man ja auch durchaus auf Kochanfänger die so etwas Erfahrung sammeln können.

Deine Idee finde ich auch sehr gut. Ist natürlich mit viel Einsatz und Engagement verbunden. Wenn du Zeit und Lust dazu hast, warum nicht? Auf jeden Fall ein sehr "ehrenwertes"  Unternehmen.

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Einmal hab ich es gemacht. Eine Rindsuppe ohne Zusatzstoffe sozusagen. Ich habe wirklich tief in die Trickkiste greifen müssen, hab sehr viel Material gebraucht. Damit meine ich wirklich sehr viel Fleisch, Knochen, Gemüse, Kräuter, Gewürze...  am Ende war das Ergebnis durchaus gelungen.

EIn Tipp für ein wirklich schmackhaftes Saucerl z.B. zu Koteletts.  Aufgießen, mit etwas Suppenwürze aufpeppen,  Mehl, Wasser, Senf und Tomatenmark gut  verrühren und in die Bratpfanne einrühren. Schmeckt hervorragend.

Habe ich lange verwendet, aus Bequemlichkeit. Mache ich aber heute nicht mehr. Lies dir mal die Zutatenliste durch... da ist so viel überflüssiges Zeug drin, was teilweise richtig ungesund ist. So viel mehr Arbeit macht es eigentlich gar nicht, sich die Soßen selbst zu machen. Und dann weiß man wenigstens genau, was drin ist und kann sie mit Genuss essen.

Wer nutzt es nicht in irgendeiner Form ? Mir kommen allerdings nur die puren "Geschmacksverstärker" ins Haus, als die Maggi Flüssigwürze und Fondor.

Der Rest ist halt wirklich nur für bestimmte Zielgruppen: Leute ohne Zeit oder ohne Kochkünste. Im Notfall geht aber alles mal.

Bei Soßen verwende ich manchmal Knorr - zb Bratensauce. Sonst nicht. Oder Mal instantbrühe bei suppe

Ich Benutze Instant-Brühe für manche Essen als Gewürz und Würzmischung 2 von Maggi für Bechamelsoße und Kartoffelpü. Habe ich selbstgekochte Brühe im Haus fällt ersteres meist weg. Ich seh da auch keinen Grund mich zu schämen, manchmal passt es halt und es muss letztendlich immer nur mir schmecken^^ Selbst mit Brühe gewürzt ist Selbstgekochtes noch gesünder als reines Tütenfutter denk ich mal.

Nein, ich breche hier nicht die Lanze für "Tütenprodukte", aber: Habt ihr mal die Inhaltsstoffe in der letzten Zeit aufmerksam beobachtet? Da hat sich über die Jahre doch allerhand positiv geändert. Und wenn man so ein "Tütchen" für die ab und an mal schnelle Küche zuhause hat - und auch benutzt - ja meine Güte! Ich glaube, dass unsere Umwelt da viel schädlichere Sachen für uns bereithält.

Ja, ich habe auch selbst gekochte Brühen im Glas und reichlich frische Kräuter im Garten und bisher auch ein bisschen Gemüse. Letzteres allerdings aktuell nicht mehr, da ich inzwischen für mich allein den Aufwand gescheut habe. Aber ich glaube, im nächsten Jahr fange ich begrenzt  wieder damit an.

Übrigens: Die Rezepte von Maggi und Knorr finde ich überwiegend super, tolle Ideen. Und wenn man sie einmal mit dem Tütchen zubereitet hat - pssst, nicht verraten!! - kann man mit etwas Kochtalent leicht ohne dasselbe auskommen. Gut, Idee "geklaut" :-(

Wenn ich Soßen mache, nehme ich Knorr. Aber das kommt sehr selten vor. Meist verwende ich die nur, wenn ich die Champignonsuppe mache.
Produkte von Maggi kaufe ich eigentlich gar nicht, fällt mir gerade so auf.

Ich benutze nur Gemüse/Hühnerbrühe als Fertigprodukt da ich ganz ehrlich zu faul bin eine richtige Brühe anzusetzen. Soßen mache ich ansonsten immer selbst und koche meistens frisch.

ab und zu. ist ja nicht verboten. da könnte man ganz andere sachen verteufeln. btw wohn auch alleine, ich verbrauch nie ein ganzes beutelchen auf einmal. nur bisschen was um die reis/nudel-gemüsepfanne zu pimpen. andere haun nen haufen sojasauce rein oder würzen wie blöd mit glutamat, kommt fast aufs selbe raus...

Wenn ich so an diese Tütensuppen von denen denke, dann fallen mir vor allem als Inhaltsstoffe Antioxidationsmittel, Geschmacksverstärker, Salz, E 605, künstliche Aromastoffe und sonstwas ein. Da kann ich auch gleich ganz auf die Chemieküche zurück greifen.


E605

;-)

wohl kaum .. davon kann die Nahrungsmittelindustrie nicht leben - einmal kaufen - dann nie wieder ...

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Ich hab früher immer solche Tüten benutzt für Aufläufe, Bolognese, Carbonara, Geschnetzeltes usw aber mittlerweile weiß ich gut genug mit welchen normalen Zutaten ich den Geschmack selbst hinbekomme ohne Pulver unterzurühren.

Als Student habe ich wenig Zeit und muss letztendlich zu solchen Produkten greifen. Vermeide es aber soweit wie möglich. Schmeckt auch besser ohne. 

Ich nehme das nur ganz selten. Meine Soßen mache ich selbst aus dem Bratensud.

ich brauch die nicht,hab alle kräuter im garten.vor allem schmeckt es wesentlich besser

Ich lebe in einer 5 köpfigen Familie und meine Mutter kocht schon immer frisch. Aber wenn man, wie du, allein wohnt, lohnt sich der Aufwand ja nicht :)

Hallo, CBA123ABC321.

Ich bin auch Single und nutze den Chemiekram nicht sondern bastle mir meine Suppen und Sösschen selbst, was mir sogar zu Fisch oder Kurzgebratenem gelingt.

Dank solider Lehre bei Mamusch, die es althergebracht  bei ihrer Mama lernte, lG.

Fertige Saucen verwende ich nicht aus der Tüte, lieber aus dem Glas. Wenn es mal schnell gehen muss, ist das noch schneller als Tütenprodukte, und es gibt richtig leckere. Ich bevorzuge Italiamo von Lidl.

Aber das Delikatess-Brühenpulver von Knorr gehört bei mir zur festen Küchenausstattung. Ich nehme es oft beim Kochen statt Salz, schmeckt einfach besser.

Ich verwende für meine Familie für Spagetti Bolognese sehr oft ne Tüte aber im Großen und Ganzen leben wir ohne Fertigtüten und Fertigprodukten.

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