Ganz ehrlich: Entscheiden Richter immer ausschliesslich rational nach Gesetz oder zumindest teilweise auch nach Sympathie, emotionalen Faktoren, Umständen etc?

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17 Antworten

Sie entscheiden nach "richterlichem Emessen", wobei sie gleichzeitig an die Gesetze gebunden sind. Jedoch liegt es auch im richterlichen Ermessen, wie im Einzelfall ein Gesetz zu interpretieren ist. Damit wird "richterliches Ermessen" mehr zu einer Metapher für "beliebig".

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Hallo.

Das Gericht handelt nach Gesetzt und Recht. 

Der Richter nach richterlichem Ermessen, aus vielen  Gründen.
Er will Feierabend haben, oder Krach zu Hause, Oder Kind hat Abitur gemacht. Also dann wird er/sie schnell und ist mit einem Kompromiss sehr schnell , oder bei Aussage gegen Aussagen schnell zur Einstellung oder Freispruch bereit.

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Das Gesetz ist die eine Sache. Es gibt vor, in welche Richtung zu entscheiden ist. Das andere ist der konkrete Fall, seine Bewertung auf Basis von Indizien, Zeugenaussagen und den erfassten Umständen. Nicht selten steht Aussage gegen Aussage. Und mancher Täter muss freigelassen werden, wenn eine geschickte Zeugenmanipulation nicht aufgedeckt werden kann. Das größte Problem ist doch meist nicht die Anwendung des Gesetzes auf einen eindeutigen Fall. Das größte Problem ist doch, dass kaum ein Fall eindeutig ist.

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Die Gesetze geben nur einen Rahmen vor, innerhalb dessen der Richter frei entscheiden kann. Und diese Entscheidung ist selbstverständlich von seinen persönlichen und subjektiven Eindrücken abhängig.

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Auch Richter sind Menschen. Und als solche hängen ihre Entscheidungen (natürlich im Spielraum, den die Gesetze ihnen einräumen) unbewusst auch von Faktoren wie z.B. ihrem Blutzuckerspiegel ab.

http://www.braindate.ch/blutzucker-entscheidungen/

Ebenso kann es natürlich sein, dass sie durch Sympathie/Antipathie beeinflusst werden. Nur lässt sich das vermutlich nicht eindeutig nachweisen.

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Sie sollten radional ,nur nach Gesetz handeln.

Aber wie alle Menschen handeln sie nach Smybatie, nachdem was sie über die Person gehört haben in Kleinstädten und nach ihrer eigenen politischen Überzeugung.

So kommt ein Urteil zu Stande ,Die Begründung wird dan um das Gesetz nach dem Urteil herumgeschrieben um die Meinung des Richters für die Auslegung des Gesetzes kund zu tun 

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Es gibt keinen Menschen, der ausschließlich nach rationalen Gesichtspunkten entscheidet. Richter entscheiden somit auch nach emotionalen Faktoren.

Jedoch sollte ihnen (wie jedem anderem Menschen auch) bewusst sein, dass emotionale Faktoren eine Rollen spielen und ihre Entscheidungen daraufhin nachprüfen.

Allein nur hungrige oder nichtausgeschlafene Richter urteilen schon anders: https://www.welt.de/wissenschaft/article13148089/Hungrige-Richter-faellen-haertere-Urteile.html

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Da sind durchaus emotionale Faktoren dabei. Das sieht man vor allem bei Vergewaltigungsopfern. Die auch manchmal doch keine Opfer sondern am Ende eher die Täter wegen falscher Beschuldigungen waren.

Es gibt da auch noch andere Fälle. Beispielsweise wenn es um die Kinder geht oder der Scheidung um die Frau. Da wird doch gerne oft die Mutter bevorzugt behandelt ohne rationalen Grund. Das sieht man auch gerne und oft.

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Wenn Richter ausschliesslich rational nach Gesetz urteilen würden, so müssten zwangsläufig alle Richter im selben Fall zum exakt gleichen Urteil gelangen. Da dies nicht der Fall ist, müssen auch andere Faktoren bei der Urteilsfindung eine Rolle spielen. 

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An unseren Gerichten urteilen nicht nur Richter, auch die Schöffen können an Urteilen mitwirken. Und ja, auch da spielen die Faktoren mit, die du angeführt hast.

Wir Menschen sind keine Maschinen und es wird nur den allerwenigsten gelingen, diese emotionale Seite des Menschen zu ignorieren. Wir können sie nur minimieren.

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Hey, klar halten sie sich an die Gesetze, aber zB Nachsicht üben sie trotzdem ab und an aus. Es sind auch nur Menschen und keine Maschinen.
Manche sind eben sympathischer/unsympathischer als andere.
LG

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Richter entscheiden immer nach Gesetz. Allerdings wird die Entscheidung welche §§ sie dazu in Betracht ziehen und welche nicht sicherlich auch durch die Sympathie etc. bestimmt.

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Richter sind natürlich auch Menschen. Aber sie sind auch studierte Juristen und haben es gelernt, nach Recht und Gesetz zu urteilen.

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Richter legen das Gesetzt entsprechend den Gegebenheiten aus, d.h. sie interpretieren es, dies auch nach ihren eigenen Vorstellungen. Sie dürfen aber nicht nach Sympathie oder Emotion handeln.

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Richer können und dürfen überhaupt nicht gegen das Gesetz entscheiden. Bestenfalls am Strafmaß können sie etwas drehen.

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Das lässt sich nie ganz trennen - müsste dann aber nachgewiesen werden.

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Warum meinst du wohl ist des Anwalts liebstes Spiel, der
Befangenheitsantrag gegen den vorsitzenden Richter?

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