gandhi- kampf ohne gewalt oder größter massenselbstmord?

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5 Antworten

Ich würde gerne Deine These mit Dir diskutieren und auch ausführliche Beiträge - wenn es sein muss 30.000 Zeichen oder mehr - schreiben.

Doch dafür müsstest Du zuerst mal Deine Behauptung, die nur aus einem einzigen Schlagwort besteht, ausführen und erläutern. Dein eines Schlagwort ist nur gut, alle möglichen Assoziationen und Interpretationen zu erregen, die Du vielleicht gar nicht gemeint hast.

Oh. Dass so eine kritische Frage HA wird, hätte ich gerade nicht gedacht.

Nun: vielleicht kommt deine FRage ja nochma wieder, ausführlicher überdacht :)

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@Vielfragerich

nach selbkritischer betrachtung meiner frage in zusammenhang mit deiner antwort war es für mich die hilftreichste.

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Im Film "Gandhi" wird der Gewissenskonflik den Gadhi in sich selbst auszutragen hatte dargestellt bzw. angedeutet.
Er war Anführer in einem Krieg, genau wie seine Gegner auch. Und er hat eine Taktik der Kriegsführung gewählt, genau wie seine Gegner auch. Und Krieg kostet Opfer in jedem Falle. Und das Ziel einer jeden kriegsführenden Partei ist es, den Krieg zu gewinnen. Und die obersten Befehlshaber einer jeden kriegsführenden Partei überlegen sich vorher, ob und WIE sie den Krieg gewinnen können. Gandhi hatte - der Erfolg gibt ihm recht - die (einzig) richtige Taktik zur Befreiung Indiens gewählt. Gandhi hat, aufgrund seiner friedliebenden Lebenshaltung, die Opfer dieses von seiner/Indiens Seite aus gewaltfreien Befreiungskrieges sicherlich zutiefst bedauert. Aber er war Staatsmann genug um die Vor- und Nachteile eines solchen Wagnisses richtig einzuschätzen. Er musste in der Tat und zu seinem eigenen größten Bedauern einen Teil seiner Leute ermorden lassen um dem wesentlich größeren Teil seiner Leute die Freiheit von der Kolonialherrschaft zu bescheren. Der Mut zu einer politischen Entscheidung also, welcher letztendlich hohe Wertschätzung erfuhr aber dennoch oft auch sehr kontrovers diskutiert wurde und wird. Hätte Gandhi den Kampf verloren - (so wie viele Versuche dieser Art vor und nach ihm zum Scheitern verurteilt waren und sind) - wäre die öffentliche Wahrnehmung und Beurteilung wohl eine andere. Zu beachten ist auch der wesentliche Unterschied zum Morden und Gemordetwerden in einer militärischen Struktur: die Freiwilligkeit - auf indischer Seite wurde niemand gezwungen, an den Aufmärschen teilzunehmen. Und die Engländer konnten es mit ihrer eigenen Moral (und natürlich dem Urteil der Weltöffentlichkeit) nicht vereinbaren über Gebühr auf Wehrlose zu schiessen. Gandhis gelungenes Kalkül war also m.E. in erster Linie die richtige Einschätzung des Gegners.

Man kann auch friedlich die Macht übernehmen, wenn man die Knackpunkte des Systems kennt. Stell dir das wie Karate vor. Karate ist eine waffenlose Kunst. Man gewinnt dadurch, dass man die Knackpunkte des menschlichen Körpers kennt. Wenn man die Knackpunkte eines gesellschaftlichen Systems kennt, dann kann man dies auch ganz leicht aus dem Gleichgewicht bringen.

Gandhi wurde ermordet. Die idee hat überlebt - Am Ende gab es ein freies Indien. Dies war ja Gandhis Ziel. Die "Rädelsführer" der friedlichen Revolution in der DDR wurden oftmals mindestens behindert. Die DDR fiel trotzdem. Einfach, weil die instabilen Puntke der DDR angegriffen und vernichtet wurden. Aber eben nicht auf eine gewalttätige Art und Weise.

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Mit Karate hat Gewaltlosigkeit nichts zu tun, denn Karate ist Gewalt.

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@Vielfragerich

Wie man sicherlich gemerkt hat war dies ein SInnbild.

Karate ist Kampf ohne Waffen und ist somit eine weichere Art zu kämpfen. Es ging dort um die Tatsache, dass man beim waffenlosen Kampf die Systemknackpunkte kennen muss - Wie, wenn man eine friedliche Revolution herbeiführen will.

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Kampf ohne Gewalt! Das einzige Mittel für eine friedliche Revolution, leider fast immer gescheitert.

so wie frieden ohne macht - unmöglich halt

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Die haben ja keinen Selbstmord begangen, die sind ganz regelrecht ermordet worden. Die hätten auch leben wollen.

wie nennst du sowas dann? ausser friedl. revolution?

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@beemaya

Ich nenne es ganz einfach Mord. Und zwar der Mord der Gegener- und das ist genau das, was die Weltbevölkerung irgendwann aufschreien ließ.

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@guinan

schon klar aber kommt auch stark drauf an auf welcher seite man steht. also nur die definition dessen was sich da abspielte in dem moment. klar ist es durch den eigentlichen hintergrund so genannt, nur ist das ziemlich zweischneidig

na egal danke trotzdem

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@beemaya

Es gibt kein anderes Wort dafür, egal auf welcher Seite man steht. Einen Wehrlosen erschlagen ist auf der ganzen Welt und in jeder Religion Mord.

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@guinan

is klaaar aber aus sicht von gandhi meine ich naja egal

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